Social Media Marketing

AMP Stories kommen in die Googlesuche

Die AMP Stories sollen bald in einem eigenen Block in der Googlesuche auftauchen. Im Reisebereich werden die ersten Stories für Suchende in Erscheinung treten.

AMP Stories für die Suche, © The AMP Channel

Seit letztem Jahr gibt es die AMP Stories von Google, die Publishern die Möglichkeit bieten über das populäre Format Inhalte quasi per Storytelling zu vermitteln. Nun sollen die AMP Stories nach und nach in die Suche integriert werden, was ihnen eine enorme Aufmerksamkeit bescheren könnte. Immerhin soll es dafür eigens einen Block in den Suchergebnissen geben.

Die AMP Stories: Google mischt populäres Format mit eigener Marktmacht

Bei Google sind die Menschen aufgrund verschiedenster Motivationen unterwegs. Manche suchen Produkte, andere Definitionen oder nach Namen, wieder andere googlen nach News usw. Dabei hat sich die Googlesuche schon extrem weiterentwickelt. Das Knowledge Panel bedeutet immer häufiger No Click-Suchen, während beispielsweise Videos gerade in der mobilen Suche bei den SERPs prominent sind.

Damit Publisher über Google noch mehr Aufmerksamkeit generieren, hat Google Anfang 2018 die AMP Stories eingeführt. Mit ihnen können News visuell ansprechend und an die Rezeption aus Social Media angelehnt vermittelt werden.

Bei der AMP Conference wurde nun verkündet, dass die AMP Stories in den kommenden Wochen und Monaten direkt für die Googlesuche ausgerollt werden.

Das Feature startet zuerst in den USA, soll dann sukzessive weiter ausgerollt werden. Wer also künftig bei Google nach etwas sucht, kann in den SERPs auf die AMP Stories stoßen, die zur Suchanfrage passende Inhalte bereitstellen. Dabei werden die Stories in einem eigenen Block angezeigt. Zunächst wird dies im Kontext von Reisen eingeführt. Bei der Präsentation war die Suchanfrage „things to do in Tokyo“.

Stories bei der Suchanfrage nach Dingen, die man in Tokio machen kann (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © The AMP Channel

Der Start mit dem Reisebereich wird damit erklärt, dass Stories besonders in diesem Kontext ein besseres Verständnis von etwaigen Reisezielen vermitteln können. Bei der Vorstellung auf der AMP Conference wurde auch dargelegt, was Nutzer beachten sollten. Jedenfalls ist der Einsatz von Rich Media und Text für eine gute Experience der Nutzer sinnvoll; so können ihnen ganz neue Suchergebnisse vermittelt werden.

AMP Stories sollten mehr adaptiert werden; und sie lassen sich monetarisieren

Google und das AMP Project ermutigen nicht nur dazu, mehr auf AMP zu setzen, um mobile Inhalte schneller zu machen, sondern auch Stories zu kreieren, die die Nutzer auf relevante Inhalte aufmerksam machen. Dazu gibt es eigens ein Best Practice Video zum Erstellen dieser AMP Stories. Dabei geht es vor allem darum, ein Datum und das eigene Branding zu integrieren, Visuals passend zurechtzuschneiden, Animationen und ansprechende Captions einzusetzen oder über Anhänge weitere Inhalte an die Story zu knüpfen.

Immer wieder fällt in diesem Kontext das Stichwort Storytelling. Denn das ist es, was Nutzer in Social Media wie Instagram langfristig begeistert; und Publisher beispielsweise können mit einem social-esquen Format auf mehr Engagement und Klicks hoffen. Vor allem dann, wenn die Stories direkt in der Googlesuche auftauchen. Noch können wir die Ansicht aus dem Vortrag nicht reproduzieren – doch das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

Die Stories könnten auch deshalb ein Erfolg für das AMP Project werden, weil sie sich monetarisieren lassen. Seit letztem Sommer finden sich verschiedene Optionen dafür, etwa die Auto Ads Extensions für das Einfügen von Werbeanzeigen.

Ads als Monetarisierungsmöglichkeit in den AMP Stories, © Google, Github

CTAs wie Explore, Shop, Read oder Install lassen Advertisern diverse Möglichkeiten. Schon zu dieser Zeit wurden für das visuelle Layout der Stories neue Komponenten hinzugefügt.

Mit der Integration in die Googlesuche kann Google die AMP Stories prominent anzeigen und auf lange Sicht sicherlich als populäre Alternative in den SERPs etablieren. Damit können Publisher auf eine von Google ausgehende ganz neue Interaktion mit den Nutzern hoffen. Doch bedarf es dazu zum einen der Kreation passender und hochwertiger Stories, zum anderen müssen sich die Entwickler dieser im Wettbewerb um die beste Platzierung schon jetzt auf eine Stories SEO einstellen. Für den Nutzer kann das nur gut sein; und für Publisher eröffnet sich gleichsam ein ganz neuer Zugang, über den die visuell-textliche Informationsvermittlung des populären Formats zum Publikum gelangen kann.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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