Technologie
„Intelligentestes Modell der Welt“ GPT-6 Astra ist da

„Intelligentestes Modell der Welt“ GPT-6 Astra ist da

Niklas Lewanczik | 04.09.26

OpenAI verspricht mit GPT-6 Astra alles mit dem Modell möglich zu machen, was du schon am Computer selbst machst, nur schneller. Die Performance-Werte beeindrucken, doch der Roll-out startet mit Einschränkungen.

Dieses neue KI-Modell von OpenAI soll neue Standards setzen. GPT-6 Astra kommt keine zwei Monate nach dem globalen Roll-out der Modellreihe GPT-5.6. Ab sofort steht das Modell ersten ausgewählten Organisationen bereit. OpenAI hatte den Start von Astra verzögert, weil das Modell das Prädikat „Critical“ bei der Einordnung der Fähigkeiten erhalten hatte. Dahinter steht eine Fähigkeitsgrenze, die bislang kein OpenAI-Modell überschritten hatte. Also prüfte das KI-Unternehmen die Sicherheitsvorkehrungen genauer denn je und sorgte für die Integration von mehr Sicherheitsmechanismen und Nutzungseinschränkungen.



Lies in unserem Beitrag mehr über die Sicherheitshintergründe zum Modell Astra.

Prädikat „Critical“:

OpenAI hielt Astra wegen Sicherheitsrisiken zurück

Weißes OpenAI-Logo auf orangefarbenem Verlaufshintergrund zum als „Critical“ eingestuften AI-Modell Astra.
© OpenAI via Canva


In den nächsten Tagen wird GPT-6 Astra allerdings auch für User von ChatGPT Plus, Pro, Business und Enterprise bereitgestellt. Zudem wird es über die OpenAI API und Microsoft Azure sowie AWS und Amazon Bedrock verfügbar sein. Es konkurriert unter anderem mit neuen Modellen von Google und Anthropic, darunter Gemini 3.8 Flash beziehungsweise 3.8 Flash Cyber und Claude Fable 5.1 beziehungsweise Mythos 5.1.

ARC-AGI-3-Wert von 99,9 Prozent: GPT-6 Astra als Supermodell?

OpenAI selbst preist, wenig überraschend, das eigene neue Modell als ganz besonders leistungsstark an. Im LinkedIn Post zum Launch ist vom bisher „intelligentesten und am besten justierten Modell der Welt“ die Rede. Sowohl bei der Software-Entwicklung als auch bei der Wissensarbeit, bei der Cybersicherheit und im Bereich der Wissenschaft soll das Modell neue Maßstäbe setzen. Das gilt ebenso für die Bereiche Browsing und Computer Use. OpenAI meint:

Anything you can do on a computer, Astra can do for you, fast.

Dieses Versprechen untermauert das Unternehmen mit Leistungsdaten des Modells aus Tests in verschiedenen Benchmark-Umgebungen. Bei der Benchmark FrontierMath Tier 4 erlangte das Modell einen Wert von 98 Prozent und konnte vorab schon komplexe mathematische Probleme selbst lösen. Im ExploitBench Leaderboard gab es sogar den bisher mit Abstand besten Wert von 100 Prozent. Dort wird evaluiert, wie gut die Modelle KI-Sicherheitslücken entdecken und basierend auf der Entdeckung handeln können. Astra kommt zudem bei der Benchmark ARC-AGI-3 auf einen Wert von 99,9 Prozent. Das ist besonders spannend, da mit dieser Testmessung die menschenähnliche Intelligenz von KI-Modellen ermittelt werden soll.

Die Messwerte von GPT-6 Astra, Claude Opus 5 und GPT-5.6 Sol bei ARC-AGI-3, © OpenAI, Diagramm mit unterschiedliche hohen Balken und Zahlen
Die Messwerte von GPT-6 Astra, Claude Opus 5 und GPT-5.6 Sol bei ARC-AGI-3, © OpenAI

GPT-6 Astra soll besonders schnell, intelligent und professionell arbeiten. Das können die User bald in den unterschiedlichsten Kontexten selbst testen und sich ihr eigenes Bild unabhängig von den geteilten Benchmark-Werten machen. OpenAI rät zur Nutzung von GPT-6 Astra in der ChatGPT Desktop App, um die beste Nutzungserfahrung zu machen. Einige erste Einsatzszenarien hat das Unternehmen in Kooperation mit dem MIT bereits abgebildet.

Die Kosten für das neue Modell belaufen sich auf zehn US-Dollar pro Million Input Tokens und 50 US-Dollar pro Million Output Tokens. Bei Cache Reads und Writes werden andere Preise fällig (ein US-Dollar beziehungsweise 12,5 US-Dollar). Der Fast Mode ist für GPT-6 Astra ebenfalls verfügbar über die API. Er sorgt für die doppelte Geschwindigkeit bei der Verarbeitung und kostet im Einsatz auch das Doppelte. Erfahre auf OpenAIs Seite noch mehr über die Preisstruktur im einzelnen Einsatzkontext.

Mit dem neuen Astra-Modell greift OpenAI nach den Sternen und arbeitet weiter an der Entwicklung einer AGI. Dabei soll das Modell dem Unternehmen nicht zuletzt bei der Finanzierung helfen, genau wie das immer weiter ausgebaute Werbeökosystem.



OpenAI öffnet Self-Serve Ads Manager in Deutschland

– 1 Milliarde US-Dollar ARR für ChatGPT Ads

Smartphone Mockup mit ChatGPT Chat und Ad, dahinter pinkfarbener Hintergrund mit einzelnen Kaffeetassen
© OpenAI via Canva


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