Social Media Marketing

So schöpfst du die Instagram-Suche für deinen Erfolg auf der Plattform aus

Wenn du ihren Umfang richtig zu nutzen weißt, kann die Explore-Seite auf Instagram deinem Account zu massivem Erfolg verhelfen.

© Fancycrave | Pexels

Instagram ist die Plattform der Wahl, wenn es um hohes Engagement und ansprechende Inhalte geht. Werden die relevanten Hashtags richtig eingesetzt und ist die Bildqualität hoch, ist auch der Erfolg nicht weit. Als eines der wenigen Social Networks verfügt Instagram mit der “Suchen & Erforschen”-Funktion (im folgenden Explore-Seite genannt) über ein mächtiges Feature, das bislang häufig unterschätzt wird, aber große Wirkung zeigen kann. Accounts, die auf der Explore-Seite der App gefeatured werden, verfügen über eine reichlich gesteigerte Reichweite und können neue Follower generieren. Wie du sie vollumfänglich nutzen kannst, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Was ist die Explore-Seite?

Im Explore Tab in der Instagram App (symbolisiert mit einem Lupensymbol) werden Fotos und Videos vorgestellt, die dir gefallen könnten und von Accounts gepostet wurden, denen du noch nicht folgst. Es handelt sich dabei also um Vorschläge, die auf deiner Nutzungshistorie basieren. Instagram selbst gibt an in der Sektion auch Inhalte vorzustellen, die sich generell einer hohen Beliebtheit erfreuen.

Instagram Suchen und Entdecken

Die Suchseite in der Instagram App zeigt dir Stories, Bilder und Videos, die auf deinen Interessen basieren. Neu sind die Stories Locations oben links, die Geotag Stories von Usern zeigen – in unserem Fall aus Hamburg.

Öffnest du die Suchleiste, findest du folgendes vor:

  • Empfehlungen & Kürzlich verwendet (hier werden etwa Interaktionen oder Suchen mit einbezogen)
  • User
  • Hashtags
  • Orte
Instagram Suchleiste

Über die verschiedenen Buttons lassen sich User, Tags oder Orte suchen.

Die Suchergebnisse basieren laut Instagram auf unterschiedlichen Faktoren, wie Personen, denen du folgst, Personen, mit denen du verbunden bist und darauf, welche Beiträge dir gefallen.

Mit einem Klick auf den Usernamen gelangst du auf sein Profil. Klickst du auf ein Hash- oder Locationtag, werden dir Fotos angezeigt, die den jeweiligen Tag verwenden. Die ersten neun Fotos sind dabei die beliebtesten (Top Posts), die darauf folgenden sind chronologisch angeordnet.

Die Top 9 Posts zu #Streetfood werden gefolgt von den neuesten Posts. In der prominenten Platzierung zu landen, ist das Ziel fast jeden Instagram Users.

Wie gelangen meine Inhalte auf die Explore-Seite?

Gelangst du mit deinen Beiträgen auf die Vorschlagsseite, kann das also einen guten Beitrag dazu leisten, deine Zielgruppe zu erweitern und die Interaktionen hochzutreiben. Im Folgenden nun einige Vorschläge, wie du bei deinen Beiträgen grundsätzlich vorgehen solltest, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, vorgeschlagen zu werden:

#1 Social Listening

Um ein grundsätzliches Gefühl dafür zu bekommen, welche Inhalte bei deiner Zielgruppe beliebt sind, folge deinen Followern und schau dir an, was sie posten und liken. So kannst du Beiträge erstellen, die sich einer hohen Beliebtheit erfreuen und aus der Masse herausstechen. Und denk daran: Erst wenn sie mit deinem Beitrag interagieren, hast du Chancen auf die Suchseite zu kommen.

Du kannst die Aktivitäten deiner Follower einsehen, indem du auf deine Benachrichtigungen tippst (Herzsymbol) und dort auf den Reiter “Abonniert”.

Aktivitäten deiner Follower

#2 Wähle gute Bildtitel

Eine gute Bildbeschreibung ist aus zwei Gründen wichtig.

  1. Wenn jemand deinen Beitrag auf der Explore-Seite anklickt, weiß er erst einmal nichts über dich. Ein aussagekräftiger Bildtitel soll verlocken, um weitere Aktionen folgen zu lassen. Du kannst etwa eine Frage stellen, Branded Hashtags promoten, einen Sale ankündigen oder Gutscheincodes bereitstellen, die Klicks auf deine Website fördern.
  2. CTAs fördern Engagement und das ist bekanntermaßen wichtig, um es überhaupt auf die Suchseite zu schaffen.

#3 Brands, User und Locations taggen

Die Taktik in den Fotos User und Unternehmen zu taggen, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Viele Unternehmen liken Beiträge, in denen sie verlinkt sind, da es im Grunde genommen ja nichts anderes als gute und günstige Werbung für sie ist. Und likt eine Brand mit Hunderttausenden oder Millionen Followern deinen Beitrag, wird dieser den Followern auf der Explore-Seite angezeigt.

Bilder taggen ist eine zunehmend beliebte Strategie, um große Accounts auf sich aufmerksam zu machen.

Aber Achtung: Markierst du zu viele User oder kleinere Unternehmen in deinen Beiträgen, wirkt das schnell spammig. Hier gilt es ein gutes Gleichgewicht zu finden, damit die getaggten Accounts dich nicht am Ende noch sperren – vermeintliche Spammer erfreuen sich bei Instagram einer sehr geringen Beliebtheit, worunter ihre Sichtbarkeit schnell leiden kann.

#4 Verzichte nicht auf Hashtags!

Du kannst von Hashtags halten, was du willst. Eine Untersuchung von Simply Measured hat gezeigt, dass das Engagement bei der Verwendung wenigstens eines Hashtags um 12,6 Prozent höher ist als bei Beiträgen, die ganz auf Hashtags verzichten. Ein weiteres Argument für Hashtags ist, dass User, die die gleichen Tags verwenden, Beiträge mit diesen in den Vorschlägen wahrscheinlicher angezeigt bekommen und dich so finden können.

Darüber hinaus hat TrackMaven herausgefunden, dass das Engagement bei der Verwendung von neun Hashtags am höchsten ist.

Das durchschnittliche Engagement ist laut der Untersuchung beim Einsatz von neun Hashtags am höchsten. © TrackMaven

Hier gilt es, sich auszuprobieren. Nichts spricht gegen die Verwendung der vollen 30 möglichen Tags. Du musst dabei bedenken, dass Hashtags auf Instagram dazu dienen, deine Reichweite zu erhöhen. Trotz alledem ist das Hashtag-Thema durchaus diskutabel, unter anderem weil Instagram inzwischen, wie weiter oben erwähnt, stärker gegen Spammer vorgeht. Nutzt du immer die gleichen Tags, kopierst du sie und fügst sie nicht händisch ein oder verwendest zensierte Tags, kann das als negatives Signal gewertet werden. Jedes Signal, das nach Automatisierung oder Spam riecht, könnte Instagram also ahnden. Im schlimmsten Fall kann dein Account mit einem Shadowban belegt werden, was im Grunde genommen bedeutet, dass deine Inhalte nur noch deinen eigenen Followern angezeigt werden, sie aber weder in der Suche noch auf den Hashtagseiten zu finden sind. Alles zum vermeintlichen Shadowban (den es laut Instagram offiziell gar nicht gibt, der aber von immer mehr Usern wahrgenommen wird) kannst du in unserem aufschlussreichen Artikel “Instagram Shadow Banning: Wenn dein Engagement plötzlich einbricht” lesen.

Hier musst du den für dich besten Weg durch ständiges Testen herausfinden.

#5 Ein gutes Timing ist wichtig

In den Suchergebnissen werden die Beiträge nach den neun Top Posts ja chronologisch angezeigt. Entsprechend empfiehlt Buffer eine Veröffentlichung der Beiträge, wenn der Großteil deiner Follower aktiv ist und sich durch die Hashtagseiten scrollt. In den Business Profilen kann man ganz einfach in den Analytics einsehen, wann dieser Zeitpunkt bei dir ist.

Wann die Follower aktiv sind, zeigen die Diagramme im Analyticsbereich nach Tagen oder Uhrzeit geordnet.

Allerdings solltest du bei dieser Strategie den Einsatz zu populärer Hashtags vermeiden. Denn diese weisen ein extrem hohes Volumen auf, dass deine Beiträge kaum gesehen werden können, bevor die nächsten im Sekundentakt schon wieder an deren Stelle rücken. Hier lohnt der Einsatz der Top Nischenhashtags für deine Branche. Wir empfehlen dabei ein Volumen zwischen einer fünf- bis sechsstelligen Zahl.

Das Hashtag pnwdiscovered hat ein Volumen von knapp 176.000 Beiträgen und würde sich gut eignen. Übrigens: Ganz oben siehst du bei “Ähnliche” Vorschläge verwandter Tags, die in diesem Zusammenhang ebenfalls häufig verwendet werden.

Pro-Tipp: Solltest du dir übrigens Fake Follower angelacht haben, um deinen Account künstlich aufzublähen, bringt dir dieser Tipp natürlich nichts. Dafür haben wir einen anderen für dich: Sieh besser zu, dass du die Fakes wieder los wirst, verzichte auf Drittanbieter-Apps und baue dir deinen Instagram Account organisch auf. Ein grundsätzliches Verständnis sozialer Medien und ihrer Funktionsweisen sollte bei deiner Arbeit ebenfalls vorhanden sein.

Wie kann ich die Explore-Seite für meine Hashtagsuche verwenden?

Dass Hashtags auf Instagram von großem Nutzen sein können, können wir gar nicht oft genug erwähnen. Dass du dabei aufgrund des schnellen Wachstums der Plattform eher auf Nischentags zurückgreifen solltest, hat sich bei dir nun hoffentlich auch eingebrannt. Hier noch ein schneller Tipp, wie du über die Hashtagsuche neue relevante Tags finden kannst: Suchst du etwa nach verwandten Tags zu Streetfood, gibst du den Begriff einfach in die Suche ein. Instagram zeigt dir dann ähnliche Tags und auch gleichzeitig die Anzahl an Beiträgen an. So kannst du die zu populären ausschließen und findest direkt brauchbare, die du in deinen Beitrag einbinden kannst.

Verwandte Vorschläge zu #Streetfood

Der Boost für deinen Erfolg

Die Explore-Seite auf Instagram hat es in sich und kann dir zu vielen Zwecken dienen. Nicht nur, dass du sie zu deiner eigenen Recherche nutzen kannst – landen deine Beiträge auf der Seite, werden sie einem extrem großen Publikum zugänglich gemacht. Die genannten Tipps sollten dich nun gut für deinen weiteren Erfolg auf Instagram wappnen und deinem Account den nötigen Boost verpassen, wenn du richtig vorgehst.

Da das Hashtag-Thema doch ein sehr vielschichtiges ist, möchten wir dir die Lektüre unseres Artikels “Für die perfekte Reichweite: Das sind die aktuellen Top Hashtags auf Instagram” nahelegen. Der Artikel gibt Aufschluss über die grundsätzliche Verwendung und führt auch für viele unterschiedliche Themen die derzeitigen aktuellen Tags auf, an denen du dich orientieren kannst.

Hast du noch offene Fragen oder Probleme auf Instagram? Dann schreibe gern einen Kommentar!


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Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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