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SEO-Fauxpas: Diese hreflang-Fehler beeinträchtigen deinen Traffic

Eine Studie von SEMrush zeigt auf, welches die häufigsten Fehler bei der hreflang-Implementierung sind und was das für Folgen für die Website hat.

© Flickr / Tawheed Manzoor, CC BY 2.0

Die Analysten von SEMrush haben in einer Studie gängige hreflang-Fehler bei Websites aufgedeckt. Die Auswirkungen der einzelnen Fehler können verminderte Sichtbarkeit und weniger Traffic sein.

Die Studie von SEMrush

Mit dem hreflang-Attribut, einem HTML Meta-Element, wird gewährleistet, dass die geografische Ausrichtung der Website durch die Suchmaschine erkannt wird und diese dann die entsprechende Sprachversion und regionale URL für die User angibt. SEMrush untersuchte mithilfe des eigenen Analyste-Tools Site Audit 20.000 mehrsprachige Websites. Dabei kann die hreflang-Implementierung auf Grundlage von 13 Prüfroutinen kontrolliert werden. Diese Prüfung richtet sich an den Google Standards zum hreflang-Attribut aus. Bei durchschnittlich sieben Sprachversionen mehrsprachiger Websites sind Fehler zu erwarten. Wie sich diese bezogen auf das hreflang-Attribut zusammensetzen, wird in einer Infografik veranschaulicht.

Die größten hreflang-Fehlerquellen

Als besonders auffällig markiert die Analyse fünf übergeordnete Fehler oder Probleme bei der hreflang-Implementierung (die Prozentangabe zeigt, auf wie vielen Websites mindestens eine Seite derlei Fehler aufwies):

  • Fehler in hreflang-Werten (15 Prozent)
  • hreflang-Konflikte innerhalb des Seitenquellcodes (58 Prozent)
  • fehlerhafter hreflang-Link (37 Prozent)
  • wahrscheinlich fehlende hreflang-Tags (32 Prozent)
  • hreflang-Wert stimmt nicht mit Sprache überein (21 Prozent)

Bei der Fehleranalyse der hreflang-Werte wird deutlich, dass man sich schnell vertippt. So kann ein unbekannter Sprachcode – deu statt de – oder ein falscher Ländercode schon zum Problem werden. Achte hierbei auch darauf, dass für Google ein Ländercode allein nicht ausreicht und Unterstriche im Code nicht funktionieren.

Bei hreflang-Konflikten bezüglich des Seitenquellcodes kann ein fehlender auf sich selbst verweisender hreflang-Tag das Problem sein. Bei 96 Prozent der untersuchten Fälle ist er das auch. Doch aufpassen musst du auch bei canonical-Tags. Denn benutzt du diese in Kombination mit hreflang-Tags, muss ein auf sich selbst verweisender canonical-Tag vorliegen. Und es sollte auch nur eine URL als hreflang-Attribut für die Kombination aus Land und Sprache vorhanden sein, damit Google dies einordnen kann.

Weiterhin sind fehlerhafte hreflang-Links ein Hindernis für deine Sichtbarkeit. Möglicherweise verweist dein hreflang-Link auf eine umgeleitete Seite oder eine Seite, die mit dem http-Statuscode 4XX oder 5XX antwortet. Letztere werden ignoriert, erstere eventuell nicht indexiert. Vorsicht ist ebenso bei relativen URLs geboten, die von Google fehlinterpretiert werden können.

Letztlich können fehlende hreflang-Tags bei mehrsprachigen Seiten auch negative Auswirkungen haben. Und die falsche Sprachangabe bei der Seitensprache ergibt ein ganz anderes Problem für deinen Traffic. Google kann dann annehmen, du möchtest eine Seite für dänische Nutzer anzeigen lassen (obwohl sie an deutsche gerichtet war).

Mehrsprachige Dokumente sind demnach voller möglicher Fehlerquellen. Um eine Indexierung zu gewährleisten und deine Sichtbarkeit bei Google – und damit auch den Search Traffic – nicht zu beeinträchtigen, solltest du die hreflang-Implementierung stets nochmal genau prüfen. Zur Erstellung eines hreflang-Attributs gibt es auch verschiedene hreflang-Generatoren.

Die Infografik von SEMrush zeigt dir, welche Fehler besonders häufig sind und wie sie sich auswirken.

Mit einem Klick auf das Bild öffnet sich die gesamte Infografik

Ausschnitt der Infografik, © SEMrush

Ausschnitt der Infografik, © SEMrush

Quelle: SEMrush

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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