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Digitalpolitik
TikTok pausiert kontroverses Update der Werbeeinstellungen

TikTok pausiert kontroverses Update der Werbeeinstellungen

Caroline Immer | 13.07.22

TikTok plante, die User bei der Ausspielung personalisierter Ads, und damit der Verwendung ihrer Daten zu Werbezwecken, nicht mehr um Zustimmung zu bitten. Nachdem Datenschutzbehörden ihre Bedenken äußerten, legte die Plattform das Update auf Eis.

Ein kontroverses Update der Datenschutzrichtlinien der Plattform wurde im letzten Moment gestoppt. TikTok plante ursprünglich, künftig nicht mehr die Zustimmung der User für die Ausspielung personalisierter Werbeanzeigen einzuholen. Damit hätte die Plattform die persönlichen Daten aller volljährigen User in Europa ungefragt zu Werbezwecken verwendet. Mehrere Datenschutzbehörden hatten diesbezüglich Einspruch eingelegt, allen voran die irische Data Protection Commission (DPC), TikToks Hauptaufsichtsbehörde in der EU. Nun bestätigte die Plattform, die Pläne vorerst auf Eis gelegt zu haben.

TikTok wollte persönliche Gründe für die Ablehnung hören

Seit einem Update im April 2021 ist die Zustimmung zur Verwendung der eigenen Daten zu Werbezwecken in der App per Default eingestellt. Wer keine personalisierten Ads ausgespielt bekommen wollte, konnte in den Einstellungen wieder zu generalisierten Werbeanzeigen wechseln. Damit sollte bald Schluss sein. TikTok wollte die Ablehnung personalisierter Werbung nur noch unter bestimmten Umständen und unter Angabe persönlicher Gründe akzeptieren.


Gehäufte Kritik an TikToks Datenschutzpraktiken

Die Plattform selbst erklärte in einem Statement gegenüber TechCrunch, dass sie personalisierte Ads immer noch als „die beste In-App Experience für die Community“ ansehe. TikTok plane nun, etwaige Bedenken gemeinsam mit den Interessengruppen zu besprechen:

While we engage on the questions from stakeholders about our proposed personalised advertising changes in Europe, we are pausing the introduction of that part of our privacy policy update. We believe that personalised advertising provides the best in-app experience for our community and brings us in line with industry practices, and we look forward to engaging with stakeholders and addressing their concerns.

Erst kürzlich stand TikTok aufgrund interner Dokumente, die einen Zugriff durch Mitarbeiter:innen in China auf sensible US-User-Daten offenlegten, in der Kritik. TikTok bestätigte die Übertragung der Daten, bestritt jedoch, dass diese mit der Regierung geteilt wurden. Datenschutzrechtliche Bedenken sind grundsätzlich nichts Neues für die Plattform. Im starken Kontrast zu TikToks Bestreben, die Zustimmung zu personalisierten Ads nicht mehr einholen zu müssen, steht hingegen ein Test der Plattform, im Rahmen dessen User mehr Kontrolle über die ihnen angezeigten Ads erhalten würden.

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