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Aufgrund von „Marktmanipulation“: Twitter-Aktionär:innen verklagen Elon Musk
© Joshua Hoehne (Unsplash), Duncan.Hull (eigenes Werk) - Wikipedia.de, CC BY-SA 3.0 (Änderungen wurden vorgenommen via Canva)

Aufgrund von „Marktmanipulation“: Twitter-Aktionär:innen verklagen Elon Musk

Larissa Ceccio | 27.05.22

Elon Musk soll durch eine verzögerte Bekanntgabe seiner Übernahme von Twitter gegen das Gesetz verstoßen und profitiert haben.

Hat Elon Musk bei seinem Aufstieg zum größten Twitter-Aktionär gegen die Vorschriften des US-Wertpapiergesetzes verstoßen? Das zumindest werfen ihm die Aktionär:innen des Unternehmens vor. Genauer genommen klagen diese Musk an, eine regulatorische Frist, um offenzulegen, dass er einen Anteil von mindestens fünf Prozent an Twitter erworben hatte, verletzt zu haben. Eine Kundgabe seitens Musk hätte bis zum 14. März 2022 stattfinden müssen – stattdessen habe er erst Anfang April verkündet, dass er bereits 9,2 Prozent von Twitter hält, heißt es in der Klageschrift. Diese wurde bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht.

Musk selbst soll durch die verzögerte Bekanntgabe seines Kaufs von mehr als fünf Prozent von Twitter 156 Millionen US-Dollar gespart haben. Da Musk demnach von einem vergleichsweisen niedrigen Preis profitiert habe, handele es sich um eine Form der Marktmanipulation. Die Investor:innen, angeführt von William Heresniak, erklärten:

Indem er die Offenlegung seiner Beteiligung an Twitter verzögerte, beging Musk Marktmanipulationen und kaufte Twitter-Aktien zu einem künstlich niedrigen Preis.

Laut Bericht des Wall Street Journal hat der Zeitpunkt der Kundgebung seines Anteils bereits eine Untersuchung der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hervorgerufen.

Hält Musk an Twitter-Kauf fest?

Elon Musk hat kürzlich eine zusätzliche Eigenkapitalfinanzierung in Höhe von 6,25 Milliarden US-Dollar zugesagt, um sein Angebot für Twitter zu finanzieren: Ein Signal dafür, dass er um einen Abschluss des Deals bemüht ist, obwohl er erst kürzlich verkündete, dass sein Übernahmevorhaben „on hold“ sei. Grund hierfür war die Angabe von Twitter, dass auf der Social-Plattform weniger als fünf Prozent der Accounts Fake oder Spam Accounts seien.

Laut eines Berichts der Tagesschau fiel die Twitter-Aktie nach Musks „on hold“ Tweet im vorbörslichen Handel um fast ein Viertel und notierte bei etwa 34,50 US-Dollar. Sehr viel weniger als die 54,20 US-Dollar je Aktie, die Musk den Aktionär:innen in Aussicht gestellt hatte.

Bisher hat Musk selbst sich nicht offiziell zu der Klage geäußert. Auch Twitter lehnte eine Stellungnahme ab.

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