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Nach Instagram-Verbot: VPN-Nutzung in Russland verhundertfacht

Nach Instagram-Verbot: VPN-Nutzung in Russland verhundertfacht

Larissa Ceccio | 16.03.22

VPN-Nutzungszahlen in Russland erreichen seit der Ankündigung des Verbots von Instagram Rekordzahlen. Laut atlasVPN liegen die Zahlen satte 11.253 Prozent über den Durchschnitt. Viele Bürger:innen Russlands versuchen so, Online-Sperren und Zensur zu umgehen.

Nachdem Meta kürzlich seine Hate-Speech-Richtlinien in mehreren osteuropäischen Ländern änderte, reagierte die russische Regierung noch drastischer und beschloss unter anderem, Instagram in ganz Russland vollständig zu sperren. Seitdem strömen viele zu der eigentlich eher traditionelleren Methode zur Umgehung von Online-Sperren und Zensur: Sie benutzen virtuelle private Netzwerke (VPNs).

Rekord-Downloadzahlen: VPN-Nutzung ist um 10.000 Prozent gestiegen

Die Nutzung von VPNs zur Zensurbekämpfung stieg um 11.253 Prozent über den Durchschnitt und erreichte nach Inkrafttreten des Verbots von Instagram am 14. März ein Rekordhoch. An vier aufeinanderfolgenden Tagen – seit dem 11. März, als das Instagram-Verbot zum ersten Mal von der Kommunikationsagentur Roskomnadzor der russischen Regierung angekündigt wurde – werden diese Rekordhöhen jeden Tag wiederholt erreicht.

Auch VPN-Anfragen bei Google nehmen stark zu

Auch Google-Anfragen, die das Keyword VPN von russischen IP-Adressen enthielten, treten seit dem 25. Februar, einen Tag nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, vermehrt auf. Laut Google Trends und atlasVPN-Daten werden auch hier seit dem 12. März Rekorde gebrochen.

Einige VPN-Plattformen sind kostenlos und andere bieten einen kostenfreien „Notfall-VPN-Zugang“ für beispielsweise Journalist:innen und Studierende an, wenn sie sich in Situationen befinden, in denen ihre Freiheiten und Rechte im Netz eingeschränkt sind.

VPN-Nutzung ist seit 2017 in Russland eingeschränkt

Schon 2017 beschloss Putin ein Gesetz zum Verbot bestimmter VPNs. Jedoch ist die Verwendung in Russland eingeschränkt weiterhin legal. Anonymisierungs-Software wird international oft von Aktivist:innen und Menschenrechtler:innen genutzt, denen politische Verfolgung droht.

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