Technologie

3D-Fotos bei Facebook – ein aufregendes Feature

Seit einigen Tagen können User bei Facebook 3D-Fotos posten. Das ist eine starke visuelle Funktion – aber eine mit vielen Einschränkungen.

3D-Fotos bei Facebook, © Facebook

Facebooks neues Feature zum Posten von 3D-Fotos begeistert schon den ein oder anderen User. Dabei steht die KI-gestützte Option bisher nur für wenige Nutzer zur Verfügung. Auf Instagram ist das Feature ebenfalls nicht verfügbar. Und man wird das Gefühl nicht los, dass diese Funktionen nicht mehr über weitreichendere Unzulänglichkeiten der Plattform hinwegtäuschen können.

3D-Fotos bei Facebook – ein klein bisschen Virtual Reality für die eigenen Visuals

Die eigenen Fotos bei Facebook in 3D zu präsentieren ist sicherlich für viele User eine spannende Option. Seit vergangener Woche können die liebsten Bilder im Newsfeed oder in VR dargestellt werden. Eine Technologie ermittelt die Entfernungen des Subjekts zum Vorder- und Hintergrund und verleiht dem Visual Tiefe und Bewegung.

Dazu können User im Portrait-Modus Bilder machen und diese mit einem kompatiblen Dual Lens-Smartphone posten. Hier gibt es aber schon den ersten Wermutstropfen für die gesamte Digitalgemeinde. Wer nicht mit dem iPhone 7+, 8+, X oder XS operiert, kann die Funktion nicht nutzen.

Als weitere Einschränkungen gelten: eine Nutzung über Android ist noch nicht möglich und bei Facebooks Tochterplattform Instagram können die 3D-Fotos auch noch nicht hochgeladen werden. Daher ist das Feature zunächst nur einigen Kreativen vorbehalten.

Dennoch ist es faszinierend, wie schon die Ankündigung der Funktion dargestellt hatte. Ein Beitrag von LEGO hatte hier erste Eindrücke vermittelt.

Nun gibt Facebook selbst Tipps, wie die 3D-Fotos am besten um- und eingesetzt werden. Dabei heißt es, man sollte am besten etwa einen Meter vom Objekt entfernt sein, wenn man das Bild macht. Und das Motiv sollte möglichst verschiedene Tiefenebenen beinhalten; sodass zum Beispiel etwas im Vorder- und etwas im Hintergrund steht.

Außerm funktionieren die Bilder umso besser, wenn kontrastierende Farben im Spiel sind. Weiterhin sind transparente Objekte kein gutes Motiv für die 3D-Bilder. Objekte mit einer festen und eindeutigen Beschaffenheit eigenen sich besser.

Vor allem Tiere erfreuen sich großer Beliebtheit als Motive für die Funktion. Das zeigt auch Facebooks Video, welches erklärt, wie genau das Feature aufgerufen und angewendet wird.

Wenn ihr die Voraussetzungen für die Nutzung der 3D-Fotos erfüllt, probiert es doch einfach mal aus und schaut, welche Effekte es auf euch oder eure Follower hat.

Facebook: Features vs. Probleme

Als spaßiges und für die Präsentation in Social Media auch recht innovatives Feature sind die 3D-Fotos momentan ein Lichtblick für Facebook. Im Hintergrund sorgt der Datenhack und das Entwenden von Millionen Nutzerdaten ebenso für Kritik wie der Launch des Smart Home-Geräts Portal, mit dessen Hilfe Userdaten ermittelt und für Targeting über Facebook eingesetzt werden könnten.

Außerdem wirft eine Gruppe von Advertisern Facebook nun vor, dass vor zwei Jahren öffentlich gemachte Metrikfehler dem Unternehmen länger bekannt gewesen seien, man diese aber zunächst zurückgehalten habe. Die 3D-Fotos werden unabhängig davon einige Nutzer erfreuen und sind für Marken mit Sicherheit von Interesse – erst recht, sofern die Funktion bei Instagram verfügbar gemacht wird. Denn die Marketer setzten trotz der Skandale weiterhin auf Facebook und Instagram; weil die Masse der User hierüber nach wie vor zu erreichen ist. Die Frage ist aber, wie lange insbesondere Facebook sein Image schützen kann.

Die 3D-Bilder und ihr Roll-Out sind also eine willkommene positive Botschaft für das Soziale Netzwerk; und vielleicht geben sie Facebook einen Push bei den Marketern, die ins Zweifeln geraten. Die Darstellung von Produkten scheint nämlich eine optimale Anwendung für das visuelle Feature zu sein.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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