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Büroalltag
Warum Kind und Karriere sich nicht ausschließen – 3 Beispiele, die Frauen ermutigen sollen

Warum Kind und Karriere sich nicht ausschließen – 3 Beispiele, die Frauen ermutigen sollen

Petra Jahn-Firle | 18.10.17

Kind und Karriere - geht das gut? Was passiert mit der hart umkämpften Karriere? Ist dann alles vorbei? Fange ich wieder von vorne an? Drei ermutigende Beispiele von Müttern, die von ihren Kindern gelernt haben und auch in beruflicher Hinsicht davon profitierten.

Du bist eine moderne Frau im besten Alter und fast auf dem Höhepunkt deiner Karriere angelangt. Das Thema Familie hast du lange erfolgreich verdrängt, denn die moderne Frau von heute ist unabhängig, verdient ihr eigenes Geld und möchte sich nicht von einem Kind in ihrer Karriere ausbremsen lassen. Aber ist die Karriere tatsächlich mit Kind vorbei? Hast du dich das auch schon einmal gefragt?

Ein typischer Karriereweg – bis „er“ kommt

Abitur, Studium, vielleicht ein Praktikum im Ausland, eine Station als Au Pair in Frankreich oder ein Fruit Picking Job in Neuseeland, danach der Start ins Berufsleben zum Beispiel als Trainee. Die ersten Jahre bist du völlig auf deinen Job fixiert, gibst Gas, arbeitest auch mal länger. Du möchtest schließlich schnell nach oben, Karriere machen. All die Jahre während Ausbildung und Studium sollen sich auszahlen. Viele hegen diesen Wunsch. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.

Und dann kommt „er“. Dieser Wunsch nach Familie. Der Wunsch nach einem eigenen Kind. Bei vielen Frauen in ihren Zwanzigern oder Dreißigern ist es offenbar angeboren, intuitiv. Vielleicht liegt es an unserem Fortpflanzungstrieb.

Kind und Karriere – geht das gut?

Was passiert mit der hart umkämpften Karriere? Ist dann alles vorbei? Fange ich wieder von vorne an? Kann ich in Teilzeit wieder einsteigen? Aber vielleicht mit einem schlechter bezahlten Job und ohne großartige Verantwortung?

Zum Glück gibt es Frauen, die trotz oder gerade wegen ihres Kindes ihren Weg weitergehen, Karriere auf ihre Weise machen und öffentlich darüber berichten. Sie möchten andere Frauen ermutigen, die zweifeln, ob sich Kinder und Karriere in irgendeiner Form vereinbaren lassen.

So helfen Kinder deiner Karriere

Drei erfolgreiche Frauen und Mütter, die beweisen, dass Kind und Karriere zusammenpassen:

Kinder inspirieren

Rebecca Köhler berichtete während ihres Vortrags auf der her CARRER in München am 12. Oktober 2017 über ihre inspirierenden Erlebnisse mit ihrem Baby und wie es zu der Gründung von fitdankbaby® kam.

Köhler hätte ohne Kind nie Karriere gemacht, wie sie selber behauptet. Mit 26 Jahren hat sie ihr erstes Kind bekommen und danach fitdankbaby gegründet. Ihr Konzept besteht aus einem Fitnesstraining für die Mamas und spielerischen Übungen für die Babys.

Ihre Karriere hat mit ihrem ersten Kind sogar erst begonnen, denn ihr Sohn hat sie als drei Monate altes Baby inspiriert, mit ihm Übungen zu machen, die ihn zum Lachen bringen. Gleichzeitig wollte sie auch für sich etwas tun und Fitnessübungen machen. Dadurch entstand die Idee des fitdankbaby-Konzepts. Die ausführliche Geschichte darüber kannst du hier nachlesen.

Mithilfe ihres Mannes bietet Rebecca Köhler über ein Lizenzsystem Fitnesskurse an über 2000 Standorten in acht Ländern an. Sie ist sich sicher, dass auch andere Frauen, inspiriert durch ihre Kinder und mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein, ihre eigene Karriere vorantreiben können.

Ein Kind fordert viel Zeit von seiner Mutter und zwingt sie zu effizienterem Arbeiten

Miriam Wohlfahrt ist Vertriebsleiterin für einen Online Bezahlservice. Miriams Tochter wurde auf dem Höhepunkt ihrer Karriere geboren. Seitdem die Tochter ihre Zeit einforderte, immer wenn Wohlfahrt zu Hause war und dann ganz und gar für ihr Kind da sein musste, hatte sie ihre Arbeit im Büro schneller und auch Alltagserledigungen wie Einkauf und Wäsche viel effizienter geschafft.

Ihren Job als Vertriebsleiterin konnte sie dank Tagesmutter bereits nach acht Wochen Babypause wieder fortführen. Fünf Jahre später hat sie sogar eine eigene Firma mitgegründet und profitiert bei der Mitarbeiterführung davon, was sie im Umgang mit ihrer Tochter und deren Erziehung gelernt hat.

Ein Kind lehrt uns empathischer und geduldiger zu sein

Katrin Pucknat ist Marketing-Expertin und hat sich nach der Geburt Ihres Sohnes 18 Monate Zeit genommen, um sich voll auf ihn einzulassen. Sie sei durch ihn empathischer geworden und viel geduldiger. In der Zeit mit ihrem Sohn zu Hause hat sie sich weiterentwickelt, wie sie meint, und dadurch auch einen neuen Blick auf das Unternehmen bekommen. Obwohl sie ihre Arbeitszeit auf 30 Stunden reduzierte, hat ihre Chefin sie befördert, weil sie mit ihren dazugewonnenen Skills dem Unternehmen auch einen Mehrwert mitbrachte.

Karriere kann auch mit Kind gelingen

Drei Frauen, drei positive Beispiele, wie Karriere trotz oder gerade wegen eines Kindes gelingen kann. Die ein oder andere wird nun einwerfen, dass das ja zu kurz gedacht sei, viele Unternehmen würden gar keine Teilzeitstellen anbieten, Mütter eher nur belächeln oder sogar bedauern. Und wenn der Partner nicht mitzieht und im Haushalt mithilft oder es keine bezahlbaren Betreuungsangebote gibt, kann man die Karriere sowieso knicken.

Manche Randbedingungen kann man beeinflussen, andere weniger. Fakt ist, dass Mütter sich auf jeden Fall von ihren Kindern inspirieren lassen können, dass sie von ihnen lernen und diese Erkenntnisse auch aufs Berufliche übertragen können.

Das Thema Kind und Karriere interessiert dich? In unserem Beitrag „Digital Mums: High Performance zwischen Karriere und Kinderzimmer“ findest du 10 weitere spannende Erfolgsgeschichten zur Vereinbarkeit von Familie und Job.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Gab es für euch einen sogenannten Karriereknick, als ihr Mutter wurdet? Was genau müsste sich ändern, dass es für Frauen einfacher wird, auch mit Kind beruflich weiter zu kommen?

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