Conversion Optimierung

Bis zu 25% Conversion für Ihre Site: So geht’s

From Bootstrap to Champions League: der Finanzdienstleister Kredito gibt interessante Tipps zur Conversion-Steigerung für Webpages.

Logo: Kredito

Die Conversion Raten im E-Commerce sind in den letzten Jahren um rund 65 Prozent gestiegen und bewegen sich augenblicklich im Bereich zwischen 2 und 5%. Nicht für Kredito: beim Finanzdienstleister, der viel Zeit mit dem Messen, Analysieren und Optimieren von großen Datenmengen verbringt, sind Werte von 25% Conversion nach eigenen Angaben keine Seltenheit.

In ihrem Blog plaudern die Big Data-Experten jetzt ein wenig aus dem Nähkästchen und verraten einige Tipps und Tricks, wie auch Sie ihre Site in ungeahnte Conversion-Höhen schrauben können.

1.) Usability

– Besonders wichtig ist es, dem User die Vorzüge der Seite knapp und prägnant zu vermitteln. Dabei geht es aber nicht darum, beispielsweise besondere technische Innovationen anzupreisen oder hervorragende Leistungen im Management hervorzuheben, es geht um den Nutzen des Users. Amazon wird seinen Kunden niemals die hervorragenden Transportinfrastrukturen versuchen nahezubringen – es wird seinen Kunden einfach sagen, dass sie ihre Ware in 24 Stunden vor der Haustür stehen haben.

– Auch Siegel, Auszeichnungen oder ähnliche Zeichen, die dem Kunden Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit anzeigen, wirken sich sehr positiv auf die Kauffreudigkeit der Kunden aus.

– Wichtige Informationen über die Kundenzufriedenheit können durch SaaS-Lösungen wie ekomi oder TrustedShops eingeholt werden. Aber Vorsicht, diese Art der Befragung kann bei Kunden, die mit dem Service der eigenen Seite nicht zufrieden sind, zu einem wahren Conversion-Killer werden.

– Testergebnisse haben zudem gezeigt, dass sich ein individualisiertes Hintergrundbild positiv auf Kaufentscheidungen auswirkt.

– Call to Action-Buttons müssen eine klare Botschaft kommunizieren und sollten sich auch optisch deutlich vom Seitenhintergrund abheben.

– Schließlich sollte für ausreichende Erwähnung in den Medien gesorgt werden. Auch hilfreich ist das Erwähnen von großen Markenkooperationen.

2.) Testen, testen und nochmals testen

Ob neu, verändert oder reduziert, die einfachste und gängigste Methode, Elemente einer Seite bzw. Content zu testen, ist der A/B-Test. Dabei sollte allerdings, um repräsentativ zu sein, über mehrere Marketing-Kanäle laufen und auch einen gewissen Traffic haben. Bei weniger Zulauf muss der Test entsprechend länger durchgeführt werden, um einen angemessenen Durchschnitt zu erreichen.

Die kompliziertere, aber auch aussagekräftigere Version dieses Tests besteht im sogenannten Multivariate Testing. Hier sieht jeder User eine etwas andere Version, da zahlreiche verschiedene Elemente getestet werden. Grundvoraussetzung für aussagekräftige Resultate ist ein hoher vorhandener Traffic, zudem sollten eindeutig festgelegt werden, worauf getestet wird. Dies könnte sein:

– Klicks auf Page-Elemente

– Shares über soziale Medien

– Weiterklicken auf eine andere Page

– Abgeschlossene Käufe

– Dateneingaben in Webformulare

– Downloads von Programmen / Apps

– (weitere seitenspezifische Metriken)

3.) Kredito-Test Insights

Schließlich wartet Kredito auch mit eigenen Testergebnissen und konkreten Zahlen auf: im gewählten Beispiel vom vergangenen Dienstag wurde in drei verschiedenen Versionen die Anordnung bzw. Positionierung der Seitenzertifikate getestet. Die beiden Bewertungskriterien waren:

– Besucher, die auf die zweite Seite weiterklicken (Stufe 2)

– Besucher, die einen Auftrag an Kredito einreichen (Stufe 7)

Während bei Version 3 43% der Besucher auf die nächste Seite klicken, tut dies bei Version 1 knapp jeder Zweite (49%). Zum Zeitpunkt der Aufzeichnungen hatten 629 Besucher weitergeklickt, über den Tag wurden es noch wesentlich mehr.

Im gleichen Zeitraum gingen 270 Aufträge an Kredito ein, es ergeben sich abhängig von den drei Testversionen also Konversionsraten von knapp 20% bis knapp über 24%. Beispielsweise konnten durch die Anordnung der Zertifikate in Testversion 1 von 100 Besuchern 5 mehr zum Kauf bewogen werden (Wert in Klammern).

In diesem Zusammenhang wird nochmals darauf hingewiesen, dass eine bestimmte Anzahl an Besuchern vonnöten ist, um eine Standardabweichung im normalen Bereich und somit eine repräsentative Statistik zu erhalten. Auch kann es zu falschen Schlüssen führen, die Absprung-Statistik der einzelnen Stufen allzu kausal zu lesen – manches ist allein durch Zufall bedingt und hat keinerlei Bedeutung für eine einzelne Stufe (zudem ist die hauptsächliche Erkenntnis keine neue und leicht nachzuvollziehen: die mit den Stufen deutlich abnehmende Bouncing-Rate ist dadurchzu erklären, dass die verbliebenen Besucher wirklich interessiert sind und ihrem Ziel immer näher kommen).

Abschließend und zusammenfassend haben die Experten noch drei Empfehlungen außer der Reihe.

a) Streben Sie eine In-House-Lösung an und verzichten Sie auf externe Beratung. Conversionoptimierung gehört zu den zentralen Unternehmensressourcen und sollte daher nicht ausgelagert werden.

b) Rund 90% der Start-ups verfügen über keine oder nur sehr grobe Messmethoden. Daher gilt: Messen und analysieren Sie so viele Daten wie möglich.

c) Setzen Sie sich schrittweise Ziele. Als Anfangsgröße eignet sich unabhängig vom angebotenen Service / Produkt der Industriedurchschnitt von 5 Prozent. Die Champions League beginnt dann so bei knapp 20%, wie wir gelernt haben …

2 Gedanken zu „Bis zu 25% Conversion für Ihre Site: So geht’s

  1. Anja

    What’s up everybody, here every person is sharing these familiarity, so it’s pleasant to read this website,
    and I used to visit this webpage everyday.

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