Social Media Marketing

Kommt er doch? So könnte der Edit Button bei Twitter aussehen

Twitter ist für seine Unmittelbarkeit bekannt, viele Nutzer fordern dennoch einen Edit Button. CEO Jack Dorsey erklärte nun, wie der funktionieren könnte.

Twitter-CEO Jack Dorsey im Gespräch mit Joe Rogan, Screenshot YouTube, © PowerfulJRE

„It’s what’s happening“. Der Slogan Twitters deutet darauf hin, wofür der Kurznachrichtendienst gemacht ist: Meinungen und News in Echtzeit zu teilen, Geschehnisse zu kommentieren, scharfsinnige oder kreative Sätze zu verbreiten. Doch trotz dieser Konzentration auf das Unmittelbare fordern sehr viele Nutzer seit langer Zeit einen Edit Button für die Tweets. Dagegen wehrt sich die Plattform bisher; doch Jack Dorsey hat zumindest einen Kompromiss für diese Funktion in petto.

Twitter ist das Echtzeitsprachrohr unter den sozialen Medien

Gerade bei Großereignissen wie dem Super Bowl, bei Wahlen oder parallel zu populären TV-Sendungen ist Twitter immer wieder als Projektionsfläche für die Meinungen, Beobachtungen und Erkenntnisse der User gefragt. Auch Publisher nutzen die Plattform, um News zeitnah zu verbreiten.

Turntable and a Tweet

Twitter lebt im Moment, © Twitter

Der Gedanke hinter dem Dienst ist ein Ventil für in Echtzeit relevante Äußerungen zu bieten. Dafür hatten die User früher genau 140 Zeichen Platz. Doch von dieser beinah ikonischen Zahl – die das Zeichenlimit der SMS widerspiegelt – hat man sich bereits verabschiedet. Inzwischen sind 280 Zeichen verfügbar. Damit sollte die Aktivität auf Twitter gestärkt werden. Das zeigte Erfolg:

Seither hat es viele Veränderungen gegeben. Inzwischen kann zwischen chronologischer und Top Tweet Timeline gewechselt werden – etwas, dass sich Instagram User noch immer wünschen. Zuletzt stellte die Plattform auch eine Option vor, um zwischen verschiedenen Kategorien zu switchen. Doch egal, was Twitter auch ändert, die Forderung nach einem Edit Button ist überall zu finden:

Ein Edit Button bei Twitter: Eine gute Idee?

Bei der Diskussion zum Edit Button scheiden sich die Geister. Viele User wenden sich direkt an Twitters CEO Jack Dorsey, um ihren Willen mitzuteilen.

Nun hat sich Dorsey in einem Interview mit Joe Rogan geäußert, wie Mashable berichtet. Dabei diskutiert er die Option und gibt seine Perspektive wieder. Er selbst ist kein Fan davon, macht den Usern aber Mut. Denn er gibt Hinweise darauf, wie ein Edit Button, oder eine Version davon, auf Twitter funktionieren könnte. Demnach könnte vor dem Senden von Tweets eine bis zu 30-sekündige Verzögerung eintreten, die Zeit zum Bearbeiten lässt.

And within that window, you can edit. The issue with going longer than that is it takes that real-time nature of the conversational flow out of it,

erklärt Dorsey. Zudem will Twitter den originalen und den bearbeiteten Tweet sichtbar machen. Dorsey meint darüber hinaus, es könnte schließlich vom Kontext abhängen, ob ein Tweet zu bearbeiten ist.

If you’re in the context of an NBA game, you want to be fast and you just want to be in the moment. You want to be raw. But if you’re in the context of considering what the president just did, or making a particular statement, then you probably need some more time, and we can be dynamic there.

Mit einem Edit Button würde Twitter sicher etwas von seiner Authentizität verlieren; das sehen einige User genauso.

Womöglich wird sich der Dienst schlussendlich aber doch den Forderungen der Vielen beugen; zumindest ein Stück weit. Vielleicht gelingt es Dorsey und Co. aber, einen Kompromiss zu finden, der Vertreter beider Positionen besänftigt. Nur: „It’s what’s happening“ wäre dann doch etwas überkommen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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