Brand Bidding

Beim Brand Bidding bieten Unternehmen oder Affiliates bei einem Suchmaschinenbetreiber gezielt auf bestimmte Keywords der eigenen Marke und / oder der eines Konkurrenten, so dass seine Anzeige neben den Suchergebnissen erscheint. Ziel ist es, den Traffic der fremden Marken, der via AdWords oder ähnlichen Plattformen mit dem Keyword-Advertising-Prinzip generiert wird, für sich zu gewinnen.

Praxis

Beim Schalten einer Anzeige über AdWords macht es Sinn im Rahmen der Brand-Kampagne auf Keywords der eigenen Marke zu bieten, damit die Anzeige bei relevanten Suchanfragen auch über den organischen Suchergebnissen erscheint.

Keywords der Marke eines Konkurrenten werden beim Brand Bidding häufig gebucht, um mit dem eigenen Produkt oder dem Unternehmen von der Popularität zu profitieren und Kunden auf die eigene Seite zu leiten, wenn sie nach der Fremdmarke suchen. Da die Grenze hier zu einer Markenrechtsverletzung fließend ist, sollte der Publisher sich mit der aktuellen Rechtsprechung zu dieser Thematik vertraut machen.

Rechtliches

Grundsätzlich ist das Brand Bidding auf fremde Marken laut eines Urteils des BGH von 2011 erlaubt, allerdings darf der Name der Marke nicht im Anzeigentext auftauchen und auch eine Verwechslungsgefahr durch die Landingpage nicht bestehen. Markenrechtsmissbräuche lassen sich beispielsweise über Monitoring-Tools aufdecken.

Eine kurze Erklärung per Video liefert Daniel Karlovic, CEO AdPolice: