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Karrieretipps
Jobs trotz Krise: Diese Berufe werden auch zukünftig noch gefragt sein

Jobs trotz Krise: Diese Berufe werden auch zukünftig noch gefragt sein

Selina Beck | 15.02.23

Viele Berufstätige sind verunsichert, welche Jobs es auch in zehn Jahren noch geben wird. In vielen Branchen gibt es jedoch gute Zukunftsaussichten.

KI-Tools wie ChatGPT verunsichern viele Arbeitnehmer:innen. Kritiker:innen dieser Anwendungen sehen die Gefahr, dass durch KI-Programme in vielen Branchen massive Jobverluste drohen. Wie sich die KI-Tools zukünftig auf die Jobwelt auswirken werden, ist kaum vorherzusagen. Allerdings gibt es viele Berufe, in denen auch in Zukunft Fachkräfte benötigt werden. Das Karrieremagazin Arbeits-ABC hat dazu eine Übersicht erstellt.

Dringender Bedarf an Fachkräften im Pflegesektor

In der Pflege herrscht ein akuter Personalmangel. Da dieser Bereich ein hohes Maß an Empathie und Sozialvermögen voraussetzt, kann kaum davon ausgegangen werden, dass hier zukünftig Roboter die Arbeit von Gesundheits-, Alten- und Krankenpfleger:innen übernehmen werden. Dennoch muss in diesem Bereich noch einiges getan werden, da sich die Arbeitsbedingungen und Einkommen für die Angestellten hier noch dringend verbessern müssen.

Soziale Berufe bleiben gefragt

Ähnlich sieht es auch im sozialen Sektor aus. In Berufen wie Therapeut:innen und Alltagsbegleiter:innen ist und bleibt die menschliche Fürsorge unerlässlich. Auch hier haben Fachkräfte gute Perspektiven.

Die größte Fachkräftelücke gab es in der Berufsgruppe der Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Hier fehlten vor allem Mitarbeiter:innen bei der Berufseinstiegsbegleitung, in der Schulsozialarbeit, in Jugend-, Kinder- und Altenheimen sowie in der Suchtberatung. Jedoch sind auch hier noch Verbesserungen bei den Gehältern und Arbeitsumständen nötig.

Mangel an pädagogischen Fachkräften

Im pädagogischen Bereich wird ebenfalls nach Fachpersonal gesucht. Berufe wie Lehrer:innen und Erzieher:innen werden vermutlich nicht durch KI ersetzt. Zurzeit gibt es einen großen Bedarf an Lehrer:innen, das zeigt auch die erhöhte Anzahl von Quereinsteiger:innen in den Schulen. In einer Grundschule in Niedersachsen wurde deshalb bereits die 4-Tage-Woche eingeführt. In den Kindergärten wird auch händeringend nach Personal gesucht.

Berufe der Elektrotechnik und in der IT-Branche werden bei der Digitalisierung immer wichtiger

Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung ergeben sich immer mehr Jobs im IT-Bereich und der Elektrotechnik. Hier werden Berufe wie Informatiker:in, Elektrotechniker:in und Entwickler:in weiterhin gefragt sein. Der öffentliche Dienst leidet bereits jetzt unter einem massiven Fachkräftemangel – besonders im IT-Bereich. Die Situation wird sich zukünftig noch zuspitzen. Laut Prognosen werden 140.000 IT-Fachkräfte bis 2030 im öffentlichen Dienst fehlen.

Technische Berufe und Jobs im Metall- und Maschinenbau werden weiter benötigt

Im Bereich Mechatronik und Robotik werden in Zukunft viele neue Jobs entstehen. Aber auch in der Metallbranche und dem Maschinenbau werden Jobs wie Zerspanungsmechaniker:in und Kfz-Mechatroniker:in wohl nicht so schnell durch Maschinen ersetzt werden.

Im Baubereich bleibt Personalbedarf

Eine andere Branche, bei der sich Beschäftigte keine Sorgen machen müssen, ist die Baubranche. Jobs wie Architekt:in und Bauleiter:in werden auch in einigen Jahren noch zukunftssicher sein. Auch in dieser Branche ist der Fachkräftemangel deutlich sichtbar.

Weitere Trendberufe in diesem Jahr sind laut verschiedenen Expert:innen Category Manager, Umwelttechniker:innen, Hörakustiker:innen und Drohnenpilot:innen. Mehr Infos dazu findest du in unserem Artikel auf OnlineMarketing.de.

Kommentare aus der Community

Burkhard Mayer am 01.03.2023 um 17:14 Uhr

Lehrer werden gesucht? Bin Lehrer, aber arbeite seit 7 Jahren für ein Stiftung in der Erwachsenenbildung, gut bezahlt und mit großem Freiraum. Habe mich mal bei Schulen telefonisch beworben. Gab schon Interesse, aber nachgehakt wurde nicht. Meine Fächer scheinen uninteressant zu sein (Deutsch – Politik). Auch die Bewerbungsbürokratie in verschied. Bundesländern halte ich für einfallslos. Wundere mich über die kaum vorhandene Werbung für den Beruf und die tranige Bearbeitung von Bewerbungen. Bekam zwar Vorstellungsgespräche, aber die Leitungen machten keinen besonders professionellen Eindruck. Wirkten eher müde und bemitleidenswert.

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Oxana Heinemeyer am 24.02.2023 um 07:20 Uhr

Alles genau auf den Punkt gebracht und entspricht der Wahrheit 👍

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Tino am 23.02.2023 um 19:12 Uhr

ja, klar – warum herrscht in den genannten Berufssparten permanenter Personalbedarf – es sind bis auf IT und ggf. Ingenieure in Robotik allesamt recht schlecht bezahlte Berufe bei teils mangelhafter worklife Balance (z.B. Pflege) – und bei den beiden letztgenannten sind Studienplätze rarer gesät. Ohne politischen Änderungswillen wird sich das auch in ferner Zukunft nicht ändern.

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Minner am 17.02.2023 um 08:10 Uhr

Der Handwerk -und Dienstleistungssektor wurde hier komplett vergessen ,ignoriert oder unterbewertet.Gerade auch hier werden wir aber in 5-10 Jahren den Fachkräftemangel spüren.Hier wäre eine Verbesserung der Arbeits-und Rahmenbedingungen (Lohn,Gesundheitsvorsorge,Arbeitsz,- und Pausenzeiten von großem Vorteil um Anreize für diese Jobs zu schaffen.Werbung direkt in Schulen,auf Berufsmessen oder Betriebsbesichtigungen live vor Ort halte ich hier für eine gute Möglichkeit auch die Jugend wieder für derartige Jobs zu begeistern.

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meyer louis am 17.02.2023 um 07:28 Uhr

Hallo, ich studiere Medizin. Soll ich jetzt mein Studium an den Nagel hängen und Pflegefachkraft werden , wie empfohlen??

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Larissa Ceccio am 17.02.2023 um 16:19 Uhr

Hallo Louis,

in Deutschland fehlen auch Mediziner:innen. Vor allem, da viele junge Mediziner:innen nicht mehr in Vollzeit arbeiten. Allerdings ist der Mangel in der Pflege noch größer – zumindest, wenn man sich die bloßen Zahlen anschaut. Aber wichtig ist bei allem, was du selbst studieren möchtest.

Liebe Grüße,
dein OnlineMarketing-Redationsteam

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Nica am 17.02.2023 um 08:27 Uhr

Bei dem Kommi bekomme ich Angst und frage mich, ob jeder Medizin studieren darf und sollte…..

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