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E-Commerce
Wegen Kraftstoffpreisen und Inflation: Amazon erhöht Versandgebühren für FBA Seller

Wegen Kraftstoffpreisen und Inflation: Amazon erhöht Versandgebühren für FBA Seller

Niklas Lewanczik | 22.04.22

Verschiedene Makrofaktoren, darunter vor allem der auf einem Rekordhoch befindliche Kraftstoffpreis, sorgen für erneute Preiserhöhungen für FBA Seller für den Versand über Amazon. Erfahre, wann die Preissteigerung zum Tragen kommt.

Ab dem 12. Mai werden die Versandkosten für FBA Seller bei Amazon angehoben. Bereits zu Anfang des Jahres hatte das Unternehmen deutliche Preiserhöhungen für FBA-Waren angekündigt und umgesetzt. Diese bezogen sich auf den lokalen und paneuropäischen Versand. Ab Mitte Mai folgt also die nächste Anpassung für diesen Bereich, die Amazon mit neuen Herausforderungen im Jahr 2022 begründet. Das E-Commerce-Unternehmen betont, dass es nicht um eine dauerhafte Erhöhung gehen soll, sondern um einen Aufschlag für Kraftstoff und Inflation.

Erhöhung der Versandgebühr pro Einheit um 4,3 Prozent: Diese Länder sind betroffen

Robert Matuschek berichtet auf dem Blog der Amazon-Agentur Revoic ausführlich über die Preiserhöhung für die Versandkosten bei FBA-Waren. Diese hatte Amazon in einer Pressemitteilung für die Seller angekündigt. Darin heißt es:

Im Jahr 2022 erwarteten wir eine Rückkehr zur Normalität, da die COVID-19-Beschränkungen weltweit gelockert wurden. Die Kraftstoffpreise und die Inflation haben jedoch neue Herausforderungen mit sich gebracht. Es ist immer noch unklar, ob diese inflationären Kosten steigen oder sinken oder wie lange sie bestehen bleiben. Anstelle einer dauerhaften Gebührenänderung werden wir zum ersten Mal einen Aufschlag für Kraftstoff und Inflation erheben.

Der von Amazon festgelegte Krafstoff- und Inflationsaufschlag bedeutet höhere Gebühren für den Versand durch das Unternehmen. Pro Einheit werden zusätzliche 4,3 Prozent fällig. Dieser Aufschlag, der als direkte Folge der enorm gestiegenen Krafstoffpreise zu verstehen ist, gilt zunächst für Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich.

In Deutschland müssen Händler:innen ab Mai mit einer durchschnittlichen Erhöhung der Versandgebühr von 0,13 Euro pro Einheit rechnen. Laut Amazon gilt der Preisaufschlag jedoch nur für Seller, die den Fulfillment By Amazon Service für die Lagerung und den Versand ihrer Produkte in Anspruch nehmen, und ausschließlich für Versandgebühren.

Das sind die neuen Preise für den Versand

Die neuen Preise, die ab dem 12. Mai gelten, kannst du zusammengefasst in der Liste von Amazon einsehen. Diese stellt Revoic bereit. Dabei ist zu erkennen, dass beispielsweise ein Standardpaket mit 1,9kg, für das in Deutschland momentan 5,10 Euro Versandkosten anfallen, künftig mit 5,32 Euro Versandgebühren bepreist wird.

Amazon-Preisliste für Versandkosten im lokalen und paneuropäischen Bereich
Amazons standardmäßige Gebühren für Versandkosten im lokalen und paneuropäischen Bereich (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Amazon via Revoic
Amazon-Preisliste für Versandkosten im lokalen und paneuropäischen Bereich, Small und Light
Amazons standardmäßige Gebühren für Versandkosten im lokalen und paneuropäischen Bereich, Small und Light, © Amazon via Revoic

Für FBA Seller bedeutet die erneute Preiserhöhung zusätzlichen Druck bei der eigenen Preisgestaltung und Gewinnkalkulation. Obwohl Amazon einigen von ihnen im Kontext der Versandgebühren verschiedene Rabattaktionen bietet, dürften die zuletzt häufigen Preissteigerungen – 2021 war eine drastische Erhöhung der Versandkosten für kleine und leichte Produkte umgesetzt worden – für Unmut sorgen. Dass im Kontext des Krieges in der Ukraine, der erhöhten Kraftstoffpreise und einer starken Inflation die gesamte Digitalwirtschaft mit steigenden Preisen rechnen muss, insbesondere wenn Transportkosten im Spiel sind, war jedoch vorherzusehen. Nun bleibt für die Seller von FBA-Waren zumindest die Hoffnung, dass Amazon den neuesten Preisaufschlag für die Versandkosten wieder rückgängig macht, sollten die Kraftstoffpreise wieder fallen. Das ist allerdings noch lange nicht absehbar.

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