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Affiliate Marketing
Schock für Affiliates: Amazon kürzt Provision auf bis zu ein Prozent
© Bryan Angelo - Unsplash

Schock für Affiliates: Amazon kürzt Provision auf bis zu ein Prozent

Nadine von Piechowski | 16.04.20

Drastische Kürzungen bei Amazon: Die E-Commerce-Plattform will die Affiliate-Provisionen in den USA auf bis zu ein Prozent reduzieren. Müssen auch deutsche Partner um ihre Anteile bangen?

Die Coronakrise greift weiter um sich – auch bei Amazon. Obwohl die E-Commerce-Plattform als einer der großen Profiteure der momentanen Lage gilt – die Aktie erreichte gerade erst ein Rekordhoch – kürzt der Konzern jetzt die Affiliate-Provisionen drastisch. Zunächst nur in den USA. Dem Nachrichtenportal CNBC liegt ein Schreiben von Amazon vor, in dem das Unternehmen den Teilnehmern des Partnerprogramms mitteilt, dass die Provisionen ab dem 21. April wesentlich kleiner ausfallen. Das Search Engine Journal berichtete, dass Amazon die Affiliates in einer E-Mail über bevorstehende Änderungen informierte – von derart drastischen Reduzierungen sei darin aber nichts zu lesen. Erst nach einem Klick auf einen Link in der E-Mail könnten die Provisionskürzungen eingesehen werden.

Diese E-Mail erhielten die Teilnehmer an Amazons Partnerprogramm, © Search Engine Journal

Amazon: Provisionen für Affiliates brechen teilweise um mehr als die Hälfte ein

Für viele Affiliates dürfte ein Blick auf die neue Provisionstabelle ein Schock gewesen sein. Der Anteil, den die Partner pro vermitteltem Verkauf bekommen, bricht in einigen Kategorien um mehr als die Hälfte ein. In der Kategorie „Furniture, Home, Home Improvement, Lawn & Garden, Pets Products, Pantry“ schüttet Amazon zukünftig nicht mehr acht Prozent, sondern nur noch drei Prozent aus. Auch die Sparte „Grocery“ hat es hart getroffen. Hier wurden die Provisionen von fünf Prozent auf ein Prozent reduziert.

Amazon bestätigte die Änderungen gegenüber CNBC, gab aber keinen Grund dafür an. Ob die Kürzungen wegen bevorstehenden Gewinneinbußen vorgenommen werden oder vielleicht schon länger geplant waren, ist nicht bekannt. Der Gedanke liegt nahe, dass Amazon unnötige Kosten einsparen möchte. Denn nicht alle Kategorien sind von den Kürzungen betroffen. Augenscheinlich müssen nur Affiliate-Partner in den aufgrund der Coronapandemie erfolgreichen Sparten mit Einbußen rechnen. Amazon bekommt hier durch die Social-Distancing-Maßnahmen bereits genug Traffic. Das zeigt auch eine SEO-Analyse der E-Commerce-Plattform. Ob in Zukunft auch deutsche Affiliate-Partner mit Provisionskürzungen rechnen müssen, ist noch unklar.

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