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Pinterest: Marketing Tipps für Marken mit kleiner Zielgruppe

Buffer hat als ein Startup mit relativ klar definierter, kleiner Zielgruppe eine extrem hohe Reichweite auf dem Bildernetzwerk generiert und stellt seine Erfahrungen nun dem breiten Publikum zur Verfügung.

© Buffer.com / Pinterest.com

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Buffer ist nun nicht gerade ein Unternehmen, von dem man behaupten könnte, es hätte einen hohen Bekanntheitsgrad. Dem Social Sharing-Dienst gelang es trotzdem, eine ansehnliche Followerzahl von nahezu 5.000 Usern auf Pinterest zu generieren. Um dies auch als weniger populäres Unternehmen zu erreichen, musste das Startup mit Pins und Boards viel herumprobieren. Die daraus resultierenden Tipps und Tricks für das beliebte Bildernetzwerk wollen wir euch hier vorstellen und im Anschluss zeigen, wie ihr auch als Unternehmen mit einer kleinen Zielgruppe Content kreieren könnt, der sowohl das User Engagement als auch die Reichweite steigert.

 Versuch macht klug

Pinterest ist ein aufstrebendes soziales Netzwerk, auch wenn die Gründer es als solches nicht gern bezeichnen, sondern eher als Bildernetzwerk verstanden wissen wollen, das Ideen generieren soll. 70 Millionen User kann Pinterest inzwischen vorweisen und als das am schnellsten wachsende Social Network hält es ein großes Potential für Marketer bereit. Diesbezüglich gibt das Internet einiges an Informationen her, es existieren vielerlei Tipps und Tricks, die dabei helfen sollen, die eigene Marke auf Pinterest zu etablieren. Wie du für deine Marketingzwecke am meisten aus der Plattform holst, hat Buffer im Selbstversuch herausgefunden und in einer Liste zusammengetragen.

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© Buffer.com
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Häufiges Posten

Zwischen fünf- und 30 mal täglich zu posten, statt nur ein- oder zweimal, brachte Buffer einen 150-prozentigen Anstieg des User Engagements ein. Um dieses Volumen an täglicher Arbeit zu managen, werden die Beiträge mithilfe der Buffer App mehrere Tage im Voraus geplant.

Rich Pins

© oetcker.de / pinterest.com

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Rich Pins sind ein guter Weg, den Usern gehaltvollere Informationen zur Verfügung zu stellen. Es gibt dabei inzwischen fünf verschiedene Arten der Rich Pins:

  1. Artikel Pins: enthalten Überschrift, den Autoren, einen Textauszug sowie den Link
  2. Produkt Pins: enthalten den Preis, Verfügbarkeit und Shopadresse
  3. Rezept Pins: enthalten eine Zutatenliste, Garzeiten sowie Serviervorschläge
  4. Movie Pins: enthalten Bewertungen und Filmcrew
  5. Lokale Pins: enthalten Adresse, Telefonnummer und eine Karte

Rich Pins können über jeden verifizierten Account erstellt werden, der Rich Pins beantragt hat. Dafür muss ein Code im Blog hinzugefügt werden, Buffer hat dafür das Yoast SEO-Plugin genutzt. Der Admin sollte den Account, wenn noch nicht geschehen, dann von Pinterest validieren lassen und Rich Pins beantragen. War dies erfolgreich, bekommst du eine Bestätigungsmail von der Plattform und kannst die Pins einbinden. Buffer konnte mit den Rich Pins eine mehr als doppelt so hohe CTR erreichen als ohne.

Pingestaltung

Pins sollten wenigstens 600 Pixel breit und hochkant sowie im 2:3- beziehungsweise 1:3,5-Format gestaltet sein. Bei einer Breite von 600 Pixel und einem 2:3-Format müsste das Bild demnach 900 Pixel hoch sein und so weiter.

Keywords

Grundsätzlich solltest du deine Pins so detailliert wie möglich umschreiben und die 500 möglichen Wörter voll nutzen. Je mehr Wörter, desto leichter wirst du gefunden. Auch eine Call-to-Action kann hier hilfreich sein, damit mehr User den Link klicken. Pinterest hat in einem Video auch erklärt, welche Maßnahmen nicht helfen: Hashtags, Rabattinformationen (“Jetzt mit 15% Rabatt!”) und Call-to-Actions um etwas zu verkaufen (“Jetzt kaufen!”). Fließtext steht bei Pinterest also vor der Indexierung und macht damit wohl einen der Hauptunterschiede zu Instagram aus.

Geeigneter Content für Pins

Wie du einen visuellen Pin gestalten solltest, haben wir weiter oben bereits erklärt. Vor einigen Wochen haben wir euch einige wertvolle Tipps für geeigneten Content auf Pinterest gegeben, die wir nun noch mit den Erfahrungen von Buffer etwas ergänzen können. Wie bereits beschrieben, kann von der Nutzung von Hashtags, entgegen unserer vorherigen Annahme, abgesehen werden.

© OnlineMarketing.de /Pinterest.com

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Als visuelles Netzwerk ist Pinterest – genau wie Instagram – sehr anfällig für Urheberrechtsverstöße. Ein Wasserzeichen mit deinem Logo oder deiner Unterschrift sieht häufig nicht nur gut aus, sondern durch das Branding erschwerst du ebenfalls den Diebstahl deines geistigen Eigentums. Buffer hat im Zuge des vorangegangenen Marketing-Experiments auch die Inhalte der Pins optimieren können und die folgenden Tipps für gute Pinterest-Inhalte zur Verfügung gestellt.

Blog Posts

Blog Posts sollten natürlich neben einer aussagekräftigen Überschrift auch ein Artikelbild enthalten. Bei den Maßen und Seitenverhältnissen kannst du dich an den bereits genannten orientieren. Für Überschrift und Auszug eignen sich zu jeder Zeit relevante Keywords. Vorsicht aber bei Stockfotos: Diese solltest du vermeiden. Denn aufgrund der hohen Auflösung und der häufig eingeschränkten oder unklaren Nutzungslizenzen für soziale Medien kannst du schnell Ärger bekommen.

Fotos, Grafiken und Diagramme

Solltest du Schwierigkeiten haben, ausreichend Content zur Verfügung zu stellen – für fünf bis 30 Posts am Tag sollten auch ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen – eignen sich Bilder deines Arbeitsprozesses genauso gut wie anderer Content. Du kannst ansonsten aber auch Fotos deines Arbeitsplatzes einstellen oder deines Mittagessens – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt und solang die Bilder inhaltlich zu deinem Auftritt passen, kannst du allerlei Content als Lückenfüller nutzen.

Auch in Buzzfeed-Manier unter jede Zwischenüberschrift ein Bild einzufügen, ist im absoluten Rahmen des Möglichen. Canva verfolgt diese Strategie und konnte den Pinterest-Traffic so um über 60 Prozent steigern.

Schreibst du häufig Blogposts, die Zahlen und Statistiken enthalten, bieten sich Diagramme zum Einstellen an. Diese kannst du als Torten-, Balken- oder Liniendiagramm ziemlich einfach mit Photoshop oder Excel gestalten und hochladen.

Nachdem du deine Bilder hochgeladen hast, solltest du dem Pin noch eine Beschreibung mit relevanten Keywords hinzufügen. Nutzt du WordPress, kannst du beim Hochladen in das Titel-Feld den Alt-Text eingeben, der dann als Beschreibung unter dem Pin erscheint.

Ausblick

Diese Erfolgsbeispiele basieren auf den Erfahrungen, die Buffer auf Pinterest im Zuge seiner “empirischen Untersuchungen” machen konnte, weshalb sie nicht in Stein gemeißelt sind. Sie dienen als Orientierung und zeigen auf, welche Maßnahmen am meisten von Erfolg gekrönt sind. Das Potential von Pinterest wird in unseren Breitengraden noch nicht vollends ausgeschöpft, da das Netzwerk keine ausreichende Relevanz besitzt. Die zunehmende Anzahl an Mitgliedern aber verspricht Pinterest eine große Zukunft, weshalb Marketer sich gar nicht früh genug mit der Plattform auseinandersetzen können.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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