Conversion Optimierung

Call-to-Action: Die Psychologie hinter dem Klick

Call-to-Actions sind ein beliebtes Mittel zur direkten Handlungsaufforderung von Usern. Um höhere Conversion Rates zu erzielen, müssen die richtige Farbwahl getroffen werden und Form sowie Platzierung wohl überlegt sein.

© Flickr / Sean MacEntee, CC BY 2.0

Der Call-to-Action ist eine Handlungsaufforderung, die potentielle Kunden zu einer bestimmten Aktion veranlassen soll. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der CTA häufig möglichst auffällig und einladend gestaltet. Doch ist das nicht alleiniger Grund für die Attraktivität, die CTAs auf User ausüben.

CTAs mit unwiderstehlicher Anziehungskraft

© Quicksprout.com

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Für ihre Kampagnen bedienen Marketer sich seit jeher psychologischer Elemente, gleiches gilt für den Entwurf klickstarker Call-to-Actions. Cynthia Price hat auf Entrepreneur beschrieben, woran es liegt, dass manche CTAs eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf uns ausüben.

Die Farbwahl

© Kissmetrics.com

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Die Farbe ist grundsätzlich gar nicht so wichtig. Sie sollte sich nur von den genutzten Tönen deiner Website unterscheiden und sich hervorheben. KISSmetrics macht es vor: Während das Pop Up schlicht gehalten ist, sticht der blaue CTA hervor und lädt zum Klicken ein. Auch wenn es keine große Rolle spielt, kannst du natürlich eine Farbe nach deinem Geschmack wählen oder bei einem Ausflug in die Farbpsychologie einen Ton auswählen, der eine bestimmte Stimmung widerspiegelt.

Die Aufforderung

Der Call-to-Action sollte nicht zur Passivität beitragen, sondern zum Klick verlocken. Daher solltest du die richtige Wortwahl treffen: “Hier klicken” etwa führt in der Regel zu einer niedrigeren Click-Through-Rate als beispielsweise “Anleitung herunterladen” oder “Jetzt Traffic steigern!”. Nutze ausdrucksstarke und aktionsfördernde Verben wie “Starte jetzt”, die die Erwartungshaltung des Nutzers steigern und ihm erklären, wie es nach dem Klick weitergeht.

Die Größe und Form

Abgerundete Kanten, groß und klickbar – diese Attribute sollten einen CTA ausmachen. Da unsere Augen keine scharfen Kanten mögen, sollte beim Design auf abgerundete Ecken geachtet werden. Die Form des Buttons spielt dabei weniger eine Rolle. Auch sollte der CTA ausreichend groß sein, so dass er insbesondere auf mobilen Geräten nicht erst gesucht werden muss.

Die Platzierung

Die Platzierung sollte prominent sein und der Button nicht erst gesucht werden müssen. Da User 80 Prozent der Zeit above the fold zubringen, ist es ratsam, den Button auch dort zu platzieren, denn so wird er am ehesten gesehen. Er kann auch von weniger auffälligen Buttons umringt sein, die die Aufmerksamkeit auf den CTA leiten.

Ausschlaggebend für das Erreichen hoher Conversion Rates ist ein ständiges Testen von Versionen. Da sich jedes Zielpublikum voneinander unterscheidet, sind auch die Ansprüche andere. A/B-Tests können zu einer verbesserten CTR beitragen und sollten regelmäßig durchgeführt werden.

Quelle: Entrepreneur

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

4 Gedanken zu „Call-to-Action: Die Psychologie hinter dem Klick

  1. Chand Lal

    Super interessanter Artikel!

    Wir beschäftigen uns Tag täglich mit diesem Thema.

    Wir haben die Erfahrung gemacht das wir die CTR um 50% Steigern konnten nur durch Umbenennung des CTAs.

    Zudem ist eine Analyse mit Tools wie HotJar für unsere Platzierung des CTAs ausschlaggebend, da man genau sehen kann wo ein User sich aufhält…

    Danke für die Insights

    LG aus Berlin

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  2. Holger

    Das wichtigste zu Call-to-Actions kurz und gut erklärt.

    Vor allem ist es mit dem Erstellen eines Buttons nicht getan. Wie du schon erwähnt hast ist das Splittesting das A&O um auch wirklich gute Klickraten zu erhalten.

    Ich nutze sehr gerne visualoptimizer auf vwo.com dafür.

    Was noch wichtig wäre ist es die Buttons mobil tauglich zu erstellen, damit diese auf mobilen Geräten auch in einer ansprechenden Größe angezeigt werden.

    Wir wissen ja das Netz wird mobil.

    Zu CTAs habe ich vor kurzem auch einen Artikel verfasst – inkl. zwei guten Online-Tools zum erstellen von Buttons. Verlinke mal auf den Artikel wenn ich darf ;-)

    http://www.gogozone.de/call-to-action/

    Antworten
  3. Ralph

    Persönlich denke ich, dass sich Online Strategen intensiv mit dem Call-to-Action (CTA) auseinander setzen sollten. Immerhin ist Call-to-Action als Puzzleteil für den Erfolg einer Online-Strategie mitverantwortlich. Deswegen bin ich immer wieder über Tipps dankbar.

    Beste Grüße

    Ralph

    Antworten
  4. Thao

    Super Artikel! Es ist spannend zu wissen wie man seine Kunden zum CTA verlocken kann und wie man seine Buttons gestalten sollte. Zu wissen, dass die Größe und Form wichtig ist, weil das Auge beispielsweise keine scharfen Kanten gern sieht, ist sehr hilfreich um solche Fehler zu vermeiden zu können!

    Antworten

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