Targeting

Verbessertes Targeting: YouTube greift jetzt auf deine Google Suchhistorie zurück

Google erlaubt Advertisern nun das Targeting von YouTube Ads auf Grundlage der Suchhistorie von Usern.

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Die neuesten Änderungen bei Google erlauben Advertisern ihre YouTube Kampagnen auf Informationen aus den Google Accounts der User abzustimmen – und so ein effektiveres Targeting zu betreiben.

Präzisere YouTube Ads im Mobile Zeitalter

Werbung auf YouTube birgt für Advertiser einige Möglichkeiten. 4 Millionen Videos werden täglich auf YouTube konsumiert. Im Schnitt verbringt ein User 40 Minuten mobil auf YouTube, wie eine Infografik im letzten Jahr zeigt; Tendenz steigend. Dabei berichtete Mediapost im letzten Jahr von einer Studie, nach der User 90 Prozent aller Pre-Roll Ads, denen sie ausgesetzt sind, überspringen. Für Advertiser eröffnet sich jedoch nun eine Chance, Usern YouTube Ads zu präsentieren, die ihren Interessen geschuldet sind.

Google erklärt in einem Blog Post, dass relevantere Ads den User erreichen sollen – gerade da inzwischen über 50 Prozent mobil YouTube Videos konsumieren. Dazu können Advertiser Daten aus den Google Accounts der User nutzen. Product Management Director Diya Jolly erklärt:

As more viewership on YouTube shifts to mobile, we’re making it easier for advertisers to deliver more relevant, useful ads across screens. Now, information from activity associated with users’ Google accounts (such as demographic information and past searches) may be used to influence the ads those users see on YouTube.

Das Targeting der Video Spots für YouTube Ads wird somit weitaus interessanter für Advertiser. Ad Age berichtet, dass solches Targeting bis dato auf Videos basierte, die der User gesehen hat. Jetzt können User, die bei Google eingeloggt sind, YouTube Ads sehen, die mit ihrer Google Suchhistorie in Zusammenhang stehen.

Mehr Reichweite für Händler und Co.

Händler, so Jolly, könnten User per YouTube Ad auf Wintermäntel aufmerksam machen, wenn diese bei Google danach gesucht haben. Ein solches Targeting lässt sich auch über Customer Match weiter präzisieren. Bei diesem Produkt von Google kann eine Liste mit E-Mailadressen potentieller Kunden hochgeladen werden, die mit bei Google eingeloggten Usern abgeglichen wird. Derlei Umgang mit Kundendaten ruft jedoch auch Kritik auf den Plan.

Google hatte sich lange gesträubt, Userdaten aus dem Searchbereich für das Advertising auf YouTube freizugeben. Nun bieten gerade diese Daten Advertisern mehr Möglichkeiten, zielgerichtet Ads auf YouTube zu positionieren. Das dürfte jedoch auch für User von Vorteil sein. Denn diese könnten sich somit mehr Ads ausgesetzt sehen, die auch für sie relevant sind. Damit wäre zudem die Problematik lästiger – weil uninteressanter – Pre-Roll Ads, die weggeklickt werden, geringer. Diese können den User besonders unterwegs auf dem Smartphone nerven.

Wenn diese Aussicht auch positiv für Advertiser, User und Google selbst klingt, kann sie doch nicht verbergen, dass solches Targeting den gläsernen User enthüllt.

User-Kontrolle und Pläne für eine neue Measurement-Lösung

Da auch Google um den Drahtseilakt mit den Daten weiß, verweist das Unternehmen auf eine bestehende User-Kontrolle. Man könne nicht nur die Ad Personalisierung ausschalten, sondern auch Advertiser regelrecht „deaktivieren“. Denn:

if a user mutes an advertiser on Google Search, ads from that advertiser will also be muted when they watch on YouTube. For example, if you see a gym membership ad but have already signed up for a gym as part of your New Year’s resolution, you can mute that ad in Search, and you won’t see ads from that advertiser on YouTube.

Um die YouTube Ads, die Advertiser letztlich für ihr Targeting nutzen, bewerten zu können, setzt Google auf eine neue cloud-basierte Measurement-Lösung. Sie soll helfen, detailliertere Einblicke in die Performance ihrer Ads zu erlangen.

Bei allen Neuerungen werden Advertiser aber besonders auf die Einbindung von Google Suchhistorien bauen. Die damit einhergehende Präzision bei der Breite der Ads im Netz könnte dafür sorgen, dass weniger Video Ads weggeklickt werden.

User dürfen gespannt sein, ob ihnen mehr passende YouTube Ads präsentiert werden. Für Advertiser kann sich das im wahrsten Sinne des Wortes auszahlen.

Quelle: Ad Age

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