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Digitalisierung
Ein Jahr ChatGPT: Rund ein Drittel nutzt bereits KI

Ein Jahr ChatGPT: Rund ein Drittel nutzt bereits KI

Marié Detlefsen | 31.01.24

Ein Jahr nach dem Start von ChatGPT zieht eine Bitkom-Studie Bilanz über die Veränderungen, die Künstliche Intelligenz in unseren Alltag und die Arbeitswelt gebracht hat. Erfahre, wie viele Menschen das Tool bereits nutzen und welche Herausforderungen sowie Chancen damit einhergehen.

Seit dem Aufkommen Künstlicher Intelligenz hat sich unsere Welt in vielerlei Hinsicht verändert. Von der Automatisierung bis hin zur Unterhaltung zu Hause hat KI einen revolutionären Einfluss. Insbesondere in den letzten Jahren hat sich ein bemerkenswerter Fortschritt vollzogen, der nicht nur unseren Alltag, sondern auch die Arbeitswelt nachhaltig prägt. Ein Chatbot, der nun sein einjähriges Jubiläum feiert, ist ChatGPT. Dieser ging am 30. November 2022 für alle öffentlich online und hat seitdem das Arbeitsleben stark geprägt. Wie viele Menschen den KI-Chatbot mittlerweile nutzen, wofür er am häufigsten verwendet wird und wie er die Marktentwicklung beeinflusst, zeigen wir dir im folgenden Artikel.

82 Prozent nutzen ChatGPT in ihrer Freizeit

Der Digitalverband Bitkom hat sich in seiner neuesten Studie damit befasst, wie viele Menschen bereits mit ChatGPT vertraut sind. Dazu wurden etwa 1.004 Personen ab 16 Jahren befragt und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Rund drei Viertel der in Deutschland lebenden Personen haben bereits von dem KI-Chatbot gehört oder gelesen und etwa ein Drittel hat ihn schon genutzt. Dennoch schwankt die Nutzungsintensität der einzelnen Befragten. Während zehn Prozent nach einem Versuch nicht mehr weitermachten, setzen 13 Prozent ChatGPT häufig ein. Darüber hinaus haben 34 Prozent Interesse an zukünftiger Nutzung bekundet, jedoch schließen auch 30 Prozent jede Nutzung des KI-Chatbots grundsätzlich aus. Dabei wird deutlich, dass die große Mehrheit (82 Prozent) die KI im privaten Umfeld einsetzt.

Doch nicht nur im privaten Umfeld findet ChatGPT Anklang. Rund die Hälfte der Nutzer:innen (50 Prozent) integriert den Chatbot sogar in ihren beruflichen Alltag. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass ein nicht unerheblicher Anteil (17 Prozent) ChatGPT ohne das Wissen ihrer Arbeitgeber:innen einsetzt. Dies verdeutlicht einen wachsenden Einfluss von KI-Technologien am Arbeitsplatz, der zugleich Fragen zur Regulierung und zum Umgang aufwirft. Lediglich 24 Prozent der berufstätigen Befragten geben an, dass in ihren Unternehmen Richtlinien für den Einsatz von generativer KI wie ChatGPT existieren. Während 29 Prozent keine solchen Vorgaben haben, sich jedoch welche wünschen, möchten 40 Prozent weder Regeln noch eine Implementierung dieser Regelungen.

Wachstum soll 2024 um 30 Prozent steigen

Die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz zeigt sich auch in den steigenden Ausgaben auf dem deutschen Markt. Laut einer weiteren Studie von Bitkom und basierend auf Daten von IDC stiegen die Ausgaben für KI-Software, -Dienstleistungen und Hardware im Jahr 2023 voraussichtlich um 32 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro an. Für dieses Jahr wird ein ähnlich starkes Wachstum von 30 Prozent prognostiziert, mit einem erwarteten Anstieg auf 8,2 Milliarden Euro. 2025 könnte sogar die 10-Milliarden-Euro-Marke geknackt werden, wobei dies laut Studie stark von den eventuell bevorstehenden Regulierungsrahmen zur KI abhängt.


Die Zukunft von KI:

Diese Chancen und Herausforderungen erwarten Unternehmen in 2024


Das steigende Wachstum reflektiert nicht nur die zunehmende Akzeptanz und Integration von ChatGPT in verschiedenen Branchen, sondern auch die wachsende Nachfrage nach entsprechenden Lösungen und Dienstleistungen. Insbesondere die KI-Software nimmt hierbei einen großen Anteil ein, gefolgt von Dienstleistungen und Hardware. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst sagt hierzu:

Der Start von ChatGPT vor einem Jahr war eine Initialzündung für den KI-Einsatz. ChatGPT hat vielen Menschen erstmals vor Augen geführt, was KI heute schon leisten kann. Für Unternehmen war es noch nie so einfach und kostengünstig wie heute, KI einzusetzen und erste Erfahrungen zu sammeln. Diese Chance gilt es, jetzt zu nutzen.

Ältere Generationen haben Bedenken bezüglich ChatGPT

Trotz des offensichtlichen Nutzens und Potenzials von KI gibt es auch Bedenken und Ängste in der Bevölkerung. Laut der Bitkom-Studie glauben zwar zwei Drittel (66 Prozent), dass KI unser Leben grundlegend verändern wird, jedoch empfinden 41 Prozent Angst vor generativer KI wie ChatGPT. Besonders ältere Generationen zeigen sich hierbei skeptisch: Während nur 28 Prozent der 16- bis 29-Jährigen Angst vor generativer KI haben und dieser recht offen gegenüberstehen, sind es bei der Generation 65plus 57 Prozent. Wintergest verweist hierbei auf die Notwendigkeit, sich mehr mit dem Thema KI auseinanderzusetzen. Dies sei nicht nur wichtig für Arbeitnehmer:innen sondern auch für Arbeitgeber:innen.

Auf den ersten Blick ist die Nutzung von generativer KI sehr einfach. Um aber hilfreiche Antworten zu bekommen, muss man lernen, der KI die notwendigen Hintergrundinformationen zu vermitteln und Arbeitsaufträge präzise formulieren. Das sind Kenntnisse, die es künftig zu vermitteln gilt, in Schule und Beruf.

In einem Jahr hat ChatGPT somit nicht nur das Bewusstsein für Künstliche Intelligenz geschärft, sondern ist in Teilen auch ein fester Bestandteil in dem Leben einiger Menschen geworden. Dennoch unterstreichen die Bedenken und Ängste seitens der Nutzer:innen die Notwendigkeit eines ausgewogenen Diskurses über die Rolle von KI in unserer Gesellschaft. Es gilt, die Vorteile zu betonen, aber auch ethische und regulatorische Fragen angemessen zu adressieren, um das volle Potenzial von KI auszuschöpfen.


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Eine Person hält ein Handy in der Hand auf dem ChatGPT geöffnet ist.
© Mojahid Mottakin – Unsplash

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