Video Marketing

7 geniale Strategien für dein B2B-Video-Marketing

Videos funktionieren im B2B nicht? Weit gefehlt! Wer auf Videos verzichtet, verschenkt Potential. Wir verraten dir, welche Strategie wirklich funktioniert.

© Fernando Aguirre Guzmán - Pixabay

Nichts funktioniert online so gut wie Videos – und das gilt nicht nur für den B2C-Bereich, sondern insbesondere auch fürs B2B. Forbes beweist dies in einer Studie mit eindeutigen Zahlen: 75 Prozent der Führungskräfte schauen sich wenigstens einmal in der Woche beruflich relevante Videos an. Zwei Drittel von ihnen besuchen anschließend die Seite des entsprechenden Unternehmens. Auch der Social Factor ist nicht zu verachten: Die Hälfte der befragten Führungskräfte teilt wöchentlich arbeitsrelevante Videos mit ihren Kollegen und reagiert auf deren Empfehlungen.

Kurzgesagt: Wer im B2B auf Videos verzichtet, beschneidet die eigenen Möglichkeiten massiv.

Sicher einplanen kannst du den Erfolg eines Videos aber leider nie. Wer einen garantierten viralen Hit verspricht, arbeitet kaum seriös. Doch du kannst einiges dafür tun, um deinem Video den besten Start zu geben. Mit diesen sieben Strategien fürs B2B-Video-Marketing bist du ganz vorne mit dabei.

#1: Nutze Case Studies

B2C-Content muss nicht nur informieren, sondern darf auch einfach mal unterhaltsam und sogar albern allein um der Unterhaltung willen sein.

Im B2B-Bereich kann dies schnell nach hinten losgehen: Hier liegt der Fokus eben doch auf dem ROI. Deine Zielgruppe hat wenig Zeit und will mit Zahlen, Daten und Fakten davon überzeugt werden, dass sie genau dich braucht. Dies soll natürlich nicht langweilig vorgetragen werden, aber der Kerninhalt des Videos ist klar.

Case Studies sind deshalb ideal: Sie sind überzeugende Beweise für deine Leistung. Mit einem guten Beispiel kannst du direkt zeigen, welche Vorteile du einem Unternehmen bringst. Gleichzeitig ist eine Case Study immer interessanter als bloße Zahlen. Wichtig ist allerdings, dass du auch hier den Fokus nicht verlierst, denn es geht noch immer um klare Angaben und Fakten.

#2: Setze auf animierte Erklärvideos

Mit Erklärvideos bringst du in etwa zwei Minuten dein Angebot auf den Punkt und das auf ansprechende oder sogar witzige Weise. Denn auch trockene Themen kannst du auf unterhaltsame Weise vermitteln.

Die Stärke dieser Videos ist, dass du auch komplexe Themen sehr anschaulich und gut verständlich zeigen kannst. Manchmal darf das Video dafür auch ein bisschen länger sein. Am Ende steht immer eine direkte Handlungsaufforderung.

Damit diese Art Video seine volle Wirkung entfalten kann, baue deine Argumentation schlüssig auf und stimme die verschiedenen Elemente sorgfältig aufeinander ab: Ton und Bild müssen die Aussage unterstreichen und verdeutlichen. Alles, was nicht dazu dient, dein Video aussagekräftiger zu machen, wird direkt wieder gestrichen.

#3: Zeige auch mal Gefühl

Im B2C-Bereich werden Emotionen eingesetzt, um langfristige Beziehungen zu den potentiellen Kunden aufzubauen. Im B2B-Bereich hingegen geht es um sachliche Fakten und trockene Zahlen. Da deine Zielgruppe wenig Zeit hat, willst du auf rein logischer Ebene überzeugen.

Das ist grundlegend richtig, sollte dich aber nicht davon abhalten, auch einmal emotionalere Botschaften zu senden. Anstatt jedes Video auf möglichst viele Verkäufe zu optimieren, nutze einzelne Videos, um auch hier eine Beziehung aufzubauen.

Ein Video, welches beispielsweise die Stimmung während einer Firmenfeier wiedergibt, kann auf menschlicher Ebene eine sehr starke Verbindung zu deinen Kunden aufbauen. Auf diese Weise zeigst du direkt, welche Werte dein Unternehmen tatsächlich verkörpert.

#4: Sei unterhaltsam

Humor ist ideal, um eine Verbindung herzustellen und zu überzeugen. Wenn die Betrachter deines Videos schmunzeln, passiert etwas sehr Wichtiges: Es geht ihnen gut – und sie verbinden dieses positive Gefühl mit dir.

Greife auf amüsante Weise die Probleme auf, mit denen sie sich regelmäßig konfrontiert sehen. Etwas, womit sich jeder identifizieren kann, sind Szenen aus dem Büroalltag. Treibe Klassiker wie den kaputten Kopierer oder die Mittagspause in der Kantine auf die Spitze und schlage am Ende den Bogen zu deinem Angebot. Wenn du dich selbst nicht für amüsant hältst, finde jemanden, der diese Rolle für dich übernimmt.

#5: Erschaffe Mini-Videos

Deine Kunden haben insbesondere eines: Keine Zeit.

Mit Mikrovideos sprichst du genau dieses Problem von ihnen an. In kurzen Videos, die nicht länger als zwei oder drei Minuten sind, sprichst du genau ein spezifisches Problem an. Statt sich ein langes Produktvideo anschauen zu müssen und zu hoffen, dort die erhoffte Information zu finden, kann der Betrachter sich genau das Video suchen, dass er braucht.

Achte darauf, dass diese Videos sehr genau an eine klar definierte Zielgruppe gerichtet sind. Das Targeting muss entsprechend präzise gestaltet sein.

#6: Setze gezielt VR ein

VR, Virtual Reality, ist keine ganz neue Erfindung mehr. Aber bisher nutzt kaum ein Unternehmen sie, um Kunden im B2B anzusprechen. Damit geht eine große Chance verloren: VR ermöglicht es, eine hoch personalisierte Erfahrung zu erschaffen. Du erschaffst eine Umgebung, in welcher du dein Angebot in der praktischen Nutzung am Arbeitsplatz vorstellst und ermöglichst den Kunden, direkt in das Erlebnis einzutauchen. Statt sich von außen eine Demonstration anzuschauen, können sie dein Angebot so tatsächlich selbst erfahren.

#7: Poliere alte Schätze auf

Du hast schon alles gesagt und jedes Thema behandelt? Dann ist es Zeit, zu prüfen, ob du ein Thema nicht auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten oder Ausschnitte alter Videos für neue Produktionen einsetzen kannst.

Content, den du bereits generiert hast, ist eine Goldgrube. Alles, was du bereits produziert hast, musst du nicht noch einmal erstellen. Alte Case Studies kannst du für ein Schulungsvideo neuer Mitarbeiter verwenden, während Mikrovideos als Basis für Erklärvideos dienen.

Ohne Videos geht es nicht (gut)

Wer im B2B auf den Einsatz von Videos verzichtet, schränkt sich selbst ein. Einfach drauflos zudrehen ist aber nicht die Lösung, denn deine Zielgruppe hat wenig Zeit und will wirkungsvoll überzeugt werden. Deshalb ist nicht nur der Mehrwert wichtig, den deine Videos liefern sollen. Insbesondere brauchst du eine gute Strategie, damit deine Videos zum Erfolg werden.

Über Frauke Bitomsky

Frauke Bitomsky

Von der Neurobiologie in die Social Media: Seit 2013 arbeitet sie als Texterin und schreibt seit September 2019 auch für OnlineMarketing.de.

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