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Mobile Marketing
Die 5 größten Mobile Marketing Trends für 2021
© freestocks - Unsplash

Die 5 größten Mobile Marketing Trends für 2021

Ein Gastbeitrag von Niko Thielsch | 14.12.20

Von der App-Monetarisierung via Abo bis hin zum Datenschutz bei iOS 14: Die Analyse von Adjust bringt klare Trends für den Mobile-Markt im kommenden Jahr hervor. Hier sind die fünf relevantesten.

2020, ein Jahr welches in den Geschichtsbüchern wahrscheinlich rot markiert wird, neigt sich dem Ende. Die Coronapandemie hat dazu geführt, dass internationale Konferenzen abgesagt, unzählige Arbeitnehmer im Zuge des Lockdowns ins Home Office geschickt und ganze Volkswirtschaften ins Wanken gebracht wurden. 

Voller Hoffnung blicken Unternehmen nun auf 2021. Es wird ein Jahr, in dem viele Businesses mit voller Kraft wieder durchstarten, um die Auswirkungen der Pandemie hinter sich zu lassen. Es lohnt sich deshalb einen Blick darauf zu werfen, welche Trends wir 2021 in Bezug auf Mobile Marketing erwarten können. Von der Zukunft des Fernsehens und OTT über neue Monetarisierungsstrategien für Apps bis hin zu iOS 14 und das Thema Datenschutz folgen die fünf wichtigsten Trends, mit denen sich Mobile Marketer im kommenden Jahr auseinandersetzen müssen.

1. Die Zukunft des Fernsehens ist mobil. Marken dürfen OTT als Kanal nicht länger ignorieren!

Die Umsätze im Video-Streaming wachsen von Jahr zu Jahr weiter. Prognosen zeigen, dass das Wachstum nicht abbricht: bis 2024 soll der Branchenumsatz weltweit auf 30,4 Milliarden US-Dollar steigen. Damit bieten Over-the-top-Formate (OTT) enorme Chancen für Mobile Marketer, die bisher weitgehend ungenutzt geblieben sind.

Mobile Geräte sind ein wichtiger Bestandteil des OTT-Mix, egal ob zuhause im Wohnzimmer oder unterwegs. Aktuelle Erhebungen von Adjust haben gezeigt, dass insbesondere jüngere Verbraucher vor allem mobil streamen. Während Mobile Marketer in Zukunft ihre Werbeausgaben auf OTT deutlich erhöhen, stellt sich für 2021 vor allem die Frage nach der Transparenz: Wie werden die Budgets eingesetzt und wie kann die Performance gemessen werden? Selbst Unternehmen, die große Summen in OTT investieren, haben häufig keine Möglichkeit, die Wertschöpfung des Kanals zu ermitteln.

2. Abo-Modelle zur Monetarisierung von Apps werden branchenübergreifend immer wichtiger

Apps mit Abo-Modellen haben in diesem Jahr ein deutliches Wachstum erlebt, weil die Nutzer inzwischen ihre mobilen Geräte für eine Vielzahl von Aktivitäten nutzen. Egal ob Unterhaltung, E-Commerce, Fitness oder Banking, alles findet jetzt via App statt. Dieser Trend wird zusätzlich durch veränderte Gewohnheiten vorangetrieben. Abos werden zu einer laufenden Ausgabe, vor allem bei Millennials und der Gen Z. Sie sind am ehesten bereit für ein Premium-App-Produkt zu bezahlen oder ihre Lieblingsmarken zu unterstützen. Eine kürzlich von Adjust durchgeführte Untersuchung zeigte, dass die 25- bis 34-Jährigen mit 25,85 US-Dollar pro Monat am meisten für Abo-Apps ausgaben. Im Vergleich dazu gaben Befragte ab 55 Jahren nur 13,97 US-Dollar monatlich aus. 

Abos werden ohnehin für viele App-Publisher und Werbetreibende eine neue und sehr wichtige Einnahmequelle, da das Ad Targeting auf dem iPhone mit der Einführung von iOS 14 schwieriger wird. Wir erwarten daher, dass im Jahr 2021 mehr und mehr Apps ihre Monetarisierungsstrategien diversifizieren und neben Einnahmen aus Anzeigen auf Abos setzen werden.

3. 2020 hat die Entwicklung hin zum App-zentrierten Alltag beschleunigt

Die Pandemie hat in 2020 sehr deutlich gezeigt, welchen Nutzen Apps sowohl Marken als auch Verbrauchern bieten können – ganz zu schweigen von den vielen staatlichen Institutionen, die Apps zur Nachverfolgung von Covid-Infektionsketten entwickelt haben. 

Apps stehen deshalb stärker denn je im Fokus und wir erwarten für 2021, dass immer mehr Unternehmen in Apps investieren, um sie zu ihrem wichtigsten Kanal zur Kundeninteraktion auszubauen. Wenn traditionelle Marken mit ihren mobile-zentrierten Konkurrenten mithalten wollen, werden sie ebenfalls in ihre Apps investieren müssen.

Für Marketing-Experten wird es im neuen Jahr vor allem darum gehen, wie sie die in 2020 gewonnenen User auch über eine schrittweise Rückkehr zum gewohnten Alltag hinaus an die Apps binden können. Die zentrale Frage ist, welchen zusätzlichen Mehrwert Apps bieten können. Die Pandemie hat gezeigt: Es lohnt sich, die Bedürfnisse der User insbesondere in schweren Zeiten mitzudenken. Marken sind dann erfolgreich, wenn sie sich in die Lage ihrer Kunden versetzen können und erkennen, welche kleinen Dinge sie dazu beitragen können, um das Leben ihrer Kunden einfacher und sicherer zu machen. 

4. iOS 14 bringt viele Veränderungen: Genaue Daten zu erheben und gleichzeitig Datenschutzbestimmungen einzuhalten wird eine zentrale Herausforderung in 2021

Im neuen Jahr müssen sich Mobile Marketer vor allem darauf konzentrieren, einen nahtlosen Übergang zu den neuen Datenschutzrichtlinien von Apple zu schaffen, die Anfang des Jahres in Kraft treten. Adjust hat mit Hilfe führender UX- und UA-Experten ein Forschungsprogramm gestartet, mit dem Ziel den besten Ablauf für die Einholung von Zustimmungen und das für die App ideale UX-Design zu implementieren. Adjust hat zudem ein neues SDK für iOS veröffentlicht. Die neue Version unterstützt aller Datenschutzfunktionen von iOS 14 wie App Tracking Transparency und SKAdNetwork und gibt App-Entwicklern die Möglichkeit, vorab verschiedene Lösungen für den Übergang zu testen. 

Unabhängig von der Auswirkung dieser Veränderungen sind wir zuversichtlich, dass dies eine Chance für die Mobile-Branche ist, um ein nachhaltiges Ökosystem für App-Entwickler, Werbetreibende und User gleichermaßen zu schaffen.

5. Marketing wird dank Automatisierung kreativer und stärker personalisierbar

Dank Automatisierung werden Mobile-Marketing-Prozesse wie Reportings deutlich schneller und umfangreicher. Automatisierung hat das Potenzial, die Branche zu revolutionieren und wird darum auch 2021 ein zentrales Thema für App-Marketer sein. Tools zur Automatisierung helfen dabei, insbesondere die manuellen und zeitaufwändigen Aufgaben zu bewältigen, mit denen Marketer normalerweise viele Stunden täglich verbringen. So bleibt ihnen mehr Zeit sich auf Themen wie hyperpersonalisierte Werbeinhalte zu konzentrieren. 

Auch wenn Arbeitsabläufe im Marketing automatisiert werden, sollten die Anzeigenmotive weiterhin unverkennbar menschlich sein. Marketing und Produktentwicklung sollten fortlaufend eng zusammenarbeiten, um Nutzer mit relevanter, hilfreicher und vor allem persönlicher Werbung an die App zu binden. Nur so werden Unternehmen langfristig erfolgreich sein.

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