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E-Mail Marketing Trends 2017: Von Automatisierung bis Personalisierung

Für E-Mail Marketer steht Automatisierung im Fokus, während die kreative Personalisierung das große Ziel bleibt.

© Flickr / Daria Nepriakhina, CC0 1.0

Die E-Mail Marketer sehen für dieses Jahr großes Potential in der Automatisierung. Damit soll das Mailing personalisierter, bestens getimed und für Targeting fruchtbar werden. Was Marketer zudem für wichtig erachten, zeigt der Email Marketing Industry Census 2017.

Automatisierung wichtiger als User-freundliches Interface beim E-Mail Provider

Der von Econsultancy und Adestra vorgelegte Bericht offenbart zunächst, worauf Marketer bei der Plattform eines E-Mail Providers am meisten Wert legen. Für zwei Drittel ist die Möglichkeit zur Automatisierung des Marketing dabei das A und O. Damit liegt dieses Attribut vor einem nutzerfreundlichen Interface, das für 60 Prozent Priorität hat.

2016 waren es noch 62 Prozent, die mit der Implementierung von automatisiertem E-Mail Marketing sehr oder zumindest recht erfolgreich gewesen sind. Allerdings ist diese Prozentzahl in diesem Jahr bereits auf 67 gestiegen; und dürfte einen Trend anzeigen.

Doch unabhängig von diesen Werten gibt der Bericht, bei dem 1.200 Marketer befragt wurden, auch Aufschluss über die Optimierungen, die für das Mailing an sich vorgesehen sind oder als zentral erachtet werden.

Personalisierung und der Einbau dynamischer Elemente sind das Ziel

Dass die Personalisierung das Gebiet ist, auf das sich die meisten Marketer (30 Prozent) 2017 konzentrieren möchten, überrascht nicht. Denn die Trends verschiedenster Marketing Bereiche gehen hin zu persönlicher Ansprache. Der User reagiert immer weniger auf Angebote, die für alle zugänglich sind.

Die Frage nach den Mitteln zur Innovation beantwortet das Gros der Befragten wie im Vorjahr mit einer kreativeren Ausnutzung von Verhaltens-Triggern (58 Prozent). Doch angesichts der digitalen Reduktion von Text zugunsten von Bild und Video Content ist auch der Einbau dynamischer Elemente wie GIFs oder tickenden Countdown-Uhren, etwa bei einem Angebot, für knapp die Hälfte der Marketer relevant.

E-Mail Innovation nach Marketern 2017, © Econsultancy

Die Grafik zeigt jedoch auch, dass der Einsatz von Artificial Intelligence, der bei vielen Apps und Features von Websites inzwischen zum Tragen kommt, noch nicht im Vordergrund steht (17 Prozent).

AI könnte die Personalisierung im E-Mail Marketing unterstützen

Während also nur wenige Marketer beim Mailing auf den Einsatz von AI-Elementen bauen, ist genau dieser vielleicht der Schlüssel zur angestrebten verbesserten Personalisierung. Denn gut die Hälfte der Befragten glaubt, die Sendezeiten könnten so optimiert werden. Und immerhin 43 Prozent gehen davon aus, dass AI auch die CTAs fördern würde.

Wie AI das E-Mail Marketing optimieren kann, © Econsultancy

Die wahre Innovation könnte demnach hinter dem Einsatz von Videos und der Implementierung von Automatisierung liegen. Doch die Aussichten sind noch eher fern. Da E-Mail Marketer für AI-zentrierte Features eine Menge persönlicher Daten benötigen, die aufgrund von Datenschutz nur schwer zu konzentrieren sind, wird eine so geartete Mailing Kampagne vorerst selten zu verwirklichen sein. Das meint Econsultancy in den Ausführungen zum Bericht.

Letztlich müssen die E-Mail Marketer verschiedene Bälle jonglieren. Dabei wird ihr Einfluss oft falsch eingeschätzt. Denn es existiert eine deutliche Kluft zwischen Sales (22 Prozent) und Marketing Budget (15 Prozent) in Bezug auf E-Mail Marketing. Monica Savut, Chefin der Research-Abteilung bei Econsultancy, fasst zusammen:

Email continues to be one of the most effective marketing channels and it’s encouraging to see that marketers are looking beyond standalone campaigns by embracing marketing automation and personalisation.

Nichtsdestotrotz meint Henry Hyder-Smith, CEO bei Adestra, Marketer sähen noch nicht das große Ganze. Künftig müssten Prämissen wie Automatisierung, Personalisierung etc. vielmehr zusammengedacht werden. Erst dann könne man die Möglichkeiten vorhandener Technologie völlig ausschöpfen. Dann könne man eine UX schaffen, die persönlich und erfolgreich ist, in dem Sinne, dass sie Engagement und Conversions fördert.

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