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Tote Fische, unsensible Sprüche und ein Fake Blog: Die peinlichsten PR-Gags
© Canva, Mattel, true fruits via WELT

Tote Fische, unsensible Sprüche und ein Fake Blog: Die peinlichsten PR-Gags

Caroline Immer | 14.06.21

Um auf sich aufmerksam zu machen, greifen Marken manchmal auf gewagte Aktionen zurück. Wir präsentieren dir die fünf peinlichsten PR-Gags - einige lustig, andere einfach nur unangemessen.

PR-Gags sind für Marken oftmals ein Spiel mit dem Feuer. Denn der Grad zwischen genial und unangemessen kann ein sehr schmaler sein. Die fünf Unternehmen, die wir dir heute zeigen, haben es jedenfalls ziemlich vermasselt. Ob unangemessener Spruch, peinliches Bild oder tote Goldfische: Nach diesen Aktionen gerieten die Marketing-Teams der Unternehmen mit Sicherheit in Erklärnot. Scroll dich durch und mache dir selbst ein Bild der peinlichsten PR-Gags aller Zeiten.

1. Scrabble heißt jetzt Buchstaben YOLO

Nach Jahrzehnten ein beliebtes Familienspiel umbenennen? Keine gute Idee. Und als neuen Namen dann auch noch ein nicht mehr ganz so hippes Jugendwort zu wählen, ist sogar eine richtig schlechte Idee. Doch genau das versuchte Mattel, das Unternehmen hinter Scrabble, 2018 zum 70. Geburtstag des Brettspiels – oder tat zumindest so. Auf Facebook veröffentlichte Scrabble ein Video mit dem Rapper McFitti, der verkündete, dass Scrabble ab sofort Buchstaben YOLO heißt. Daraufhin gab es einen riesigen Shitstorm, bis Mattel schließlich zugab, dass es sich hierbei um einen Prank handelte.

© Mattel

2. True Fruits Sun Creamie

Der Smoothie-Hersteller true fruits hat schon des Öfteren mit provokanten Werbekampagnen auf sich aufmerksam gemacht. Viele warfen dem Unternehmen wegen verschiedener Aktionen Sexismus und Rassismus vor. Und der PR-Gag, den true fruits im Sommer 2019 brachte, legte noch einmal Holz ins Feuer. Mit dem Spruch „Sommer, wann feierst Du endlich Dein Cumback“ postete das Unternehmen ein Bild einer Frau, auf deren Schulter mit Sonnencreme ein Penis gemalt ist. Und statt auf die Kritik der User einzugehen, reagierte das Unternehmen nur mit unsensiblen Sprüchen. Lustig geht anders!

© Gelöschter Twitter Post / true fruits via WELT

3. Sonys Fake PSP-Blog

Der nächste der peinlichsten PR-Gags auf unserer Liste liegt schon etwas länger zurück – 15 Jahre, um genau zu sein. Nachdem Sony 2005 die erste PlayStation Portable (PSP) herausbrachte, versuchte das Unternehmen ein Jahr später die stagnierenden Umsätze wieder anzukurbeln, indem es einen Fake Fan-Blog namens „All I Want For Xmas Is A PSP“ startete. Dass hinter dem Blog nicht etwa ein begeisterter Fan, sondern eine Werbeagentur, zu deren Kunden auch Sony gehörte, steckte, kam schnell heraus und gar nicht gut an. So kommentierte Cnet die Aktion damals wie folgt:

Alliwantforxmasisapsp.com is one of the most transparent and pathetic examples of viral marketing the Internet has seen, and that’s being nice about it.

© Screenshot / Wired

4. Du darfst: Fuck the Diet

Wie spricht man am besten Kund:innen an, die keinen Bock mehr auf Diäten und Kalorien zählen haben? Die zu Unilever gehörende Marke „Du Darfst“, die ironischerweise kalorienarme Produkte verkauft, glaubte 2012 die Antwort gefunden zu haben: Mit dem Spruch „Fuck the Diet“! In einem Werbespot rief die Marke zum „unbeschwerten Genießen“ auf – und beendete die Werbung mit dem ebengenannten Spruch, der zur Zeit der Veröffentlichung gar nicht gut ankam. Eine gute Message ist es allemal – doch über die Umsetzung lässt sich streiten.


5. 50 tote Goldfische

Manche PR-Gags sind einfach nur unüberlegt. Dazu gehört auch eine Aktion des Medienunternehmens Advantage SA, die von der südaustralischen Regierung genehmigt wurde. Das Unternehmen wollte 2011 eine Tour in Südaustralien bewerben, und versandte 55 Goldfische in Gläsern mit dem Spruch „Be the big fish in a small pond and come test the water“ an Medienmanager:innen. Doch die Aktion verlief nicht nach Plan, und ein Großteil der Fische war bei Ankunft der Lieferung bereits tot. Eine Überraschung, die vermutlich nicht ganz so gut angekommen ist.

© Mumbrella

Bonus: Crash at Crush 1896

Ja, auch im 19. Jahrhundert gab es schon Publicity Stunts. Ein besonders berüchtigter war eine Aktion des Marketers William Crush. Dieser dachte sich eines Tages: Was könnte die Leute mehr dazu anregen, Zugtickets zu kaufen, als ein inszeniertes Zugunglück? Die Missouri-Kansas-Texas Railroad bot Menschen, die sich den Zusammenprall ansehen wollten, vergünstigte Tickets an, und verkaufte tatsächlich fast 50.000 Stück. Doch dann ging alles schief: Zwei Kessel explodierten während des Zusammenpralls der Lokomotiven, und Trümmer flogen durch die Luft. Drei Menschen starben und Dutzende wurden verletzt.

File:The Explosion, Views of the Head End Collision at Crush, Texas.jpg
© Wikipedia

Was hältst du von den peinlichsten PR-Gags? Welchen findest du am schlimmsten? Hast du vielleicht noch ein ganz anderes Beispiel im Kopf? Schreib es uns gerne in die Kommentare. Nicht nur Marken leisten sich peinliche Aktionen: Auch bei der Bewerbung oder im Video Meeting kann einiges schief gehen.

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