SEO - Suchmaschinenoptimierung

Google beantwortet 7 offene SEO-Fragen zum Mobile-First Index

Haben Websites im Mobile-First Index Rankingvorteile gegenüber anderen? Wie hoch ist die Crawling-Frequenz? Dies und mehr klärt Google jetzt auf Twitter.

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Die Mobile-First Indexierung stiftet Verwirrung und sorgt für allerhand Unruhe in der Szene. Google hat das bemerkt und leistet auf Twitter nun Aufklärungsarbeit.

7 SEO-Fragen zur Mobile-First Indexierung von Google beantwortet

Auch in Deutschland ist die Überführung der Websites in den Mobile-First Index bereits im vollen Gange. Obwohl Google schon seit 2016 über die Veränderung spricht, stehen immer noch einige Fragen im Raum, besonders technischer Natur. Barry Schwartz macht auf Search Engine Land auf Tweets des Google Webmasters-Account aufmerksam, die häufige Fragen aufgreifen und beantworten. Wir haben im Folgenden die Aussagen der Suchmaschine zusammengefasst.

1. URLs in den SERPs

Google zieht zur Indexierung in den SERPs die mobile Version einer Website heran – soweit bekannt. Was aber, wenn eine Website verschiedene URLs für Desktop und für Mobile aufweist? Die Suchmaschine erklärt, dass in dem Fall Mobile-User die mobile URL und Desktop-User die Desktop-URL angezeigt bekommen. Der indexierte Content jedoch stammt bei beiden von der mobilen Seite.

2. Crawling-Frequenz

Die Anzahl der gecrawlten URLs pro Tag bleibt gleich, allerdings verändert sich das Verhältnis von Mobile und Desktop. Während zuvor überwiegend die URLs der Desktop-Version gecrawlt wurden, steht nun die mobile Variante im Fokus (dies meint also einen Umschwung von etwa 80:20 zu 20:80). In der Anfangszeit kann es allerdings zu einen erhöhten Frequenz kommen, wenn Google alles reindexiert.

3. Cache-Bug

Zurzeit kommt es bei vielen Websites, die schon nach dem Mobile-First-Prinzip indexiert werden, zu einem Fehler, wenn ein User versucht, die gecachte Version der Seite einzusehen. Entweder wird lediglich eine leere Seite angezeigt oder ein 404-Fehler ausgewiesen. Der Bug ist Google bekannt und es wird daran gearbeitet. Dabei handelt es sich um einen Schönheitsfehler und keinesfalls um etwas, das Einfluss auf das Ranking einer Seite hat.

4. Speed-Update

Im Juli kommt Googles Page Speed-Update, das die Ladezeit zum Rankingfaktor macht. Dieses Update hat jedoch nichts mit Mobile-First Indexierung zu tun. Es geht hier rein um die Geschwindigkeit beim Browsen.

5. Mobile Navigation

Hamburger-Menüs, also Navigationsleisten, die erst nach dem Klick auf ein Symbol erscheinen und insbesondere im mobilen Netz beliebt sind, werden von Google erkannt und nicht benachteiligt. Gleiches gilt für Accordions, also Menüs, in denen die Unterpunkte erst nach einem Klick auf die Hauptkategorie sichtbar werden.

6. Anforderungen an Websites

Googles Mobile-Friendliness ist keine Voraussetzung, um mobil indexiert zu werden. Eine Website braucht auch keine Responsive-Version, um im Ranking aufzutauchen. Allerdings stellt sich hier natürlich die Frage, an welcher Stelle sie in dem Fall rankt.

7. Kein Ranking-Vorteil

Die Überführung in den Mobile-Index hat nichts mit dem eigentlichen Ranking zu tun. Mobile-Friendliness bleibt wie bisher ein Rankingfaktor im mobilen Web, hat aber keine Auswirkungen auf das Desktop-Ranking.

Hier seht ihr ein Screencap der gesamten Statements:

Quelle: Google – Twitter

Am Ende weist Google noch auf einige eigens eingerichtete Info-Websites für den Mobile-First Index hin:

Weiterführende deutsche Lektüre findet ihr auch bei uns:

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien, Conversion Optimierung und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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