Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Human Resources
Deutsches Unternehmen gewährt allen Mitarbeiter:innen ein bezahltes Sabbatical

Deutsches Unternehmen gewährt allen Mitarbeiter:innen ein bezahltes Sabbatical

Hauke Eilers-Buchta | 06.07.22

Ein Sabbatical zur Erholung, zum Lernen neuer Dinge oder für mehr Zeit mit der Familie – der Traum vieler Arbeitnehmer:innen. Beim deutschen Unternehmen einhorn wird dies jetzt für alle Mitarbeiter:innen zur Realität.

Viele Mitarbeiter:innen fühlen sich überarbeitet und leiden unter hohem Stress. Beim Start-up einhorn will man diesen Umständen nun vorbeugen und allen Mitarbeiter:innen ein jährliches Sabbatical zugestehen. Erst vor einigen Wochen hatte Firmengründer Waldemar Zeiler angekündigt, selber eine Auszeit nehmen zu wollen. Er sei zuletzt nicht immer bei der Sache gewesen, obwohl er immer viel gearbeitet habe. Jetzt möchte er sich für ein halbes Jahr zurückziehen und aus der Zeit Kraft und Hoffnung schöpfen.

Sabbatical soll es für alle Mitarbeiter:innen geben

Bei einhorn möchte man diesen Luxus aber nicht nur der Führungsriege zugestehen. Stattdessen sollen alle einhorn-Mitarbeiter:innen ein Sabbatical nehmen können. Eine entsprechende Guideline veröffentlichte Zeiler jüngst auf der einhorn-Website. Dort ist erklärt, wozu ein Sabbatical dient, was für Anforderungen es gibt und welche Regeln es seitens einhorns für die Auszeit vom Job gibt.

Sabbatical bei Einhorn
© einhorn

So soll die Job-Auszeit zum Beispiel für die individuelle Selbstfindung genutzt werden können oder auch zur Erholung. Eine Ausnahme gibt es allerdings noch: Um anderweitig Einkommen zu erzielen, solle das Sabbatical nicht genutzt werden.

Jede:r Angestellte von einhorn – in Vollzeit oder auch Teilzeit – kann pro Jahr der Firmenzugehörigkeit einen Monat eine Auszeit nehmen. Firmenchef Zeiler geht als Gründer vorneweg und verabschiedete sich zum 1. Juli 2022 für ein halbes Jahr. Erst Anfang 2023 wird er somit wieder im Unternehmen aktiv sein.

Urlaubsanspruch besteht zusätzlich weiter

Parallel zur Möglichkeit der Auszeit vom Job besteht der Urlaubsanspruch der Mitarbeiter:innen bei einhorn ebenso fort. Hinzu kommt: einhorn bezahlt das Sabbatical in vollem Umfang, das Gehalt fließt also weiterhin aufs Konto.

Mitarbeiter:innen haben dazu die Möglichkeit, ihre Auszeit individuell und frei zu planen. So kann das Sabbatical komplett genommen werden, beispielsweise also alle Monate am Stück oder auch flexibel. Dies gilt solange, wie man Guthaben auf dem Sabbatical-Konto hat.

Regeln gibt es trotzdem. So sollte die Auszeit frühzeitig mit dem Team besprochen werden. Unter Umständen sei es bei einhorn aber auch denkbar, dass Kolleg:innen gleichzeitig ein Sabbatical nehmen und somit der Arbeit fernbleiben.

einhorn: Mehr Fokus und Klarheit durch Sabbatical

Angst davor, dass die Auszeit der Mitarbeitenden zu hohen Kosten führen könne, hat man bei einhorn indes nicht. Stattdessen sei man sich sicher, dass ein Sabbatical durch einen besseren Fokus und hinzugewonnene Klarheit dem gesamten Unternehmen zugute kommen wird.

Durch die Gelegenheit, allen Mitarbeiter:innen die Chance auf Job-Auszeiten zu bieten, geht Einhorn erneut einen Schritt zu einer sinnvollen Unternehmenskultur. Schon in der Vergangenheit zeichnete sich das Unternehmen durch verschiedene Benefits aus. Schon im Jahr 2016 hatten Angestellte beispielsweise die Möglichkeit, frei über die Anzahl ihrer Urlaubstage zu entscheiden.

Arbeitswelt für Angestellte sinnvoller gestalten

Zeiler beschäftigt sich auch als Autor mit der Weiterentwicklung der Arbeitswelt und mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Wirtschaft. So sei es eines seiner Ziele, die Arbeitswelt für Angestellte sinnvoller zu gestalten und dabei auch auf mehr Nachhaltigkeit zu setzen.

In seinem eigenen Sabbatical plant Zeiler übrigens, mehr Zeit mit seinem Sohn zu verbringen. Zusätzlich möchte er mehr meditieren, sich sportlich betätigen und neue Dinge erlernen. Den Zeitraum von sechs Monaten empfindet er dafür als optimal. Eine frühere Auszeit brachte ihm die Erkenntnis, dass er erst nach drei Monaten vollständig abschalten konnte. Zudem seien sechs Monate nicht zu lang und er würde nicht in Vergessenheit geraten.

Kommentare aus der Community

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*
*

Melde dich jetzt zu unserem HR-Update an und erhalte regelmäßig spannende Artikel, Interviews und Hintergrundberichte aus dem Bereich Human Resources.