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Auch bei Hitze: So kannst du dich während der Arbeitszeit besser konzentrieren

Auch bei Hitze: So kannst du dich während der Arbeitszeit besser konzentrieren

Selina Beck | 24.06.26

Konzentration am Arbeitsplatz fällt vielen während der aktuellen Hitzewelle sehr schwer. Auch das Smartphone fordert immer wieder Aufmerksamkeit. Wir haben Tipps gesammelt, wie du trotzdem fokussiert arbeiten kannst.

Die hohen Temperaturen scheinen zurzeit kein Ende zu nehmen. In Baden-Württemberg könnte diese Woche sogar die 40-Grad-Marke geknackt werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremer Hitzebelastung. Erst nächste Woche könnten die Temperaturen wieder sinken und Abkühlung wäre in Sicht.

Ein gesetzliches Recht auf Hitzefrei gibt es für Arbeitnehmer:innen nicht. Ausnahmen gelten für Schwangere, stillende Mütter und Beschäftigte mit gesundheitlichen Problemen. Bei Temperaturen über 30 Grad müssen Unternehmen allerdings Schutzmaßnahmen ergreifen – etwa Jalousien oder Hitzepausen. Auch Wasser muss bereitgestellt werden.

Das sind die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei akuten Hitzekrankheiten, © Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Screenshot
Das sind die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei akuten Hitzekrankheiten, © Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Screenshot
Das sind die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei akuten Hitzekrankheiten, © Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung


Gibt es hitzefrei auch für Arbeitnehmer:innen?

Frau verzweifelt vor Laptop
© Elisa_Ventur – Unsplash


Doch nicht nur die Hitze sorgt bei vielen Beschäftigten für Ablenkung: Verschiedene Studien zeigen, dass die Anwesenheit von digitalen Geräten die Aufmerksamkeit schwächt. So sorgt etwa ein Smartphone dafür, dass wir immer wieder nachschauen, ob wir etwas Wichtiges oder Interessantes verpasst haben. Mit den folgenden Tipps kannst du deine Konzentration fördern, um im Alltag und nicht zuletzt in Hitzeperioden gut durch den Arbeitstag zu kommen.

Tipp 1: Die Pomodoro-Technik

Die Pomodoro-Technik will die Konzentrationsmaximierung durch gezielte Pausen erreichen. Dabei werden größere Aufgaben in kleinere Einheiten zerlegt, die schnell zu erledigen sind. Dadurch fällt das Starten leichter und zielgerichtetes Arbeiten wird möglich. Auch regelmäßige Pausen sind dabei wichtig, denn sie fördern die Konzentration und neue Motivation.

So können Beschäftigte etwa nach 25 Minuten Arbeitszeit (etwa ein Meeting vorbereiten) fünf Minuten Pause (zum Beispiel frische Luft schnappen) machen. Der Handywecker hilft bei der Tagesstrukturierung. Nach zwei bis drei Einheiten ist dann eine größere Pause von etwa 30 Minuten dran, in der Angestellte abschalten können (etwa ruhiges Mittagessen).

Die Pomodoro-Technik wird auch von vielen Studierenden beim Lernen genutzt, © Goethe-Universität Frankfurt am Main, Screenshot
Die Pomodoro-Technik wird auch von vielen Studierenden beim Lernen genutzt, © Goethe-Universität Frankfurt am Main

Tipp 2: Ablenkung bestmöglich reduzieren

Diverse Studien haben gezeigt, dass die sichtbare Präsenz eines Smartphones die Konzentration um acht bis zwölf Prozent verringert. Also am besten das Smartphone in die Tasche oder in die Schublade packen oder zumindest Push-Nachrichten auf stumm schalten. Auch Social Media sollte am besten nur in Pausenzeiten genutzt werden. Schließlich nutzen wir laut Bitkom das Smartphone schon 180 Minuten pro Tag. Dr. Sebastian Klöß, Experte für Consumer Technology bei Bitkom sieht darin eine „Fernbedienung des Alltags“. Diese kann aber nicht nur ablenken, sondern auch Arbeit erleichtern, wenn sie zum Beispiel genutzt wird, um Aufgaben mit neuen KI-Technologien zu automatisieren. Das funktioniert zum Beispiel mit dem Tool Claude Code. Nutzt du solche Automatisierungen, kannst du auch die Pausen besser integrieren.


AI arbeitet sogar für dich, wenn du läufst:
Claude Code bekommt Fernbedienung

orangefarbener Hintergrund, grobe Skizze von Mensch mit schwarzem Strich, , Würfelform in Weiß
© Anthropic via Canva


Tipp 3: Für Abkühlung sorgen

Bei hohen Temperaturen ist es wichtig, immer wieder für etwas Kälte im Office zu sorgen: ein Eiskaffee, frisches Obst oder kaltes Wasser im Kühlschrank können für Abkühlung sorgen. Auch kaltes Wasser im Nacken und an den Handgelenken hilft für kurzzeitige Erfrischungen. Eine Schüssel mit Eiswürfeln oder Kühlakkus direkt vor dem Ventilator sorgen ebenfalls für kühle Frische. Achte zudem darauf, dass deine elektronischen Geräte nicht zu sehr der Hitze und Sonne ausgesetzt sind.

Tipp 4: Genug Schlaf

Vor allem bei hohen Temperaturen schlafen wir oft zu wenig, da wir abends länger unterwegs sind oder wegen der Hitze nicht einschlafen können. Aber Schlaf ist essenziell für das eigene Wohlbefinden und die Konzentration. Für Erwachsene empfiehlt die US-amerikanische National Sleep Foundation sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht. Schlafstörungen führen automatisch leider auch zu Konzentrationsstörungen.


Millionen Arbeitnehmer:innen von Schlafstörungen betroffen

– darf man sich dafür krankmelden?

Eine Frau sitzt auf ihrer Bettkante und kann nicht schlafen
© cottonbro studio – Pexels


Tipp 5: Pausen optimal nutzen

In der Pausenzeit empfiehlt sich ein Gegenprogramm zu den Arbeitsaufgaben. Wenn Beschäftigte beispielsweise am Schreibtisch arbeiten, nutzen sie die Pause am besten für Bewegung für den Körper – etwa mit einem Spaziergang oder im Sommer mit einem kleinen Sportprogramm, etwa mit Yoga. Das Smartphone sollte nicht dauerhaft Pausenunterhaltung sein, da dadurch das Gehirn nicht abschalten kann. Versuche es alternativ mit einer Meditation.

Tipp 6: Fokus auf das Positive dank Erfolgstagebuch

Das Journaling von eigenen Erfolgen kann sehr motivationsfördernd sein. In einem Erfolgstagebuch können berufliche Meilensteine, aber auch kleinere positive Erlebnisse wie ein Lob von Kolleg:innen festgehalten werden. Das Journaling kann jeden Tag morgens oder abends oder in größeren Zeitabständen geführt werden. Wichtig dabei ist die Regelmäßigkeit.

Wenn du jeden Tag lediglich drei kleine Erfolgserlebnisse aufschreibst, bekommst du einen Überblick über deine erreichten Arbeitsziele. Zudem fokussierst du deine Aufmerksamkeit auf deine Erfolge und gehst dadurch wieder motivierter und aufmerksamer durch den Arbeitstag. Mit dem Journaling hast du zugleich auch immer gute Argumente bei einem Personalgespräch oder einer Gehaltsverhandlung in der Hand, die du deinen Vorgesetzten aufzeigen kannst.

Auch Gründer:innen setzen auf das Journaling, © Mona Monica Kattan via LinkedIn
Auch Gründer:innen setzen auf das Journaling, © Mona Monica Kattan via LinkedIn


Neue Motivation mithilfe eines Erfolgstagebuchs bekommen

Tisch mit Planer und Laptop
© Thought Catalog – Unsplash


Hast du noch einen Tipp für mehr Konzentration im Arbeitsalltag? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen!


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