Social Media Marketing

How-to: So setzt du GIFs im Marketing gewinnbringend ein

GIFs gelten oft als zu albern oder zu hektisch, doch sie bieten auch eine Chance. Wir erklären, wie die Bewegtbilder fürs Marketing genutzt werden können.

© Vue

Wer denkt, dass die kleinen lustigen Bewegtbilder nur in Foren oder Facebook-Kommentare gehören, irrt sich gewaltig. Seit 1984 existieren GIFs und entwickeln sich in ihren Anwendungsbereichen weiter. Sie geben den Empfängern mehr zu sehen und mehr Interaktionen als ein Bild, machen weniger Arbeit und kosten zudem weniger als ein selbst produziertes Video. Das macht sie zu einem genialen Tool, um Kundenbindung zu betreiben.

Wieso sind GIFs relevant?

GIFs gibt es schon ewig, doch die Einbindung auf Social Media und im E-Mail-Marketing macht sie für Marketer interessant. Schon lange sind sie weg vom Image des Tumblr-Beitrages eines Jugendlichen. Mittlerweile geschieht viel Kommunikation im Netz über den Austausch von Bildern; und Memes sind nicht die einzigen Inhalte, die gern geteilt werden. Oft ergibt sich auf Social Media eine wahre GIF-Schlacht. Dabei versucht der Antwortende den Vorredner zu übertrumpfen und das witzigere GIF zu finden, bzw. zu erstellen. Unternehmen, die sich hier gekonnt einklinken und ihre eigenen GIFs posten, können so eine wertvolle Beziehung zu ihren Kunden aufbauen und dadurch teilweise sogar ihre Conversions verbessern.

Hier findest du GIFs:

Reddit bietet einige gute Subreddits:

Und obwohl die vor- und zurückspulenden Videos an sich nicht direkt als GIFs zählen, sollten sie in dieser Aufzählung trotzdem Erwähnung finden:

Wie kann dein Business GIFs nutzen?

GIFs können in E-Mails oder Blogposts und natürlich auf Social Media eingesetzt werden. Hierbei sollte besonders darauf geachtet werden, dass die GIFs qualitativ hochwertig und etwas Besonderes sind, denn mittlerweile stechen die Bewegtbilder nicht mehr so sehr heraus, wie sie es zu Beginn taten. Oft genug werden z.B. Newsletter von genervten Empfängern weggeklickt, weil zu bunte oder unpassende GIFs eingefügt sind. Der Mock-Up Social Media Post von Vue ist dabei ein gutes Beispiel, wie Unternehmen es im Newsfeed mit einem besonderen GIF schaffen können, herauszustechen.

Vue GIF 1

© Vue

Ein GIF dieser Art ist natürlich mit einiger Arbeit verbunden. Niemand muss direkt am Anfang eigene kreative GIFs erstellen, genau dafür gibt es ja die oben aufgeführten GIF-Sammlungen. Um mit dem Format erst einmal vertrauter zu werden, kann beispielsweise zunächst nur auf Facebook und Twitter in Kommentaren mit GIFs reagiert werden. Ganz simpel wäre dabei ein „Danke“-GIF als Antwort auf eine positive Rückmeldung. Durch einen Austausch mit Kunden und Followern auf diesem Level wird die Kommunikation eher wie zwischen Freunden wirken und sie so viel persönlicher und direkter machen. Indem Unternehmen gerade trendende GIFs nutzen, zeigen sie, dass sie up-to-date sind und wissen, was in der Medienwelt derzeit passiert. Dabei ist es okay, sich auch mal nicht so ernst zu nehmen. So schickte Google einst als offizielle Antwort auf die Frage, ob die Gerüchte stimmen, dass YouTube seinen Livestreaming Service relauncht, an einen Daily Dot Reporter dieses GIF:


via GIPHY

GIFs bieten viele Möglichkeiten

Auch sonst schnell langweilig wirkende Informationen oder Anleitungen können durch GIFs lebendig wirken – eben durch ihr deutlich anschaulicheres Format. Ein How-to, das in wenigen Schritten erklärt ist, kann oft in Bildern deutlich schneller verständlich und meistens auch visuell ansprechender dargestellt werden.

Viele Unternehmen nutzen GIFs beispielsweise in Newslettern, um ihr neuestes Produkt anzuteasern oder zu präsentieren. Aber auch die Möglichkeit, eigene GIF Sticker zu erstellen, die Instagram-Nutzer in ihren Stories verwenden können, ist eine gute Option, um die eigene Marke bekannter zu machen. In einem weiteren Artikel zeigen wir, wie du selbst GIF Sticker erstellst, und liefern ein erfolgreiches Beispiel von der Brooklyn Soap Company.

Die genutzten GIFs müssen zwar zum Ton und grundsätzlich zu dem, wofür die Marke steht, passen, doch Anlässe, ein GIF einzubauen, finden sich überall. Solange die Umsetzung gut ist, passen auch Paarungen von Elementen zusammen, die man nicht unbedingt miteinander verbinden würde. Wie in dem folgenden Beispiel von YO! Sushi, das anlässlich des National Video Game Day einen kleinen Sushi-Pacman zum Leben erweckte.

Die Vorteile von GIFs

GIFs sind tonlos und bringen den Empfänger nicht in die gleiche, unangenehme Situation wie einige Videos, die von selbst anfangen zu laufen und das Büro beschallen. Dadurch, dass sie nur wenige Sekunden lang sind, passen sie gut in die kurze Aufmerksamkeitsspanne, die wir uns mittlerweile online angewöhnt haben. Der Produktionsaufwand ist meistens gering und das Format lässt sich mittlerweile überall einsetzen: Auf Blogs, im E-Mail-Marketing, auf Facebook, Twitter oder WhatsApp. Einige Unternehmen nutzen das Format sogar für Out-Of-Home-Kampagnen.

Do’s and Don’ts

Auch wenn du jetzt begeistert an der Tastatur sitzt und dir schnell das beste GIF für deinen Newsletter aussuchen möchtest, sollte immer darauf geachtet werden, nicht zu übertreiben. Das GIF muss immer noch zum Inhalt und Kontext des Beitrags oder deiner Seite passen. Außerdem muss, wie auch bei Bildmaterialien, die dir nicht gehören, bei GIFs die Quelle angegeben werden. Und ganz wichtig: Ein GIF spielt erst ab, wenn es vollständig geladen ist und kaum ein Nutzer wird mehr als wenige Sekunden warten bis das GIF zu sehen ist. Deswegen gilt es besonders in E-Mails die zugelassene Dateigröße zu beachten. Auch das Vorschaubild sollte immer bewusst ausgesucht werden, da GIFs in einigen Formaten erst nach dem Anklicken abgespielt werden.

GIFs sind auf jeden Fall einen Versuch wert und können als Format mit Beherzigung unserer Tipps Teil der erfolgreichen Marketingstrategie eines Unternehmens werden.

Boohoo Email GIF 2

Dezent, zur Marke passend und doch ein Eyecatcher. © bohoo

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