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Digitalpolitik
Twitter: Trump „erneut“ gesperrt
Screenshot Twitter, © Brandy Zadrozny, Canva

Twitter: Trump „erneut“ gesperrt

Aniko Milz | 07.05.21

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump ist derzeit von Twitter gesperrt. Diese Entscheidung untermauerte der Kurznachrichtendienst nun, indem ein Account, der Trumps Posts von seiner eigenen Website teilte, auch gesperrt wurde.

Der Account des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wurde Anfang Januar von Twitter gesperrt. Auch die anderen großen Social-Media-Plattformen reagierten mit einem Bann auf den Sturm aufs Kapitol in Washington D.C. Auf Twitter ist der Account bis heute gesperrt, was einer der Gründe dafür sein dürfte, dass Trump Anfang dieser Woche seine eigene Kommunikationsplattform „From The Desk of Donald J. Trump“ launchte. Doch nun finden sich auf Twitter einige Accounts, die den dort veröffentlichten Content direkt weiterverbreiten und damit gegen Twitters Richtlinien verstoßen. Einer der Accounts, der nach eigenen Angaben im Namen von Trump tweetete, wurde gesperrt.

Twitter Account repostete Trumps Content: Ein Verstoß gegen die Richtlinien

Der Account @DJTDesk erschien zwei Tage nach dem Launch von Trumps Website auf der Plattform. Laut NBC News lautete die Beschreibung in der Bio: „Posts copied from Save America on behalf of the 45th POTUS; Originally composed via DonaldJTrump/Desk.“ Nur wenige Stunden später hatte Twitter den Account gebannt. Natürlich sei es erlaubt, Content von Trumps Website auf Twitter zu teilen, so der Kurznachrichtendienst der BBC gegenüber. Doch den Bann zu umgehen, indem ein Account jeglichen Inhalt postet, sei gegen die Richtlinien, in denen es heißt:

You can’t circumvent a Twitter suspension by operating, or having someone else operate on your behalf, an account which represents your identity, persona, brand or business persona for a different purpose.

Seitdem sind weitere ähnliche Accounts aufgetaucht, die bisher noch nicht gesperrt wurden. Unklar ist, wer die Accounts erstellt. Trumps Sprecher, Jason Miller, gab NBC News gegenüber an, dass der @DJTDesk Account weder von Trump noch jemandem aus seinem Umfeld oder mit seiner Einwilligung erstellt wurde.

Trump und Social Media: Facebooks Entscheidung steht noch aus

Auf Trumps Website sollen vor allem Statements und Pressemitteilungen gepostet werden, die, sofern sie den Richtlinien entsprechen, zum Beispiel auf Twitter und Facebook geteilt werden können. Während Twitter mit dem Bann des Accounts relativ deutlich machte, dass es in nächster zeit keine Rückkehr für Trump geben würde, sieht die Situation auf Facebooks Seite anders aus. Dort war der Bann zunächst auf „unbestimmte Zeit“ ausgesprochen worden. Nun tagte das unabhängige Oversight Board über die Entscheidung, die eigentlich final sein sollte. Während die Sperre zwar zunächst aufrechterhalten wird, kam das Board jedoch zu der Einsicht, dass Facebooks Strafe nicht angemessen war. Nun wurde der Ball Facebook zurückgespielt, das nun doch die endgültige Entscheidung treffen soll.

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