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Digitalpolitik
Nach Trumps Twitter-Bann: Amazon sperrt Alternativplattform Parler
Screenshot Parler, © @parlertakes - Twitter

Nach Trumps Twitter-Bann: Amazon sperrt Alternativplattform Parler

Aniko Milz | 11.01.21

Viele Trump-Anhänger:innen wechselten zum Online-Dienst Parler, nachdem andere soziale Netzwerke ihre Inhalte sperrten. Doch nun verbannten Google, Apple und Amazon die Anwendung aus ihren App Stores.

Nach dem Ansturm auf das Kapitol, bei dem Trump-Anhänger:innen sich gewaltsam Zutritt verschafften, sperrten nahezu alle Social-Media-Plattformen die Accounts von Donald Trump. Zunächst hieß es, die Sperrung sei „auf unbestimmte Zeit“, mindestens aber bis zur Amtsübergabe an den designierten US-Präsidenten Joe Biden. Doch am vergangenen Wochenende erklärte Twitter, dass das Konto des abgewählten US-Präsidenten nun dauerhaft gesperrt bleibe. Und auch die Alternativen schwinden: So stellte Amazon Web Services (AWS) nach Google und Apple die Unterstützung für den Online-Dienst Parler ein, welchen viele Trump-Anhänger:innen als Azusweichmöglichkeit nutzten, um sich auszutauschen.


Parler sperrte – anders als Twitter und Co. – keine Inhalte

Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter haben es sich zunehmend zur Aufgabe gemacht, Falschmeldungen und rassistische sowie gehaltverherrlichende Inhalte von ihren Plattformen zu verbannen. Viele der User, deren Inhalte regelmäßig gelöscht oder deren Accounts sogar blockiert wurden, fanden in Parler ein neues Netzwerk. Parler ist sehr ähnlich wie Twitter aufgebaut, nur dass hier auch Hass und Hetze unter dem Mantel der Meinungsfreiheit bestehen dürfen. Zuerst entfernte Google die App aus dem Play Store.

Wir sind uns bewusst, dass in der Parler-App weiterhin Beiträge gepostet werden, die zu anhaltender Gewalt in den USA aufstacheln,

so zitiert der Spiegel Google. Apple folgte kurz darauf und blockierte den Download der App im App Store. Seit Sonntag 23:59 Uhr steht nun auch AWS Parler nicht mehr als Webhost zur Verfügung. Parlers CEO John Matze zeigte sich nicht begeistert.


Verwirrung im App Store: Parlor klettert auf Platz 2 der Download Charts

Währenddessen profitiert eine ganz andere App von dem Bann – Parlor mit „o“ statt „e“. Parlor beschreibt sich selbst als „social talking app“ und ermöglicht es Usern, mit Fremden zu chatten. Sowohl im App Store als auch im Google Store kletterte die seit zehn Jahren eher unbekannte App auf Platz 2 der Download Charts. Den ersten Platz sicherte sich die Messenger App Signal, die nach dem jüngsten WhatsApp Update einen wahren Download Boom verzeichnen konnte.

© Mashable

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