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Rechtsstreit um 44-Milliarden-Deal: Twitter reicht Klage gegen Elon Musk ein
© Brett Jordan (Unsplash), Duncan.Hull (eigenes Werk) - Wikipedia.de, CC BY-SA 3.0 (Änderungen wurden vorgenommen via Canva)

Rechtsstreit um 44-Milliarden-Deal: Twitter reicht Klage gegen Elon Musk ein

Larissa Ceccio | 13.07.22

In der Klageschrift wird dem Tesla CEO Elon Musk unter anderem vorgeworfen, absichtlich Absprachen gegenüber Twitter gebrochen zu haben.

Nach der Ankündigung Twitters Elon Musk wegen des Rückzugs von der geplanten Übernahme zu verklagen, ließ die Social-Plattform nun Worten Taten folgen – und reichte die gut 60-seitige Klageschrift im US-Bundesstaat Delaware ein. Das bestätigt auch Bret Taylor, Vorsitzender von Twitter, auf seinem Account.

Twitters Forderungen belaufen sich auf nicht mehr und nicht weniger als die zwischen Musk und dem Online-Dienst vereinbarten 54,20 US-Dollar je Aktie. Die Bestätigung hierfür teilte Verwaltungsratschef Bret Taylor am 12. Juli mit. Ein langwieriger und kostenintensiver Rechtsstreit scheint somit wahrscheinlich.

Twitter wirft Elon Musk vor, der Social-Plattform absichtlich schaden zu wollen

Die Begründung des Tesla CEOs für seinen Rückzug aus dem im April dieses Jahres vereinbarten Übernahme-Deal sei „Heuchelei“, teilte Twitter mit. Musk behauptet, Twitter hätte ihn bezüglich der „realen“ menschlichen Nutzer:innenanzahl der Plattform getäuscht. Der Online-Dienst hatte auf Anfragen Musks angegeben, dass weniger als fünf Prozent der Nutzer:innen sogenannte Spam Bots seien. Weitere Gründe Musks und Twitters Reaktionen kannst du in diesem Artikel von uns nachlesen.

Twitter selbst führt Musks Vorgehen auf den Abschwung am Aktienmarkt zurück, durch den sowohl der Wert von Twitter gesunken sein soll als auch Musks Vermögen geschrumpft sein könnte. Weiter heißt es in der Klageschrift:

Musks Verhalten bestätigt schlicht und ergreifend, dass er aus dem verbindlichen Vertrag entkommen will, den er aus freien Stücken unterzeichnet hat, und dass er dabei Twitter schädigen will. Twitter hat infolge der Verstöße des Beschuldigten irreparable Schaden erlitten und wird weiter irreparablen Schaden erleiden.

Expert:innen schätzen Twitters Chancen, diesen Rechtstreit zu gewinnen, besser als Musks ein. Gleichzeitig werfen sie jedoch die Frage auf, ob es überhaupt möglich wäre, ihn zu dem Übernahme-Deal zu zwingen, wenn er diesen verweigert.

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