Native Advertising

Native Advertising: Die 5 erfolgreichsten Beispiele auf einen Blick

Native Advertisement ist in den vergangenen zwei Jahren besonders ins Rampenlicht getreten. Wir zeigen und erklären euch die besten Beispiele.

Native Advertising

(c) imgur.com

In Zeiten wie diesen empfinden die User Bannerwerbung in den meisten Fällen nur als störend. Die Werbung wird oft bewusst (AdBlocker) oder unterbewusst (das eigene Gehirn) einfach ausgeblendet. GoldSpot Medias “Fat Finger Report” bewies, dass bis zur Hälfte der Klicks auf Werbung unabsichtlich im mobilen Bereich geschehen. Beim Native Advertising wird die “Werbung zum Inhalt” wie ZDF-Reporter Martin Giesler passend in seinem Blog schrieb. Ist das eine Strategie, die aufgehen kann? Econsultancy.com veröffentlichte jüngst eine Liste mit zwölf Beispielen von Native Advertisement. Die fünf erfolgreichsten Kampagnen der letzten 18 Monate seht ihr bei uns. Als Basis diente das Native Advertising Leaderboard.

1. Mini USA auf BuzzFeed

Mini Native

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Die Kampagne “25 Places That Look Not Normal, But Are Actually Real” von Mini USA startete am 17. Oktober 2012 und hat bis heute über 1,3 Millionen soziale Interaktionen zu verzeichnen. SEO-Fachleute werden anmerken, dass man sicherlich eine bessere Überschrift daraus machen könnte. “Not Normal” ist ein Slogan von Mini, also im Endeffekt sehen wir Werbung für ein Automobil-Unternehmen. Die Ad hat nicht wirklich etwas mit Autos zu tun, daher ist die Verbindung schwer zu schlagen. Darum geht es aber auch nicht. Native Advertising soll in gewisser Weise verstecken, dass es Werbung ist. Die Orte sind eindrucksvoll und bleiben im Gedächtnis. Eine Fallstudie von Jon Steinberg, Präsident von BuzzFeed, klärt über die Intention der Kampagne auf. Mini wollte sein Branding als lustiges, kreatives Unternehmen festigen. Die Fotos sind abseits der Normalität, wie ihr eigenes Design. Das Ziel war unter anderem, eine emotionale Bindung mit der Zielgruppe einzugehen. Von den ersten Million Engagements waren zwei Drittel Social Sharings. Laut der eigens durchgeführten Studie, erhöhte sich die Zahl derer, die einen MINI beim nächsten Kauf in Betracht ziehen würden, um 32,9 Prozent, nachdem sie mit der Kampagne im Social Network in Berührung kamen. Die Aussage: “MINI is a brand that stands for fun” wurde von über 50 Prozent mehr Probanden unterstützt als vorher.

2. Pepsi Next auf Buzzfeed

Pepsi Native

Mit “10 Beautiful Places In The World That Actually Exist” setzt diese Kampagne ähnlich der Mini-Strategie auf hochauflösende Fotos von surrealen Locations. Mit dem Kommentar “Just like Pepsi NEXT, you’ve got to taste it to believe it” hat sie knapp über eine Million Interaktionen seit 12. Mai 2012 ausgelöst. Sie ist somit also die älteste Native Ad in unserer Liste. Hier wirbt die Lebensmittelbranche und es gibt ebenfalls keine klare Verbindung zu Pepsi. Einerseits ist das die Stärke des Native Advertising, andererseits sieht das der dritte Platz ein wenig anders.

3. Harper Collins auf Buzzfeed

Harper Collins Native

“17 Problems Only Book Lovers Will Unterstand” landet mit rund 750, 000 Social Actions auf Platz drei. Seit dem 22. August 2013 steht die Ad im Netz, ist also noch relativ frisch dabei – die neuste der fünf. Sie wurde bis jetzt 91.000 mal auf Facebook geshared, wird also im neuen Jahr wahrscheinlich noch weiter steigen. Dass der US-Verlag gezielt Buchfanatiker anspricht, macht Sinn. Harper Collins sind die einzigen, die eine klare Verbindung zum Thema haben. Dabei punkten sie mit Humor.

4. Virgin Mobile auf Buzzfeed

Virgin Mobile Native

“20 People That Are Doing It Wrong” ist im Grunde genommen eine Sammlung altbekannter Gifs, die schon seit Ewigkeiten im Netz rumgeistern. Die Anzeige generierte über 708,000 soziale Interaktionen seit dem 22. Januar 2013. Auch Virgin Mobile setzt auf Humor. Mit Telekommunikation hat die Kampagne wenig zu tun. “Much Love – Virgin Mobile” zeigt die emotionale Komponente, auf die sie abzielt.

5. BlackBerry auf Cracked

blackberry native

BlackBerry veröffentliche “5 Real-Life Stories of Twins Creepier Than Any Horror Movie” am 18. Juli 2013 auf Cracked und schafft es somit als einziger Post ohne BuzzFeed in die Top 5. Mit fast 670.000 Interaktionen wirbt hier erneut ein Vertreter der Telekommunikations-Branche. Diesmal finden wir ein jedoch eine völlig neue Strategie vor. Die Advertiser machen sich zu Nutze, dass Horrorstories mit dem Internet eine große Verbreitung gefunden haben. In der Sammlung fassen sie unheimliche Fälle zusammen, die Zwillinge betreffen. Mit entsprechenden Fotos untermalt, wird daraus eine unterhaltsame Lektüre. Anders als bei den Posts auf BuzzFeed, bei denen in der ersten Zeile klar ist, dass der Beitrag gesponsert ist, findet sich bei Cracked nicht ein Verweis, der zu BlackBerry führt.

Das waren unsere Native Advertisement-Favoriten. Wie beurteilt ihr die Kampagnen? Macht Native Advertisement auch zukünftig Sinn?

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