Content Marketing

Wirkungsvoll & günstig: Wie Unternehmen ihre Umsätze mit User Generated Content ankurbeln

User Generated Content Kampagnen sind günstig und binden den Kunden direkt ein. Mit Kampagnen-Hashtags erzeugst du dabei richtig Aufmerksamkeit und sorgst für eine gesteigerte Brand Awareness.

© Flickr / Ashraf Siddiqui, CC BY-SA 2.0

Influencer Marketing ist in aller Munde. Doch der gezielte Einsatz beliebter User mit großer Fanbase kann durchaus teuer werden. Du kannst deine Brand Awareness und somit deine Umsätze auch mit “normalen” Usern steigern, indem du auf User Generated Content setzt.

Als Unternehmen buhlst du kontinuierlich um die Aufmerksamkeit deines Publikums. Du machst dir Gedanken um das perfekte Bild für deine Social Media-Postings oder investierst in Influencer, um die Brand Awareness zu erhöhen, denn du weißt, dass hochwertige Bilder mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen und einflussreiche User über hohe Reichweiten verfügen. In Zeiten des Mitmach-Webs kannst du aber auch von User Generated Content Kampagnen profitieren, die dich vermutlich nicht einmal viel kosten werden, dafür aber die Kundenbindung erhöhen. Denn lässt du deine Kunden an Challenges partizipieren, werden sie sich diese Gelegenheit selten entgehen lassen und das Engagement ist häufig ebenfalls hoch.

User Generated Content Kampagnen

Dass auch weitestgehend unbezahlte Kampagnen erfolgreich sein können, zeigen die folgenden Beispiele. Leider ist ein kreatives und mutiges Social Media Marketing hierzulande noch immer nicht an der Tagesordnung, so dass die vorgestellten Kampagnen aus englischsprachigen Ländern kommen, die in der Nutzung sozialer Netzwerke lange nicht so gehemmt sind wie ihre deutschen Kollegen.

Juliet Carnoy hat auf Social Media Examiner Kampagnen vorgestellt, mit denen Unternehmen auf Basis von User Generated Content in den sozialen Netzwerken großen Erfolg hatten.

Authentische Produktfotos

Der Fashion Shop Charlotte Russe startete eine Kampagne, die Instagram mithilfe eines Kampagnen-Hashtags zu einem virtuellen Schaufenster verwandelte: Der Onlinehändler forderte User auf Instagram dazu auf, unter dem Hashtag #CharlotteLook ihren Dress, den sie bei Charlotte Russe gekauft haben, zu posten. Am Ende wählte das Unternehmen die besten Einträge aus, um die Bilder auf ihrer Website zu präsentieren und mit passenden Links zu den gezeigten Produkten zu versehen.

#Fall colors on point ?? #CharlotteLook #fromwhereistand | ?: @nilessmiles

A photo posted by Charlotte Russe (@charlotterusse) on

Nicht nur, dass der Onlineshop damit seinen ROI ankurbeln konnte, auch gab es zu dem Hashtag mehr als 18.000 Posts – die hohe Reichweite ist also garantiert. Charlotte Russe hat das Rad allerdings nicht neu erfunden, derartige Kampagnen gab es bereits vorher. So haben etwa Burberry oder West Elm solche Kampagnen inszeniert und waren damit schon früher sehr erfolgreich. Bei Burberry jedenfalls kann man sich jedoch nicht so sicher sein, dass die Fotos von echten Usern generiert sind, denn dafür wirken sie viel zu professionell. Bleibe am besten immer authentisch bei deinen Inhalten und versuche nicht deinen Nutzern etwas vorzumachen – das geht meistens schief.

Gewinnspiele

Auch 6 Pack Fitness initiierte eine Kampagne unter dem Hashtag #LeadThePack, bei der wöchentlich ein Paket verlost wurde. Die Teilnehmer wurden dazu aufgefordert ein Bild mit einem 6 Pack Bag zu posten und bekamen so die Chance auf Veröffentlichung auf der Website des Händlers. Zusätzlich konnten sie wöchentlich je einen Bag gewinnen.

Die Wirkung war groß: Kunden, die sich die User Fotos auf der Website angeschaut haben, haben mit einer 2,7 mal höheren Wahrscheinlichkeit etwas gekauft und ihre Einkaufkörbe waren im Schnitt zwölf Prozent größer.

Usermeinungen

Klar kann es funktionieren, die User aufzufordern, ihre Meinung wiederzugeben. Du solltest allerdings mit einem großen Selbstvertrauen oder einem entspannten Chef gesegnet sein. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Aktion nach hinten los geht, ist nicht gering. Dennoch: Das Breckenridge Colorado Tourism Office startete eine Kampagne, in der die Nutzer unter dem Motto “Why do you love Breckenridge?” ihre Gedanken in Form von Fotos posten sollten. Unter dem Hashtag #BreckBecause haben Instagram-User viele Fotos der Natur in der Gegend gepostet.

© Instagram

© Instagram

Das Ergebnis der Kampagne spiegelte sich in einem Anstieg des Social Traffics von ganzen 841 Prozent wider und das Unternehmen hatte in Kürze 93 Prozent mehr Fans auf Instagram als vorher.

Falls du eine solche Meinungs-Kampagne auch ins Auge fässt, solltest du dir darüber bewusst sein, dass dieses Unterfangen nicht ganz ungefährlich ist. Nicht nur die NYPD weiß davon ein Lied zu singen, auch Coca-Cola und Pril kennen sich mit solchen Fails aus.

Mit User Generated Content begibst du dich mit den Nutzern auf Augenhöhe und erzeugst gleichzeitig auf günstige Weise authentische Inhalte. Wie die Beispiele schön veranschaulichen, haben die Kampagnen zu großer Aufmerksamkeit verholfen und sind generell sehr beliebt. Bei einigen Varianten allerdings solltest du dir deiner Sache sehr sicher sein, um nicht zur Lachnummer zu werden.

Hast du Beispiele für weitere gelungene UGC-Kampagnen – auch von deutschsprachigen Unternehmen? Dann schreib’ uns gern!

Quelle: Social Media Examiner

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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