Social Media Marketing

Instagram Bio: So erstellst du das perfekte Profil

Die Bio ist das Aushängeschild deiner Marke auf Instagram. Wie du sie optimal nutzt, zeigen wir in diesem Artikel.

© Phil Desforges - Unsplash

Instagram ist vor allem als Fotoplattform bekannt. Mit ästhetisch ansprechendem und aussagekräftigem Content drücken Unternehmen und Privatpersonen aus, wofür sie stehen. Doch nicht nur der visuelle Content, sondern auch die Worte in der Instagram Bio sind von höchster Relevanz. Über dem Content steht bei jedem Profil die Bio als Aushängeschild des Profils. Für den ersten Eindruck ist es also unerlässlich, die eigene Bio so effektiv wie möglich zu nutzen. Besonders in der Profilbeschreibung und in der Angabe eines externen Links liegt ein großes Potential, mehr Traffic auf die eigene Seite zu lenken, das oft nicht optimal ausgenutzt wird.

Die Spielregeln der verschiedenen Elemente

Zunächst sollte ein Blick darauf geworfen werden, wie jedes Instagram-Profil aufgebaut ist. Die verschiedenen Elemente haben alle ihre eigenen Regeln und sollten optimal genutzt werden.

Nutzername: Mit dem Nutzernamen wird das Profil angemeldet. Dieser muss einzigartig sein und darf keine Leer- und Sonderzeichen außer Punkten und (Unter-)Strichen beinhalten. Er steht ganz oben im Profil und ist das @-Handle, mit dem das Profil verlinkt werden kann.

Profilbild: Als Profilbild bietet es sich an, das Logo oder das eigene Foto einzustellen. Es sollte auf jeden Fall charakteristisch für dein Profil oder deine Marke sein.

Profilname: Im Gegensatz zum Nutzernamen muss der Profilname nicht einzigartig sein und darf Sonderzeichen enthalten. Mit 30 Zeichen hat der Profilinhaber die Chance, sich vorzustellen. Da Nutzer- und Profilname die einzigen Teile des Profils sind, die bei der Suche berücksichtigt werden, sollte genau überlegt werden, mit welchen Begriffen Instagram-Nutzer nach dem Profil suchen könnten. Diese können dann im Namen aufgegriffen werden.

Kategorie: Bei Businessprofilen ist es möglich, das Profil über Facebook einer Kategorie zuzuweisen. Diese erscheint unter dem Profilnamen und zeigt Besuchern des Profils auf einen Blick, um was es sich bei dem Profil handelt. Das spart Zeichen in der Profilbeschreibung. Die Kategorie wird allerdings nur in der mobilen Ansicht gezeigt.

Profilbeschreibung: In der Profilbeschreibung stehen dem Accountbetreiber 150 Zeichen zur Verfügung, um möglichst ausdrucksstark zu beschreiben, worum es sich bei dem Profil handelt. Tipps zur perfekten Profilbeschreibung findest zu weiter unten.

Externer Link: Instagram erlaubt nur einen externen Link in der Bio. Dementsprechend sollte gut überlegt werden, welche Verlinkung sich am meisten auszahlt. Auch zu diesem Punkt haben wir weiter unten ein paar Tipps für dich.

Standort: In den Standorteinstellungen kann die eigene Adresse angegeben werden. Diese geht nicht von der Zeichenanzahl der Beschreibung ab.

Kontaktdaten: E-Mail und Telefonnummer sollten zur einfacheren Kontaktaufnahme der User bereitgestellt werden.

Auf die Profilbeschreibung und den externen Link sollte ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Nachfolgend haben wir Tipps für beide aufgelistet, um das Meiste aus deinem Instagramprofil herauszuholen.

Die perfekte Profilbeschreibung:

Es gibt mehrere Möglichkeiten, was in der Profilbeschreibung aufgegriffen werden kann, um die zur Verfügung stehenden 150 Zeichen optimal zu nutzen.

1. Inhalt beschreiben:

Ist das Unternehmen schon bekannt, ist eine genaue Beschreibung meist nicht notwendig. Stattdessen sollten lieber Inhalte beschrieben werden. Bei einer bekannten Kameramarke könnte z.B. darauf verwiesen werden, dass es bei dem Profil um gute Fotografie geht und nicht um die Kameras an sich.

2. Beschreibung des Unternehmen:

Kleine noch unbekanntere Unternehmen hingegen sollten den Platz nutzen, um möglichst gut darzustellen, was sie tun und wofür sie stehen. Dabei empfiehlt es sich meistens, recht nüchtern und sachlich zu bleiben. Nur so kommen auch die relevanten Informationen beim Nutzer an.

ANNA Inspiring Jewellery ist ein gutes Beispiel für eine simple aber gute Profilbeschreibung. © anna_i_j – Instagram

3. Branded Hashtag

Einige Profile haben ihren eigenen Hashtag ins Leben gerufen oder versuchen gerade, ihn bekannt zu machen. Wenn das der Fall ist, sollte er auf jeden Fall in der Bio platziert werden. Auch für Hashtag-Kampagnen und um User Generated Content zu sammeln, eignen sich Hashtags, die an prominenter Stelle stehen, hervorragend.

Happy Socks promotet in der Bio den eigenen Hashtag. © happysocks – Instagram

4. Konkretes Angebot

Zu guter Letzt kann die Bio genutzt werden, um auf ein aktuelles Angebot, wie einen Workshop, Onlinekurs oder Gewinnspiel hinzuweisen. Hierfür bieten sich allerdings eher Aktionen an, die länger gelten, da die Beschreibung immer manuell aktualisiert werden muss.

In seiner Bio weist Tony Robbins auf sein demnächst stattfindendes Event hin. © tonyrobbins – Instagram

Formatierungstipps

Wer die Beschreibung auf dem mobilen Endgerät erstellen wollte, wird bemerkt haben, dass Zeilenumbrüche nicht funktionieren. Um die gewünschte Formatierung hinzukriegen, muss also ein PC verwendet werden. Eine zweite Möglichkeit ist es, die Beschreibung inklusive Umbrüche in einer Notiz-App zu formatieren und diese dann bei Instagram einzufügen.

Bleib deinem Unternehmen treu

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, auch in der Bio dem Tonfall des Unternehmens treu zu bleiben. Emojis oder andere Sonderzeichen lockern den Text auf und können helfen, die Aufmerksamkeit auf die richtigen Stellen zu lenken. Doch weder mit den bunten Bildchen noch mit Verlinkungen oder Hashtags sollte man es in seiner Profilbeschreibung übertreiben. Zu viele Emojis wirken schnell unseriös und Hashtags und Verlinkungen führen die Besucher eher weg vom Profil statt sie auf der Seite zu halten. Meist bietet es sich an die Bio mit einem Call-to-Action oder einem Verweis auf den externen Link zu enden.

Kaptenandson verwenden einige sorgfältig ausgewählte Emojis in ihrer Bio. © kaptenandson – Instagram

Nicht ganz Teil der Bio, aber für das Gesamtbild des Profils nicht zu verachten sind die speicherbaren Stories. Diese sogenannten Highlights sind unter der Bio und über den Posts zu finden und stellen eine wertvolle Möglichkeit dar, wichtigen Content für User gut sichtbar bereitzustellen.

Der Weg zu mehr Traffic: Dein Link in Bio

Da Instagram keine externen Links in Posts erlaubt, ist der eine Link in der Bio, den Instagram erlaubt, umso wichtiger. Gerade wenn das Ziel ist, mehr Traffic auf die eigene Seite zu lenken, kann der Link wertvolle Zuarbeit leisten. Vor allem weil jeder User weiß, wo der „Link in Bio“ zu finden ist, ist er eine wertvolle Hilfe, die unbedingt genutzt werden sollte. Dabei ist es natürlich möglich, einfach den Link zur eigenen Seite oder zum eigenen Onlineshop zu veröffentlichen, doch in einigen Fällen gibt es cleverere Optionen.

Zunächst sollte der Link zum Klicken einladen. Ein zu langer Link, aus dem nicht klar hervorgeht, wohin er führt, verführt nicht zum Klicken. Der Link sollte ein Verlangen in dem Nutzer wecken, das möglichst viele Besucher auf die eigene Seite führt. Um den Link ansprechend zu gestalten, kann er direkt im Linkziel in WordPress richtig betitelt werden. Auch bitly.com bietet sich zu diesem Zweck an.

Doch wohin soll der Link, den man einstellt, denn jetzt führen?

1. Business Goals definieren

Zunächst solltest du definieren, was dein Ziel ist. Willst du mehr Traffic auf deiner Seite generieren? Mehr Newsletter-Abonnenten gewinnen? Oder mehr Menschen auf dein Event aufmerksam machen? Davon abhängig sollte die Art deines Links sein.

2. Link optimieren

Obwohl Instagram nur einen externen Link erlaubt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese Richtlinie auszutricksen. Mit linktree oder Linkin.bio ist es möglich, via generierter Landing Page auf mehrere Seiten zu verweisen, ohne den Link je ändern zu müssen. linktree bietet sich dabei besonders für Profile an, die häufig unter ihrem Post auf ihren externen Link verweisen, der sich aber häufiger ändert. In der einen Woche war es ein Link zu einem Artikel, in der jetzigen zu einem Gewinnspiel. Wenn Follower nun alte Posts angucken und zu der Seite gelangen wollen, ist der Link schon weg. linktree erstellt eine Auflistung aller Links, so dass User schnell den richtigen finden können. Linkin.bio hingegen kopiert den Instagram Feed eines Profils und lässt hinter jedem Foto einen Link hinterlegen. So kann buzzfeedtasty z.B. zu all ihren Rezepten auf ihrer Website verlinken.

buzzfeedtasty verlinkt zu den eigenen Rezepten. © buzzfeedtasty – Instagram

3. Unbedingt überprüfen

Auf jeden Fall sollte nach der Einstellung des Links noch mal überprüft werden, ob dieser wirklich zu der Seite führt, auf der die Besucher landen sollen. Nichts frustriert einen interessierten Nutzer mehr als ein nicht funktionierender Link oder einer, der nicht dahin führt, wo er hinführen sollte.

Die Grundlage auf dem Weg zu mehr Reichweite

Wenn es darum geht, mehr Follower und auch mehr Reichweite zu bekommen, ist ein gut gepflegtes Instagram-Profil das A&O und dazu gehören eben nicht nur gut durchdachte Posts, sondern auch die perfekte Instagram Bio als Aushängeschild für deine Marke. Ob du gerade mit Instagram startest und von Anfang an ein ansehnliches Profil haben möchtest, oder du schon lange ein aktives Profil pflegst: unsere Tipps haben dir hoffentlich einige Anregungen gegeben und dich motiviert, deine Bio auf Vordermann zu bringen.

2 Gedanken zu „Instagram Bio: So erstellst du das perfekte Profil

    1. Niklas LewanczikNiklas Lewanczik

      Hallo J.,

      grundsätzlich ist gegen derlei Tools erst einmal nichts einzuwenden. Im Falle von Linktree als Tool werden jedoch die Daten in den USA gespeichert, wo das Unternehmen sitzt. Nach unserem Dafürhalten müsste das Unternehmen nun Mitglied im Privacy Shield der EU sein oder auf EU-Standarvertragsklauseln setzen. Beides ist nicht zu erkennen. Allerdings findet sich in der Privacy Policy des Unternehmens ein Hinweis auf die DSGVO:

      „If you are from the European Economic Area (EEA), Bolster Creative PTY LTD legal basis for collecting and using the personal information described in this Privacy Policy depends on the Personal Data we collect and the specific context in which we collect it.“

      Dort werden dann Fälle aufgezählt, die die Basis darstellen, etwa ein Vertrag, Legitimate Interest, bei Zahlungsvorgängen, etc.

      Damit kommt eine DSGVO-konforme Nutzung nur bei den passenden Voraussetzungen zustande.

      Beste Grüße

      Antworten

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