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Psychologie des Designs: So gestaltest du deine Website verlockender

Das Design einer Website wirkt sich stark auf den User aus. Mit diesen 5 Empfehlungen kannst du das Engagement auf deiner Seite intensivieren.

© Unsplash, RhondaK Native Florida Folk Artist, CC0

© Unsplash, RhondaK Native Florida Folk Artist, CC0

Um das Engagement auf ihrer Website zu stärken, müssen Seitenbetreiber besonders auf das Design achten: Die psychologischen Wirkungen lassen sich ermessen und somit optimieren.

Von Farben und Formen – welche Bereiche du attraktiver gestalten kannst

Neil Patel gibt auf seiner Website Anregungen zum Besten, auf welche Weise eine Webpräsenz hinsichtlich der visuellen Aufbereitung verbessert werden kann. Solche Korrekturen können die unterbewusste Wahrnehmung der Besucher merklich positiv beeinflussen. Dabei ist der durchaus auch relevanten Ästhetik der Seite die Funktionalität übergeordnet, um erhöhte Bounce Rates zu vermeiden. Patel nennt explizit fünf Bereiche, bei denen Designer ansetzen kann, damit die Seite für den User interessant wird und bleibt:

  • Farbpsychologie nutzen
  • Symmetrie und Asymmetrie einsetzen
  • intuitive Reaktionen fördern
  • Auswahloptionen einschränken
  • persönliche Bindung zum User aufbauen

Farben als Emotionsträger im Design

Colorcom berichtet, dass eine unterbewusste Bewertung visueller Eindrücke innerhalb von 90 Sekunden vonstatten geht und zwischen 62 und 90 Prozent dieser Bewertungen farbbezogen sind. Die Relevanz von Farben für das Design ist also unbestritten. Sie spielt eine Rolle für den wichtigen ersten Eindruck und kann unterschiedlichste Emotionen vermitteln (Details dazu findet ihr in unserem Beitrag zur Farbpsychologie).

Auch der Wiedererkennungswert von Unternehmen ist an die Farbgebung gekoppelt. Dennoch gibt es nicht die Farbe, die positiv belegte unterbewusste Bewertungen verspricht. Allerdings muss eine gewählte Farbe oder Farbkombination für einen langanhaltenden Eindruck konstant bleiben. Und die gängigsten Farbschemata lassen sich benennen.

Das unverwechselbare Rot von CocaCola © Flickr / Mike Mozart, CC BY 2.0

Das unverwechselbare Rot von Coca-Cola, © Flickr / Mike Mozart , CC BY 2.0

Aufmerksamkeit durch Asymmetrie

Zur Sicherstellung der Benutzerfreundlichkeit auf deiner Website solltest du symmetrische Formen nutzen, um Inhalte verständlich zu machen. Doch eine gezielt eingebaute Asymmetrie zieht automatisch den Blick des Users auf sich. So können besonders wichtige Elemente der Seite in den Fokus gerückt werden. Auf diese Weise werden unter Umständen auch intuitive Reaktionen der Besucher forciert.

Intuitive Reaktionen durch passendes Design

User werden von Websites visuell angesprochen, sodass die dadurch hervorgerufenen Emotionen und Gefühle von Bedeutung sind. Deshalb spielt ein sehr gut abgestimmtes Design eine entscheidende Rolle für resultierende intuitive Reaktionen von Usern. Ein Design sollte durch zueinander passende Farben, Schrifttypen und Formen das eigene Unternehmen ebenso repräsentieren, wie es den Besucher und seine Wünsche ansprechen möchte.

Die farbintensiven Bilder bei Airbnb.com mit schlichtem Schriftzug und schlichter Form werden als positives Beispiel angeführt, um den Besucher – in Kombination mit wenigen Worten – für sich einzunehmen. Für mutigere Designer gibt es immer auch die Option eine intuitive Reaktion durch sehr außergewöhnliche Features auf der Seite zu provozieren, wie z.B. auffällige Buttons.

Einnehmende Designkomposition, Quelle: Airbnb.com

Einnehmende Designkomposition, Quelle: Airbnb.com

Weniger ist mehr – Benutzerfreundlichkeit dank einfacher Ansicht

Während Emotion und Intuition für das Webdesign eindeutig Gewicht besitzen, ist doch die Benutzerfreundlichkeit immer im Auge zu behalten. Gerade, um Bounce Rates zu verringern, ist es wichtig, die dem User präsentierten Auswahlmöglichkeiten einzuschränken. Weniger zum Abwägen zwingende Optionen bewirken nach Hick’s Law auch eine schnellere Reaktion – und fördern damit das Engagement auf der Seite. Clickbare Elemente sollten eher gestaffelt und übersichtlich angelegt werden, sodass das Design simpel ist, aber zielführend wirkt.

Hick's Law Quelle: blog.usabilla.com

Hick’s Law, Quelle: blog.usabilla.com

Die Bindung zum User durch Design aufbauen

Es gibt sehr viele Mittel und Wege, eine Bindung des Users zur Website aufzubauen. Das Design ist dabei zwangsläufig von Relevanz. Um ein usernahes Design zu schaffen, eignen sich auch eine Umfrage oder ein Test in dieser Gruppe, wie er beispielsweise für die Reviewplattform Yelp durchgeführt wurde, nachzulesen bei Uxpin. Ein weiteres Mittel zum Optimieren der Bindung ist das Storytelling, das das Unternehmen zunächst hinter einer nutzerorientierten Geschichte verbirgt. Trends des Storytelling sowie Tipps zum Usabiliity fördernden Design finden sich bereits in unseren früheren Beiträgen.

Die Benutzerfreundlichkeit muss dem Design folgen

Das A und O für den guten Eindruck einer Website ist ein stimmiges Design mit passender Farbgebung, Aufmerksamkeit heischenden Akzenten und spürbarer Nähe zum User. Für geringe Bounce Rates, lange Verweildauer und Reaktionen muss jedoch die Benutzerfreundlichkeit im Zuge einer Designoptimierung stets gewährleistet sein. Hier gilt: einfach und übersichtlich.

Ein Patentrezept für erfolgreiche Websites kann es nicht geben, doch das Beachten psychologischer Wirkungsmuster von Designentscheidungen kann helfen, das Engagement auf deiner Website zu steigern.

Quelle: Neil Patel

5 Gedanken zu „Psychologie des Designs: So gestaltest du deine Website verlockender

  1. Eva Grasbeinter

    Letzen Kommentar stimme ich gerne zu. Bevor es an Kategorien wie Psychologie geht, sollten erst mal die Basics abgeklärt und die Frage gestellt sein; was hat Blocksatz auf Webauftritten zu suchen?

    Antworten
    1. Tina BauerTina Bauer

      Hi Eva,

      Text ist jetzt linkbündig – besser?

      Darf ich auch dich fragen, welches Gerät du benutzt?

      Schönen Gruß,
      Tina

      Antworten
  2. Charades

    Dezenter Hinweis am Rande: Die Lesbarkeit dieses Artikels auf dem Smartphone ist eine Plage! Vielleicht wäre da mal eine Optimierung des Blocksatz angebracht. ;)

    Antworten
    1. Tina BauerTina Bauer

      Hallo Charades,

      Wir haben den Text jetzt mal auf linksbündig eingestellt. Ist es nun besser lesbar? Darf ich fragen, mit was für einem mobilen Gerät du unsere Seite aufrufst?

      Viele Grüße,
      Tina

      Antworten

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