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Amazon Prime Video ab 5. Februar mit Ads – Werbefreiheit kostet künftig extra

Amazon Prime Video ab 5. Februar mit Ads – Werbefreiheit kostet künftig extra

Niklas Lewanczik | 03.01.24

Wer Amazon Prime Video künftig ohne Werbung sehen möchte, muss monatlich draufzahlen. Das dürfte viele Kund:innen verärgern.

Für Kund:innen von Amazon Prime Video besteht kein Handlungsbedarf, betont das Unternehmen in der Mail, die die jüngste Änderung für den Streaming-Bereich ankündigt. Wollen sie aber weiterhin Titel ohne Werbung sehen, müssen sie pro Monat noch auf die Abonnementkosten draufzahlen. Diese Anpassung kündigte Amazon schon im Herbst 2023 an – und sorgte damit für Unmut bei den Usern. Nun ist das Datum für den Start der Ads bei Prime Video-Titeln bekannt und wir wissen, was eine werbefreie Experience kosten soll; diese kommt allerdings nicht zu einhundert Prozent ohne Werbung aus.

Das kostet Amazon Prime Video (fast) ohne Ads

Ein Abonnement für Prime Video kostet nach einem möglichen kostenfreien Probemonat 8,99 Euro monatlich. Auch Prime-Kund:innen Amazons haben Zugriff auf Prime Video. Sie zahlen seit Sommer 2022 deutlich mehr als zuvor für eine Mitgliedschaft, inzwischen 89,90 Euro pro Jahr. Einer der vielen Vorteile, die die User des Streaming-Dienstes Prime Video bislang hatten, war die werbefreie Ausspielung von Inhalten, Originaltiteln und zugekauften Titeln. Dabei waren manche bereits über die vor vielen Filmen oder Serien abgespielten Eigenwerbungen für Prime Video-Inhalte verärgert.

Ab dem 5. Februar aber wird Prime Video für alle Ads ausspielen, die nicht auf die werbefreie Variante zugreifen. Diese kostet jedoch 2,99 pro Monat zusätzlich. Und dabei können „Live-Inhalte wie Sport, Live TV und Inhalte von Amazon Freevee […] weiterhin Werbung enthalten“. Zu den Live-Sportinhalten zählt neben einigen Spielen der Fußball-Champions League der Herren ab 2024 beispielsweise auch der Wimbledon Tennis Grand Slam, den Prime Video exklusiv ausstrahlen wird. Doch trotz des vielfältigen Angebots von Amazon Prime Video – das User mit Zusatz-Channels oder Leih- und Kaufangeboten kostenpflichtig erweitern können – dürften viele Nutzer:innen unzufrieden mit der Werbeintegration sein. Immerhin soll die Ad-Frequenz im Vergleich zu anderen Anbieter:innen gering bleiben. So erklärt Amazon:

Wir schreiben dir heute, um dich über eine bevorstehende Änderung bei Prime Video zu informieren. Ab dem 5. Februar werden Titel bei Prime Video in begrenztem Umfang Werbung enthalten. Das erlaubt es uns, weiterhin in Top-Entertainment und Live-Sportinhalte zu investieren und diese Investition langfristig zu erhöhen. Unser Ziel ist es, deutlich weniger Werbung zu zeigen als traditionelle Fernsehsender und andere Video-Streaminganbieter. Für dich besteht kein Handlungsbedarf und der aktuelle Preis deiner Prime-Mitgliedschaft wird sich nicht ändern […].

Noch mehr Umsatz für Amazon

Viele Zuschauer:innen könnten sich von Ads mitten in Hit-Filmen wie Saltburn oder Serien wie Die Discounter gestört fühlen. Schon in den Kommentaren unter unserem Beitrag zur Ankündigung der Änderung im Herbst vergangenen Jahres zeigte sich Ablehnung. Für Amazon ist die Möglichkeit, über ein teureres werbefreies Abonnement mehr Umsatz zu generieren, verlockend – zumal auch über die integrierten Ads mehr Einnahmen eingespielt werden können. Im dritten Quartal 2023 generierte Amazon über zwölf Milliarden US-Dollar mit Advertising und über zehn Milliarden US-Dollar mit Abonnementdiensten.

Für Advertiser, die seit einiger Zeit auch auf Disney+ und Netflix werben können, eröffnen sich parallel zur TV-Werbung durch die Anpassung auf Prime Video wieder neue Möglichkeiten zu einer spezifischen Zielgruppenansprache. Wie genau die Ads auf dem Dienst aussehen werden, gab Amazon nicht bekannt, vielleicht werden Pre- und Mid-Roll Ads integriert. Wir werden es sehen.


Schock für User:

Amazon Prime Video erhält Werbung in Deutschland

© Thibault Penin - Unsplash, Prime Video auf Bildschirm
© Thibault Penin – Unsplash

Kommentare aus der Community

Hynek am 15.01.2024 um 19:47 Uhr

Es ist auch billig Amazon Prime Video durch VPN bestellen. Viele Länder haben monatliche Abbo billiger als Deutschland.
zB in Asien od Süd Amerika.
Man kann bei https://vpnwiki.com/de/top-10/netflix finden, welche Länder sind gut für Netflix und das gleiche gilt auch für Amazon Prime oder andere Streamingdienste.

Antworten
M. am 03.01.2024 um 10:44 Uhr

Hab direkt gekündigt zum Ende der verbleibenden Laufzeit.

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