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Google hat 2021 über 3,4 Milliarden Anzeigen blockiert – und 30 neue Richtlinien hinzugefügt

Google hat 2021 über 3,4 Milliarden Anzeigen blockiert – und 30 neue Richtlinien hinzugefügt

Niklas Lewanczik | 04.05.22

Google legt den jährlichen Ads Safety Report für 2021 vor. Demnach wurden 1,7 Milliarden Publisher-Seiten blockiert, mehr als 5,6 Millionen Konten gesperrt und Milliarden Ads blockiert oder eingeschränkt.

Die Sicherheit der User soll bei Google höchste Priorität genießen. Das betrifft auch Entscheidungen über Anzeigen und andere Monetarisierungsinhalte auf den Plattformen der Alphabet-Tochter. Mit der fortschreitenden Digitalisierung ändert Google auch die eigenen Richtlinien und Durchsetzungsstrategien. Einerseits verhindert das Unternehmen zusehends mehr missbräuchliche Verwendungen und unterstützt andererseits parallel das Wachstum von Unternehmen. Im vergangenen Jahr hat Google laut Ads Safety Report 2021 wieder rigoros durchgegriffen. So sperrte das Unternehmen dreimal so viele Werbekonten wie im Jahr zuvor. Außerdem gibt es diverse neue Richtlinien für Werbetreibende und Publisher.

Milliarden von Ads und Publisher-Seiten blockiert: Google greift bei der Ad Safety durch

Auf dem eigenen Blog erklärt Google, dass die Teams des Unternehmens, die aus ausgebildeten Fachleuten bestehen, potentiellen Bedrohungen immer einen Schritt voraus sein möchten. Deshalb werden auch diverse Richtlinien stetig aktualisiert. Im Jahr 2021 kamen zudem mehr als 30 Richtlinien für Werbetreibende und Publisher hinzu. Neu ist beispielsweise die Richtlinie zu mehrmaligen Verwarnungen für wiederholte Richtlinienverstöße und die Richtlinie zu fälschlichen Behauptungen über den Klimawandel.

Da sich aber nicht alle Advertiser, Publisher und Co. an die Richtlinien halten, muss Google Jahr für Jahr Milliarden von Anzeigen und Millionen von Konten sperren. 2021 blockierte oder entfernte das Unternehmen mehr als 3,4 Milliarden Anzeigen und schränkte über 5,7 Milliarden Ads ein. Darüber hinaus wurden mehr als 5,6 Millionen Kund:innenkonten gesperrt. Außerdem blockierte Google Anzeigen auf 1,7 Milliarden Publisher-Seiten – oder schränkte diese ein – und setzte umfassendere Durchsetzungsmaßnahmen auf Site-Ebene für etwa 63.000 Publisher-Sites durch.

© Google

Sperrung von dreimal so vielen Werbetreibendenkonten

Bereits im Ads Safety Report 2020 erklärte Google, dass während der Pandemie ein Anstieg der betrügerischen Werbeaktivität durch böswillige Akteur:innen festzustellen war. Und 2021 setzte sich dieser Trend fort, jedoch mit mehr Raffinesse und in einem größeren Umfang. Zum Beispiel wurden von Bad Actors gleichzeitig Tausende von Konten erstellt, um Googles Maßnahmen zu entgehen. Auch Methoden wie Cloaking und Textmanipulation werden eingesetzt, um Googles Systeme irrezuführen. Die Prüfer:innen und Systeme des Unternehmens sehen dann andere Anzeigeninhalte als die jeweiligen Nutzer:innen. Auf diese Weise wird die Erkennung und Durchsetzung von Richtlinien deutlich erschwert.

Wenn Werbetreibende, die Google in 180 Ländern aktiv überprüft, das Überprüfungsverfahren nicht bestehen, sperrt das Suchmaschinenunternehmen ihre Konten automatisch. So konnte Google 2021 bereits auf effiziente Weise mehrere Konten böswilliger Akteur:innen auf einmal entfernen, anstatt nur auf einzelne Fälle zu reagieren. Das führte dazu, dass 2021 die Anzahl der Sperrungen auf Kontoebene im Vergleich zu 2020 auf das Dreifache anstieg.

Neuer Markensicherheits-Tools und mehr Unterstützung für Werbetreibende und Publisher

Im vergangenen Jahr hat Google eine neue Funktion zu den Kontrollmöglichkeiten für Werbetreibende hinzugefügt. Mithilfe dieses Features können Advertiser für Marken dynamische Ausschlusslisten hochladen, welche von vertrauenswürdigen Dritten automatisch aktualisiert und verwaltet werden können. So sollen Werbetreibende Zugriff auf die Ressourcen und die Expertise von vertrauenswürdigen Organisationen erhalten, um ihre Marken besser zu schützen und ihre Kampagnen zu optimieren.

Damit Kampagnen im Kontext von Brand Safety möglichst seriös wirken, ist das Seitenumfeld für die Anzeigen von Advertisern zu beachten. Einen Faktor, der dieses Umfeld beeinflusst, stellen etwa von Nutzeri:nnen erstellte Inhalte, beispielsweise im Kommentarbereich, dar. Und Google macht Publisher für das Moderieren dieser Funktionen haftbar. Deshalb unterstützt das Suchmaschinenunternehmen die Publisher seit vergangenem Jahr mit neuen Ressourcen, um ihr Seitenumfeld im Kontext von UGC und Co. werbefreundlich zu halten. Dazu zählen unter anderem eine Infografik und ein Blogpost, neue Publisher-Fehlerbehebungen für von Usern erstellte Inhalte sowie eine Videoanleitung.

Google reagiert auch auf den Krieg in der Ukraine

Obwohl der aktuelle Ads Safety Report nur das Jahr 2021 abbildet, verkündet Google ebenfalls, inwieweit das Unternehmen auf den Krieg in der Ukraine reagiert hat. Im Bereich der Richtlinie „Unangemessene Inhalte“ – konkret „Sensible Ereignisse“ – hat das Unternehmen direkt neue Vorgaben integriert. Damit bei laufenden Anzeigen kein Vorteil aus der Situation gezogen wird. So sind „Anzeigen mit Inhalten, die den Krieg ausnutzen, leugnen oder billigen“, verboten.

Zudem hat Google den Großteil der kommerziellen Aktivitäten in Russland pausiert. Dazu gehören die Aussetzung von Anzeigen in Russland und von Werbetreibenden, die in Russland ansässig sind, sowie die Pausierung der Monetarisierungsmöglichkeiten von staatlich finanzierten Medien der Russischen Föderation auf Googles Plattformen.

Bisher hat Google im Rahmen der Richtlinie zu Sensiblen Ereignissen mehr als acht Millionen Anzeigen mit Bezug zum Krieg in der Ukraine blockiert. Separat wurden Anzeigen von mehr als 60 staatlich finanzierten Medien-Websites von Googles Plattformen entfernt.

2022 werden weiter Bad Actors ins Visier genommen

Auch in diesem Jahr arbeitet Google – nicht nur im Lichte der Coronapandemie, des Krieges in der Ukraine, der Inflation und anderer Makrofaktoren – daran, die Anzeigen über das größte digitale Werbenetzwerk seriös zu halten. So heißt es auf dem Blog:

Eine vertrauenswürdige Erfahrung mit Werbung ist unverzichtbar, wenn es darum geht, Menschen auf der ganzen Welt nützliche Informationen bereitzustellen. Auch in diesem Jahr gehen wir verstärkt gegen die missbräuchliche Verwendung von Werbung auf unseren Plattformen und in unserem Netzwerk vor, um Nutzerinnen und Nutzer zu schützen und glaubwürdigen Werbetreibenden und Publishern zu helfen. Mehr Transparenz und Kontrolle über die Anzeigen, die die Menschen sehen, sind ein wichtiger Teil dieses Ziels.

Für User, Werbetreibende und Publisher soll weiterhin und langfristig eine vertrauenswürdige Umgebung geschaffen werden. Obgleich die Quartalszahlen von Google und Alphabet für Q1 2022 an der Börse nicht komplett überzeugt haben, konnte Google doch das Anzeigengeschäft, besonders im Search-Bereich, massiv steigern. Es wuchs YoY um 22,3 Prozent auf 54,7 Milliarden US-Dollar Umsatz an. Trotz all der blockierten und gesperrten Ads und Seiten floriert das Werbegeschäft und wird 2022 womöglich in neue Sphären vorstoßen.

Fortlaufende Updates zu Googles Richtlinien und Kontrollen findest du im Help Center des Unternehmens.

Das lokale Google Ranking zu verbessern, sollte auf der Prioritätenliste jedes Unternehmens stehen. Das Salesurance E-Book zeigt auf, wie das Google Ranking funktioniert und welche Faktoren entscheiden, welches Unternehmen von Google auf den obersten Plätzen gerankt wird.

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