Social Media Marketing

Der Social Audience Guide 2018 – Welche Branche sollte wo werben?

Spredfast stellt basierend auf einer umfassenden Studie einen Audience Guide für Social Media bereit. Die Infografik beinhaltet marketingrelevante Hinweise.

© NordWood Themes | Unsplash, CC0

Sollte ich mein Produkt stärker bei Instagram oder auf YouTube promoten? Welche Plattform eignet sich für die Kundengenerierung am besten? Solche Fragen müssen sich die Marketer von Marken und Unternehmen stellen. Abhilfe schafft der Social Audience Guide 2018 von Spredfast. Er klärt nicht nur über die Eigenschaften der spezifischen Publika in Social Media auf, sondern leitet daraus auch ab, für welche Branchen und Produkte welches Netzwerk am meisten Potential bietet.

Mit dem Social Audience Guide die eigene Werbestrategie in Social Media optimieren

Da mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung zumindest statistisch auf den verschiedenen Plattformen in Social Media unterwegs ist, sollten Marketer ihre Werbestrategien ebenso auf diese ausrichten. Doch die große Zahl der Nutzer bedeutet noch mehr. Denn Die Publika bei Instagram, Snapchat, Facebook und Co. unterscheiden sich und Marken müssen sich bewusst sein, wo ihre Zielgruppe am ehesten zu erreichen ist. Daher sollte die Social-Landschaft analytisch begutachtet werden. Sodass die Ads und Posts im Bestfall genau die Nutzer erreichen, die sich am ehesten zu Kunden entwickeln.

Der Guide, den Spredfast für dieses Unterfangen zur Verfügung stellt, zeigt verschiedene Facetten der Audiences in Social Media. Dabei werden die Nutzer bei Facebook, Instagram, Snapchat, Pinterest, YouTube, Twitter und LinkedIn unter die Lupe genommen. Und dann lassen sich Schlüsse ziehen, wie etwa, dass 30 Prozent der aktuellen Käufer von Produkten ein neues Produkt bei Facebook entdeckt haben. Oder dass bei YouTube mit Abstand am meisten Zeit verbracht wird, während bei LinkedIn besonders einkommensstarke Personen unterwegs sind.

Facebook und YouTube mit den meisten Nutzern, aber deutlichen Differenzen

Wirft man zunächst einen Blick auf die wohl größten Plattformen in Social Media, Facebook und YouTube, wird deutlich, dass diese für unheimlich viele Menschen als Anlaufstelle gelten. Über zwei Milliarden Nutzer bei Facebook und mehr als eine Milliarden User bei YouTube sprechen für sich. Demnach ist Werbung in diesem Umfeld natürlich nur ein logischer Schritt für viele Marken und Unternehmen. Allerdings unterscheiden sich Nutzergruppen und das Nutzungsverhalten bei allen sozialen Netzwerken; auch bei YouTube und Facebook.

Bei Facebook finden sich statistisch mit 52 Prozent etwas häufiger Frauen wieder, während YouTube zu 55 Prozent von männlichen Nutzern aufgesucht wird. Dies ist nur eine kleine Differenz. Aber beim Blick auf die Demographie wird mehr offenbar. Denn am verbreitetsten ist die Facebook-Nutzung bei den 18 bis 29-Jährigen, wobei bei YouTube den prozentual größten Anteil einer Altersgruppe der der 35 bis 44-Jährigen darstellt.

Daten zu den Facebook-Nutzern, © Spredfast

Laut Spredfast werden bei YouTube bei den 18- bis 49-Jährigen in den USA mehr Nutzer erreicht, als es ein Kabelnetzwerk dort schaffen könnte. Das hängt dann auch mit den durchschnittlich 40 auf YouTube verbrachten Minuten pro Tag zusammen.

Daten zur Nutzung bei YouTube, © Spredfast

Wenn also auf Facebook eher die Millennials oder die User der Generation Z interagieren, könnten bei YouTube auch ältere Nutzer zu mehr Engagement neigen.

Unterschiede auch bei der Platzierung von Luxusartikeln

Wer nun besonders kostenintensive Produkte verkaufen und entsprechend bewerben möchte, sollte dazu auch die richtige Plattform auswählen. So fällt zum Beispiel auf, dass bei Facebook die Nutzung geringer wird, je höher das Einkommen ausfällt. Dafür steigt die Nutzung bei den sehr gut verdienenden Usern bei LinkedIn mit seinen 106 Millionen monatlich aktiven Nutzern stark an. Während nur 13 Prozent derer, die zwischen 20.000 und 49.000 US-Dollar pro Jahr kassieren, beim Netzwerk zu finden sind, erhöht sich diese Prozentzahl auf 45 bei den Topverdienern mit mindestens 75.000 US-Dollar Einkommen im Jahr.

Daten zu LinkedIn-Nutzern, © Spredfast

Hier können gerade für den B2B-Bereich Marketing-Lösungen angewandt werden. Für alle, die Dienstleistungen oder Produkte anbieten, die auch für CEOs von Interesse sein könnten, ist LinkedIn eine Option. Denn dort tümmeln sich Gründer und Macher; Richard Branson, Bill Gates und Arianna Huffington stellen die meistverfolgten Accounts. Und das sollte ein Indikator für das Klientel der Plattform sein.

Eine wohl sehr differente Zielgruppe findet sich hingegen bei Snapchat. 300 Millionen monatlich aktive Nutzer zeigen an, dass die Plattform trotz aller Widrigkeiten sehr relevant bleibt. Vor allem für Teenager. 39 Prozent dieser gaben in einer Umfrage an, Snapchat sei ihr liebstes Netzwerk. Zudem werden dort im Schnitt 25 Minuten pro Tag verbracht. Auch, weil viele Nutzer die App 25 mal und häufiger am Tag öffnen. Marken können sich also auch hier platzieren, um von den jüngeren Nutzergruppen entdeckt zu werden. Vor allem Musiker und Schauspieler sind bei Snapchat gefragte Persönlichkeiten, was die Followerzahl angeht. Auf diese Ausrichtung der Nutzer sollten Marketer achten; und darauf, dass ganze 70 Prozent der User weiblich sind.

Daten zu Snapchat-Nutzern, © Spredfast

Instagram und Pinterest als Place to be für Marken, Twitter eignet sich für Aktuelles und Aktionen

Für eine Marke, die sich um Branding-Kampagnen bemüht, ist vor allem Instagram unumgänglich. 800 Millionen monatlich aktive Nutzer, aus ausgeglichenen Einkommensbereichen. Die Nutzer, zu 58 Prozent Frauen, sind besonders im Alter von 18 bis 49 angesiedelt. Und sie wollen Marken sehen. 53 Prozent der Teenager auf der Plattform glauben, diese ist der beste Weg, um über neue Produkte informiert zu werden. Nicht umsonst folgen ebenfalls 53 Prozent aller Nutzer mindestens einer Marke auf Instagram.

Daten zu Instagram-Nutzern, © Spredfast

Aber auch Pinterest, das inzwischen immerhin auch 200 Millionen monatlich aktive User vorzuweisen hat, kann für Marken und Unternehmen lohnend sein. Auch hier überwiegt mit 60 Prozent der weibliche Useranteil. Allerdings sind auch hier die Einkommensklassen zu gleichen Teilen vertreten. Und 80 Prozent der Millennials bei Pinterest sagen, dass die Plattform hilft, die Produkte zu finden, die man kaufen möchte. So sind die User sogar um zehn Prozent wahrscheinlicher zu einem Kauf bereit, wenn sie von Pinterest zu einem Produkt geführt wurden, als das bei anderen Netzwerken der Fall ist.

Daten zu Pinterest-Nutzern, © Spredfast

Eignen sich Instagram und Pinterest also für eine bildstarke Präsentation von Produkpaletten und neuen Artikeln, kann Twitter für Aktuelles und die Aufmerksamkeit auf Aktionen genutzt werden. Denn der Dienst mit seinen 317 Millionen monatlich aktiven Usern hat zwar eine durchschnittlich kurze tägliche Nutzungszeit von nur 2,7 Minuten. Doch drei Viertel der Nutzer prüfen die Seiten täglich, um News zu bekommen – auch von Marken. Und gar 84 Prozent nutzen die Plattform, um Coupons und Rabattdeals oder passende Reviews zu finden. Ein Grund für Marketer, die Aktualität ihrer Kampagnen auch über Twitter abzubilden.

Daten zu Twitter-Nutzern, © Spredfast

Die besten Plattformen nach Branche

Spredfast hat aus all den Daten einen Überblick für Branchen geschaffen, der grob darstellt, welche sozialen Netzwerke am ehesten Potentiale für die Präsenz in Social Media bieten. Etwas vereinfacht dargestellt ist der beste Platz, um Teenager zu erreichen wohl bei Instagram und Snapchat, während die Millennials auf Instagram und Facebook am ehesten Zuhause sind.

Nach dieser Übersicht bieten sich für Finanzdienstleister eher Facebook, Twitter und LinkedIn an, wobei Instagram und Pinterest den Zielen womöglich weniger zuträglich sind. Anders würde es bei Retailern aussehen, die eher auf Twitter und LinkedIn verzichten können, aber Instagram, Pinterest, Snapchat und Facebook nicht vernachlässigen sollten. Natürlich sind dies nur Ansätze und die Zuteilung von etwaigen Marketingbudgets zu den entsprechenden Plattformen hängt immer mit der spezifischen Strategie zusammen. Dennoch liefert Spredfast hier eine interessante Einschätzung.

Plattformempfehlungen Spredfasts in Bezug auf die Branche, © Spredfast

In der gesamten Infografik findet ihr noch viele weitere spannende und hilfreiche Statistiken. Außerdem Insights zum Nutzerverhalten und zu den Nutzergruppen in Social Media.

Die Infografik (mit einem Klick auf das Bild gelangt ihr zur kompletten Grafik)

3 Gedanken zu „Der Social Audience Guide 2018 – Welche Branche sollte wo werben?

  1. Olivier Egli

    Danke für diese, für meinen Geschmack, viel zu analytische Übersicht über die Social Media Landschaft. Solche Zahlen reflektieren die geltende Realität als Wirkung, zeigen aber nicht unbedingt auf, was der Grund hierfür ist. Ich denke, es ist wichtig, neben den genannten Tipps zu beachten, dass eine Marke hollistisch wirken muss und Social Media nur ein Bruchstück im gesamten Kuchen ist. Eine Marke wird nicht nur an ihrem Auftritt in einer Mediengruppe gemesse, sondern in erster Linie nach ihrer Sinnhaftigkeit, welche sie vermittelt uns lebt. Diese ist über verschiedene Kanäle besser oder schlechter sichtbar. Es ist aber nun mal so, dass viele Botschaften auf den genannten Plattformen zwar Menschen erreichen und teilweise Kaufentscheide mit beeinflussen, aber Nachhaltigkeit haben sie keine, wenn der Absender diese nur als Abschussrampen für Promotion und Abverkauf nutzt. Heute mehr denn je ist der Nutzer verstimmt, wenn er die Absicht erkennt. Das gilt für Influencer Marketing ebenso wie für Advertorials. Wir wollen nicht quantitativ erreicht sondern berührt werden. Früher nannten wir das Love Brands, oder Brand Fans. Heute gehen diese hochwertigsten aller Markenbefürworter im anayltischen Sumpf unter. Daher finde ich es äusserst gefährlich und für die aktuelle Konsummarktlage hinderlich und sozial sogar bedenklich, wenn wir unsere Entscheide auf der Basis solcher Analysen fällen. Das magische Unwort hier heisst leider „Content“, und damit meine ich nicht dieses Ungetüm, welches in den letzten paar Jahren als neue Ballprinzessin durch den Schlamm gezogen wurden, sondern die ursprüngliche Bedeutung von Content. Guter, sinnvoller, mit den Werten und der Mission einer Marke verbundener Inhalt, welcher es schafft, nicht sinnhafte Kunden von zukünftigen Markenfans zu differenzieren und welche keine kurzfristen Abverkäufe promoted, sondern langfristige Beziehungen aufbaut. Das schafft nur echtes, solides, fundiertes und vor allem grundehrliches Storytelling. Wie und wo dieses dann in den sozialen Medien gestreut wird, ist danach nur noch Konsequenz. Aber diese bedingt Stärke und die Einsicht, dass die meisten Marken halt eben doch nicht die ganze Welt zum Kunden haben sollte.

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