Human Resources
Anteil von arbeitenden Müttern und Vätern mit Kindern unter 3 Jahren immer noch ungleich verteilt

Anteil von arbeitenden Müttern und Vätern mit Kindern unter 3 Jahren immer noch ungleich verteilt

Selina Beck | 12.05.26

Eine Studie zum Muttertag zeigt: Mütter von Kleinkindern übernehmen immer noch mehr Care-Arbeit und sind deutlich seltener erwerbstätig als Väter in derselben Familiensituation.

Passend zum Muttertag hat das Statistische Bundesamt die Verteilung von Erwerbs- und Care-Arbeit bei Eltern mit Kindern unter drei Jahren untersucht. Das Ergebnis überrascht leider kaum: Mütter mit Kleinkindern leisten immer noch mehr Sorgearbeit als Väter. Zudem sind sie seltener berufstätig als Väter mit gleichaltrigen Kindern.

Mütter kleiner Kinder häufiger erwerbstätig als noch vor zehn Jahren

Im vergangenen Jahr gingen 39,7 Prozent der Mütter mit mindestens einem Kind unter drei Jahren einer Erwerbsarbeit nach. Bei Vätern lag die Quote hingegen mehr als doppelt so hoch mit 88,7 Prozent.

Jedoch zeigt sich eine Veränderung über die Jahre hinweg: 2015 lag die Erwerbsarbeitsquote von Müttern mit Kleinkindern bei 36 Prozent. Bei den Vätern hingegen gibt es keine nennenswerte Veränderung: Die Quote lag 2015 bei 89,5 Prozent.

Mütter von Kleinkindern sind aktuell mehr in Erwerbsarbeit als noch vor zehn Jahren, © Statistisches Bundesamt, Grafik
Mütter von Kleinkindern sind aktuell mehr in Erwerbsarbeit als noch vor zehn Jahren, © Statistisches Bundesamt


Home Office trotzt Wirtschaftskrise

– mit Problem bei Geschlechterverteilung

Eine Frau arbeitet im Home Office auf ihrem Bett
© Ivan Samkov – Pexels


Die Studie zeigt außerdem, dass viele Mütter mit steigendem Alter der Kinder wieder mehr Erwerbsarbeit nachgehen. Im vergangenen Jahr arbeiteten 71,2 Prozent der Mütter mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren.

Bei den Vätern ändert sich dagegen die Erwerbsarbeitsquote nicht mit höherem Alter der Kinder. Die Quote von Vätern mit minderjährigen Kindern liegt mit 91,4 Prozent nur wenig höher als bei Vätern von Kleinkindern.

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Am Weltfrauentag wies der Deutsche Gewerkschaftsverbund (DGB) wiederholt darauf hin, dass Frauen weltweit noch immer häufiger von Diskriminierung, niedrigeren Einkommen und unsicheren Arbeitsverhältnissen betroffen sind. Viele leisten unbezahlte Care- und Pflegearbeit, managen das Familienleben und den Haushalt und können dadurch nur in Teilzeit oder Minijobs arbeiten.

Diese Faktoren verstärken den Gender Pay Gap: Frauen verdienten im Jahr 2025 durchschnittlich 16 Prozent weniger Gehalt pro Stunde als Männer. Damit ist auch ihre Rente deutlich niedriger als bei den Männern: Die Rentenlücke bzw. Gender Pension Gap zeigt: Frauen bekommen im Alter durchschnittlich über 30 Prozent weniger Rente als Männer.


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