Marketing Strategie

Am 18. Mai geht Facebook an die Börse

Der Termin steht fest: Facebook geht am 18. Mai an die Börse. Die Werbetrommel bei potenziellen Investoren soll ab Montag gerührt werden.

Facebook goes Wall Street

Facebook goes Wallstreet

In den letzen Wochen ging es bei Facebook ja relativ rund und eine aufregende Meldung jagte die andere. Das was jedoch die meisten am ehesten interessierte und verfolgte, ist der Börsengang des sozialen Netzwerkes. Laut neuesten Berichten, soll der Börsengang bereits im Mai diesen Jahres erfolgen. Wie die Süddeutsche Zeitung soeben berichtete, soll der Termin bereits am 18. Mai sein.

Nachdem Google im Jahre 2004 den Schritt an die Börse gewagt hat, wird Facebook aller Wahrscheinlichkeit nach das nächste Technologieunternehmen, dass mit mehreren Milliarden Dollar einen Börsengang vollzieht. Beobachter und Börsenspezialisten halten einen Erlös durch den Verkauf von Facebook Aktien von rund 10 Milliarden Dollar nicht für unwahrscheinlich, geplant sind jedoch laut Zuckerberg etwa 5 Milliarden US-Dollar.

Jetzt wo der Gang an die Börse immer näher rückt, fragen sich wahrscheinlich einige, ob man in die Facebook Aktien wirklich investieren sollte oder besser nicht. In Anbetracht dessen, dass die Zahlen in dem Börsengang zurückgegangen sind, die Kosten gestiegen und die Umsätze aus dem letzten Quartal geschwächelt haben, ist diese Frage durchaus nachvollziehbar und berechtigt. CEO Mark Zuckerberg bringen jegliche Spekulationen jedoch anscheinend nicht aus der Ruhe, denn schon am kommenden Montag soll die offizielle Werbetour bei potenziellen Investoren starten. Wenn man die letzen Wochen Revue passieren lässt wird deutlich, dass die Stimmen der bisherigen Facebook Anhänger stetig lauter werden und ein möglicherweise Milliarden schwerer Börsengang von Facebook, auf das heftigste spekuliert und diskutiert wurde.

Umso lauter werden natürlich auch die Stimmen der Kritiker, die befürchten, dass die Facebook Anzeigen und Werbeeinblendungen womöglich gar nicht so effektiv sind wie viele meinen und wie Facebook dies suggeriert. Dabei sind gerade die Werbeeinnahmen extenziell für das Social Network Facebook. Michael Sprague – seines Zeichens Marketing Chef des Autobauers Kia – beispielsweise, sagte bei einem Interview mit der Wall Street Journal:

Die Frage mit Facebook und vielen Social-Media-Seiten ist: „Was bekommen wir für unsere Dollar?“

Auch das Statement des WPP Chefs Martin Sorrell ist mehr als eindeutig:

Der Bereich ist sexy, und Klienten sind fast planlos eingestiegen, weil es in Mode ist.

Sorrell wie auch Sprague machen mit ihren Aussagen deutlich, dass Facebook noch einiges lernen muss, wenn es um den Bereich Werbeads geht. Sorrell warnte sogar Unternehmen davor, dass sie zu voreilig und zu un-durchdacht ihre Anzeigen in sozialen Netzwerken schalten. Außerdem hob der Chef der Werbeagentur WPP den Finger gegen Facebook und mahnte den Service. Seiner Meinung nach, kümmert sich Facebook zu wenig um Hilfestellungen für Werbetreibende und bietet seinen Kunden nur einen unzureichenden Service an wenn es darum geht, Reaktionen der Nutzer auf geschaltete Anzeigen zu messen.

Fazit:

Facebook wird definitv an die Börse gehen und zukünftig Aktien verkaufen. Die Frage ist jedoch, ob Zuckerberg noch rechtzeitig die Kurve bekommt und seine Werbestrategie und das Service Angebot für Advertiser verbessert. Einmalig verzeichnete Verluste oder leicht sinkende Umsatzzahlen, sollten jedoch kein Hindernis sein, um in die Aktien des blauen Netzwerkes zu investieren. Schließlich passiert dies jedem noch so großen oder kleinen Unternehmen und sollte daher nicht zwingend überbewertet werden. Dennoch ist es ratsam auch in den folgenden Monaten die Quartalszahlen mit all seinen Gewinnen und Verlusten, Zukäufen oder Verkäufen von Facebook zu beobachten, um Veränderungen rechtzeitig mit zu bekommen und um im Zweifelsfall auch reagieren zu können.

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