Conversion Optimierung

Einfach gewinnt – Mit höherem Engagement zu mehr Conversions

Es gibt eine klare Vorgabe für Webdesigner, wenn es um das Stärken von Engagement auf der Seite geht: Keep It Simple. 5 Tipps, wie das gelingt.

© Unsplash / Charlotte Coneybeer, CC0

Hohes Engagement auf deiner Website ist der erste Weg zu mehr Conversions. Dafür ist Einfachheit auf der Seite für den User unabdingbar. Nadav Dakner erörtert für Kissmetrics einige Vorschläge, wie das gelingen kann, die wir für euch im Folgenden zusammenfassen möchten.

Fünf Grundlagen auf dem Weg zur Monetarisierung

Eine Website muss Aufmerksamkeit erregen und gleichzeitig simpel gestaltet sein. Schon da Vinci betonte die Relevanz von Einfachheit – für die Optimierung von Engagement gilt dieses Prinzip besonders. Nur mit einem aktiven und zufriedenen Publikum lassen sich Visits in Conversions umwandeln. Dabei müssen fünf Faktoren auf der Website einem einfachen Ablauf folgen:

  • Das „Scannen“ der Seite
  • Die Interaktion
  • Das Laden der Seite
  • Das Teilen der Seite
  • Die Monetarisierung

Das Engagement der User hängt vor allem am Content und wie dieser dargestellt wird. Wie aber wird er wahrgenommen?

Wir lesen nicht, wir „scannen“

Es ist wichtig, den ersten Eindruck einer Website nicht durch unübersichtliche Texte bestimmen zu lassen. Auflockernde Elemente wie Bilder, Infografiken oder Textabschnitte mit Bullet Points sind nötig, um die Aufmerksamkeit zu bekommen und den Besucher interessiert zu halten. Es stellt sich zudem heraus, wie die Nielsen Norman Group ermittelte, dass wir im Web kaum ganze Texte lesen. Das Verhalten von Usern lässt sich eher als „Scannen“ bezeichnen. Mit einer F-Form wird dies beschrieben, das heißt, dass meist zwei vertikale Linien und dann eine horizontale unser Lesen ausmachen. Daher sollte in den ersten beiden Absätzen alles Relevante einer Website schon vorhanden sein oder darauf verwiesen werden.

© Nielsen Norman Group

Heatmap: Leseverhalten bei einer Produktseite auf einer E-Commerce-Website, © Nielsen Norman Group

Interaktion fördert Engagement

Mit interaktiven Elementen lässt sich die Bindung eines Users zur Website stark ausprägen. Dazu gibt es die Möglichkeiten, Abstimmungen oder ein simples Quiz einzubauen. Playbuzz ist beispielsweise so ein Tool, das solche Elemente bereitstellt und von Dakner empfohlen wird.

Quelle: publishers.playbuzz.com

Quelle: publishers.playbuzz.com

Die einfachste Art der Interaktion ist jedoch diejenige, welche über Chats sozialer Netzwerke verläuft. Daher sollten auf den Seiten immerzu Möglichkeiten vorhanden sein, um direkt auf Facebook, Skype usw. in Kontakt treten zu können. Vor allem in Zeiten, in denen der User von verschiedenen Geräten auf Seiten zugreift, ist in diesem Fall eine einfache Handhabe das A und O.

Schnelles Laden hält Besucher

Ebenso wichtig für den modernen User, der viel Zeit im Netz verbringt, sind kurze Ladezeiten. Kissmetrics gibt in einer Infografik an, dass 40 Prozent der User eine Website, die länger als 3 Sekunden zum Laden braucht, nicht weiter besuchen. Die Bounce Rates steigern sich bei einer 4-sekündigen Verzögerung um 25 Prozent. Und letztlich geben 52 Prozent der Online-Shopper an, dass kurze Ladezeiten für ihre Loyalität zu einer Seite relevant sind.

Um die Ladezeiten kurz zu halten, können beispielsweise die Bildgrößen minimiert werden. Accelerated Mobile Pages von Google helfen auch dabei, die Ladezeiten für Mobile-Aufrufe zu minimieren.

Engagement durch Shares

Wird eine Website geteilt, werden auch automatisch mehr potentielle Besucher angesprochen. So lässt sich erhöhtes Engagement ebenfalls generieren; vorausgesetzt, die Einfachheit der Website überzeugt die neu gewonnenen Besucher. Um aber schon das Teilen der Inhalte oder der Seite möglichst simpel zu gestalten, bietet sich ein gut sichtbarer Button auf der Website an.

Es existieren viele verschiedene Tools und Plugins, um diese in deine Website einzubinden. Mit einfachem Teilen werden auch mehr Leute erreicht, die diese Option erneut wahrnehmen können. Ein guter Kreislauf.

Monetarisierung von gelungenem Content

Wenn die vorangegangenen Punkte berücksichtigt wurden und eine Website simpel aufgebaut ist, dann ist das für den User und den Webdesigner toll. Aber das Ziel ist nach wie vor die Monetarisierung. Für mögliche direkte Conversions gelten natürlich die gleichem Maßstäbe wie für den Content selbst. Der Weg dorthin muss leicht zu finden und die eigentliche Conversion ebenso einfach durchzuführen sein.

Andere Wege sind natürlich Werbeanzeigen neben dem websiteeigenen Content. Dabei speist sich in diesem Fall die Einfachheit der Monetarisierung aus dem Empfinden des Nutzers. Das heißt, wenn er nicht genervt wird oder von der Werbung gar positiv angesprochen wird, ist das ein doppelter Erfolg. So wird der User die Website weiter besuchen, eventuell teilen und die Werbeeinkünfte für die Website hätten auch keine große Schattenseite. Wichtig ist demnach die Verknüpfung von Content und Ads in einem ausgewogenen Verhältnis.

Zeit ist Geld

Wenn es der Website gelingt, dem Nutzer eine simple und schnell zugängliche Experience zu ermöglichen, sind auch die Chancen auf Einkünfte höher. Das, was der User an Zeit spart, investiert er bei den richtigen Voraussetzungen in Engagement. Und darüber lassen sich Conversions maximieren. Welchen psychologischen Einfluss das Design deiner Website auf den User haben kann, zeigt ein weiterer unserer Artikel.

Letzten Endes gilt: Keep It Simple und der User wird es dir danken. Es sollte dennoch nicht außer Acht gelassen werden, dass jeder User unterschiedlich ist. Er liest und denkt unterschiedlich; deshalb ist Variation und manchmal auch Mut in der Gestaltung deiner Website ein wichtiger Faktor. Bei den Basics sollte aber die Einfachheit im Vordergrund stehen, um flächendeckend größeres Engagement zu erzielen.

Quelle: KISSmetrics Blog 

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