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Human Resources
Global Talent Trends 2022: So kann sich dein Unternehmen im War for Talents durchsetzen

Global Talent Trends 2022: So kann sich dein Unternehmen im War for Talents durchsetzen

Michelle Winner | 27.01.22

Flexibilität und das Wohl der Angestellten gehören aktuell zu den größten Themen der Arbeitswelt. Die Umstrukturierung der Unternehmenskultur ist unabdingbar für Arbeitgeber:innen, wenn sie weiter attraktiv für Talente bleiben wollen.

Die Pandemie hat unsere Arbeitswelt ohne Frage aufgewirbelt. Arbeitnehmer:innen haben neue Prioritäten, sie wollen flexibler arbeiten und suchen nach Unternehmen, die Wert auf ihr physisches und vor allem auch mentales Wohlergehen legen. Wird ihnen das nicht geboten, haben sie auch wenig Scheu davor, sich eine neue Anstellung zu suchen. Daher ist es kein Wunder, dass auch immer mehr Arbeitgeber:innen ihre Unternehmenskultur überdenken und neu erfinden, um im War for Talents zu bestehen. Die Global Talent Trends 2022 von LinkedIn zeigen in einem ausführlichen Report, was Unternehmen verändern und bieten sollten.

Die drei großen Trends 2022

Im diesjährigen Report dominieren drei klare Trends hinsichtlich der Unternehmenskultur: Flexibilität, Wohlergehen und The Great Reshuffle. Arbeitgeber:innen sollten reflektieren, wie in ihrem Unternehmen mit diesen Faktoren umgegangen wird, um so etwas verändern zu können. Was das speziell bedeuten kann, zeigt ein detaillierterer Blick in die einzelnen Trends.

Flexibilität im Job

Arbeitnehmer:innen sehnen sich mehr nach Flexibilität als je zuvor. Sie möchten darüber mitentscheiden können, wann, wo und wie sie arbeiten. Um diesen Wunsch erfüllen zu können, müssen Unternehmen auf flexible Arbeitsmodelle setzen und Remote Work ermöglichen. Egal, ob eine Verringerung der Arbeitsstunden, Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit: Wichtig ist, dass Arbeitgeber:innen anfangen, die Leistung ihrer Angestellten an der geschafften Arbeit und deren Qualität zu messen, und nicht daran, wie lange jemand im Büro saß. Der Präsenzfetisch ist out und die Zeit am Schreibtisch sagt nur wenig über die tatsächliche Leistung aus.

© LinkedIn

Wer als Unternehmen den Schritt zu mehr Flexibilität wagt, wird schon bald positiv überrascht werden. Das Ganze wird nicht im Chaos enden, sondern in steigender Effizienz und höherer Zufriedenheit der Angestellten. Außerdem verbessert sich auch die Reputation als attraktiver Arbeitsplatz für neue Talente, denn diese suchen ganz bewusst nach flexibler Arbeit. Dabei geht es nicht um Faulheit, sondern darum, das richtige Maß zwischen Arbeit und Privatleben zu finden, zwischen Anstrengung und Erholung. Alle sollen weiterhin ihr Bestes geben, doch dabei muss es Raum geben, auf unterschiedliche Lebensumstände Rücksicht zu nehmen und die mentale Gesundheit der Angestellten zu erhalten.

© LinkedIn

Wohlergehen der Beschäftigten

In der Arbeitswelt von heute braucht es empathische Führungskräfte, die das physische, mentale und emotionale Wohlergehen ihrer Angestellten priorisieren. Besonders psychische Beschwerden wie Burnout sorgen immer häufiger für Krankmeldungen, was nicht nur eine Belastung für das Unternehmen, sondern auch für die Betroffenen und deren Angehörigen darstellt. Doch wie kann das Wohlergehen der Beschäftigten gesichert werden? Ein Schritt sind flexible Arbeitsmodelle, die, wie zuvor beschrieben, für eine bessere Work-Life-Balance sorgen.

© LinkedIn

Gleichzeitig muss auch das Miteinander im Unternehmen überdacht werden, gerade zwischen Führungsetage und Angestellten. Beispielsweise sollten Überstunden nicht glorifiziert werden, ebenso wenig wie ständige Erreichbarkeit. Stattdessen sollte Wert auf Offenheit und Transparenz gelegt und eine Feedback-Kultur etabliert werden. Statt ständiger Kritik sollten Angestellte auch mal ein Lob zu hören bekommen. Und darüber hinaus können Unternehmen auch konkrete Aufklärungsangebote zu Mental Health anbieten sowie eine Ansprechstelle für Sorgen und Probleme.

© LinkedIn

The Great Reshuffle

Unter diesem Begriff versteht man wörtlich übersetzt eine große Umstrukturierung. Diese bezieht sich in diesem Fall auf unsere Arbeitswelt. Die ersten beiden Trends haben bereits gezeigt, dass besonders die Pandemie dazu geführt hat, dass Angestellte und Unternehmen ihre Einstellung zur Arbeit verändern. Die Umstrukturierung der Unternehmenskultur ist nicht einfach und kann nicht von heute auf morgen passieren. Doch mit jeder Hürde eröffnet sich auch eine neue Chance.

© LinkedIn

Arbeitgeber:innen, die den Schritt in die Veränderung wagen, werden langfristig betrachtet davon profitieren. Zunächst wird es durch mehr Flexibilität und Maßnahmen zum Employee Wellbeing möglich sein, Arbeitskräfte zu halten, die andernfalls gekündigt hätten. Gleichzeitig steigt damit die Zufriedenheit und die Loyalität zum Unternehmen. Besonders wichtig ist jedoch auch der Vorteil im War for Talents, den die Umstrukturierung mitbringt. Arbeitgeber:innen, die jetzt ihr Employer Branding umstellen und Werte wie Flexibilität und Empathie nach außen tragen, verschaffen sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

© LinkedIn

Zeit, etwas zu ändern

Natürlich ist nicht nur die Pandemie dafür verantwortlich, dass derzeit ein Ruck durch die Arbeitswelt geht. Schon vorher war New Work ein stets diskutiertes Thema. Doch das Coronavirus hat dafür gesorgt, dass einige Grundideen von New Work, wie beispielsweise Digitalisierung und flexible Arbeitsmodelle, vorangetrieben werden. 2022 sollte es Arbeitgeber:innen also ein Anliegen sein, den Fortschritt voranzutreiben und ihre Unternehmenskultur an die Bedürfnisse von Arbeitnehmer:innen anzupassen. Detaillierte Einblicke in die Meinungen von Expert:innen und LinkedIn Usern kannst du im Report nachlesen. So oder so steht fest: Wer sich vor dem Fortschritt verschließt und nicht offen für Veränderungen ist, wird es künftig im War for Talents schwer haben.

Kommentare aus der Community

Michael Kohlfürst am 28.01.2022 um 18:31 Uhr

Wir haben unsere Strategie inzwischen von „War for Talents“ zu „ART of Recruiting“ verändert. Ich denke, dass zukünftige Mitarbeiter größtenteils nicht Teil eines „Krieges“ sein möchten.

Das ist glaube ich generell ein Wandel der Zeit. Auch wenn man das aufgrund aktueller Diskussionen und Demonstrationen nicht glauben würde, sehnt sich der Großteil danach, dass wir uns gut verstehen und gemeinsam Dinge schaffen.

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