Suchmaschinenmarketing

Der Google-Jahresrückblick aus SEO-Perspektive: Hummingbird, Panda & Co.

Google Updates – der Fluch und Segen für SEO. Höchste Zeit für einen Rückblick und eine kleine Vorschau für das nächste Jahr zu geben.

Google Jahresrückblick

(c) Mike Johnston, Alan Vernon / Flickr

Nach dem ereignisreichen Jahr 2012 machte sich Google Jahr daran, seine Technologie auszubauen und die Updates zu verbessern. Gespannt blicken wir dem nicht mehr allzu fernen neuen Jahr entgegen. In unserer Übersicht, angelehnt an einen Beitrag von Dave Davies bei SearchEngineWatch, bekommt ihr eine Zusammenfassung von (fast) drei Jahren Google-Entwicklungen.

Googles Updates 2012:

Erwähnenswerte Neuerungen in Bezug auf den Algorithmus: 

Panda: Insgesamt 15 Updates, die Seiten mit wenig Inhalt und niedriger Qualität bestraften.
Penguin: Drei Änderungen in Bezug auf  Webseiten, bei denen die SEO übers Ziel hinausgeschossen ist.
Above the Fold: Inhalt-Werbe-Verhältnis im sichtbaren Bereich wurde relevant.
Knowledge Graph: Google verknüpfte Suchanfragen mit Personen und Dingen aus der Realität (Info-Box auf der rechten Seite der Suche).
Exact Match Domains: Das Projekt, minderwertige Keyword-Domains zu filtern, wurde eingestellt.

Sonstiges:

Link Warnings: Wochenlang wurden etliche “unnatural Link” Warnungen verschickt.
Project Glass: Googles Datenbrille der Zukunft wurde in die Wege geleitet.
Motorola: Motorola Mobility wurde von Google übernommen.
Negative SEO: Der Algorithmus wurde überlistet und Webseiten rutschten als Spam in dem Ranking herab.
Disavow: Mit dem Tool konnten fragwürdige Links entwertet werden.

Das waren die Änderungen, mit denen Google in das Jahr 2013 ging und mit denen die Entwickler die Grundlage für weitere Verbesserungen bereiteten.

Googles Updates 2013:

Google Updates 2013

Rückblickend kann man sagen, dass Google nach den drastischen Änderungen 2012 daran gefeilt hat, eben diese Updates zu perfektionieren – auch, weil viele “unschuldige” Seiten darunter zu leiden hatten. Durch das umfassende Hummingbird Update ist deutlich geworden: Hinter der verbesserten Sprachsteuerung und dem Knowledge Graph steckt der Wille, von der Digitalität in die Realität zu schreiten. Außerdem steht Qualität für Google an erster Stelle – hochwertiger Content wird vom Such-Algorithmus immer mehr belohnt. Die technologischen Schritte dabei scheinen soweit gemacht, denn die Eingriffe, die den Algorithmus betrafen, waren präzise und trafen ausgewählte Webseiten. Der Abschied von Keyword Data lenkt das Augenmerk der Online-Marketer wieder auf Traffic und Conversions, anstatt auf die Keywords zu vertrauen.

Ein Blick in die Zukunft: Google 2014

Davies ist davon überzeugt, dass Google zwei Baustellen weiter verfolgen wird. Die Entwickler werden sich auf mobile Advertisement und Technologie konzentrieren. Die Werbemöglichkeiten auf Smartphones und Tablets lassen die der Desktop-PCs alt aussehen. Smart Devices sind mittlerweile dermaßen in den Alltag integriert und liefern durch permanente Internetverbindungen haufenweise verwertbare Daten, die das Targeting erleichtern, sodass Google dort einfach investieren muss. Man sollte nicht vergessen, dass Google neben seiner Suchmaschine die Mehrheit der Betriebssysteme für Smart Devices bereitstellt. Eine stärkere Individualisierung der Geräte ist ebenso wahrscheinlich wie die Verknüpfung aller internetfähigen Techniken. AdWords ist ebenfalls ein Bereich, den Marketer im Auge behalten sollten.

Interessant bleibt auch, welche technologischen Änderungen auf uns zukommen werden. Google wird sich da sicher etwas einfallen lassen. Es kursieren Gerüchte, dass eine Console geplant ist. Der Ankauf diverser Firmen, die sich auf Robotertechnologie spezialisiert haben, lässt einiges vermuten. Davies glaubt, dass Nutzer in ihrer Freizeit anvisiert werden – also im Bereich Unterhaltung, wie Gaming oder TV. Seine Vision ist während einer Partie Fallout seiner Console zurufen zu können: “Google! Eine Salami-Pizza bestellen!” ohne den Spielfluss zu unterbrechen. In der Welt des Gamings haben sich Werbemaßnahmen ja bereits eingeschlichen. Ein verbessertes Spielerlebnis, das auf Advertising fußt, ist daher nicht mehr als Vision abzutun. Allerdings hat Google dafür gerade erst die Weichen gestellt. Ob das im nächsten Jahr schon realisiert wird, bleibt abzuwarten.

Die Tipps von Davies für den SEO-Bereich lauten: Beim Content auf Qualität achten, den mobile-Aspekt nicht vergessen und Besucherzahlen im Blick behalten. Denn darum geht es Google letzten Endes wie allen anderen auch – ohne Besucher kein Umsatz.

via SearchEngineWatch

Ein Gedanke zu „Der Google-Jahresrückblick aus SEO-Perspektive: Hummingbird, Panda & Co.

  1. Benjamin

    Schön kompakt zusammengefasst. Euch allen an wünsche ich an dieser Stelle eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch in ein hoffentlich erfolgreiches neues Jahr.

    Beste Grüße
    Benjamin

    Antworten

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