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Digitalpolitik
Wegen Gewaltaufrufen: Instagram wird in Russland gesperrt

Wegen Gewaltaufrufen: Instagram wird in Russland gesperrt

Caroline Immer | 14.03.22

Nach einer Richtlinienänderung Metas zieht Russland Konsequenzen und blockiert Instagram. CEO Mosseri findet klare Worte zur Sperrung der Plattform.

Im Zuge der russischen Invasion der Ukraine ergriffen mehrere Tech- und Social-Unternehmen verschiedene Maßnahmen, darunter etwa die Sperrung von Anzeigen russischer Staatsmedien. Vor wenigen Tagen ging Meta schließlich noch einen Schritt weiter und änderte seine Hate-Speech-Richtlinien in mehreren osteuropäischen Ländern. Hiermit erlaubt es die Plattform seinen Usern vorübergehend, Gewalt- und Mordaufrufe gegen das russische Militär und Putin zu posten.

Die russische Botschaft reagierte empört auf den Schritt des Unternehmens und sprach von einem „Informationskrieg ohne Regeln“. Nun traf die Medienaufsicht des Landes eine folgenreiche Entscheidung: Instagram wird ab heute in ganz Russland vollständig gesperrt. Die Bürger:innen seien über die Mailingliste des Portals für öffentliche Dienste über die Sperrung informiert worden. Als Alternativplattform könne das vielgenutzte Netzwerk VKontakte verwendet werden. Auch die vollständige Sperrung von Meta, und damit auch Facebook, als „extremistische Organisation“ wird derzeit diskutiert.

„This is wrong“: Mosseri äußert sich zu Sperre

Instagram-Chef Adam Mosseri kritisierte die Blockierung der Social-Plattform scharf. Durch diese Entscheidung würden die Menschen in Russland voneinander und dem Rest der Welt abgeschnitten, erklärte Mosseri auf Twitter.


Kommentare aus der Community

Jens am 15.03.2022 um 08:00 Uhr

Ein Friedensforscher sagte mal, man solle sich immer den umgekehrten Fall vorstellen. Daher sehe ich hier keinen Fehler von Russland.

Ich bin sowieso mal gespannt, wie die Linie zwischen Putin, Militär und der zivilen russischen Bevölkerung – gegenüber letztere darf nicht zur Gewalt aufgerufen werden – gezogen und v.a. umgesetzt wird. Differenzierung auf Social Media ist m.E. generell nicht so ausgeprägt.

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F.Selleng am 14.03.2022 um 20:55 Uhr

Das beste was Russland machen konnte, hoffentlich sperren sie den Rest auch noch.
Diese Meinungsmacherkonzerne sind eine Gefahr für die gesamte Menschheit und gehören weltweit zerschlagen.

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Klaus Gohel am 14.03.2022 um 17:24 Uhr

Man wurde auf Insta und Facebook gesperrt, wenn man eine medizinisch sachlich konträre Meinung zu Covid-19 gepostet hat. Jetzt lassen sie Gewalt- und Mordaufrufe gegen Russen zu. Das sagt alles über diese amerikanischen Plattformen mit pseudodemokratischen und doppelmoralischen Unternehmensphilosophien, die den Zielen der Eliten dieser Welt dienen.

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Bernhard Widmer am 14.03.2022 um 16:34 Uhr

WENN Meta die Richtlinien wirklich derart abgeändert hat, dass Gewalt- und Mord-Aufrufe erlaubt werden, dann ist die Sperrung absolut korrekt. Wo war diese Änderung als die USA in andere Länder einfiel? Ich bin absolut gegen den Krieg in der Ukraine, aber DAS ist einfach nicht korrekt.

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