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Content Marketing: Grundlegendes zur Erhöhung des User Engagements

Content Marketing könnte sich zu einer der wenigen Konstanten im digitalen Marketing entwickeln. Das Potential ist riesig, doch gibt es einiges zu beachten.

© Flickr / Garry Knight, CC BY 2.0

© Flickr / Garry Knight, CC BY 2.0

Dass Content Marketing einmal der größte Umsatztreiber im Internet sein wird, prophezeite schon Bill Gates, als er 1996 den Spruch „Content is King“ prägte. Keine zwanzig Jahre später ist Content Marketing mit all seinen Facetten in aller Munde und konnte sich als eines der beliebtesten Marketing-Instrumente der heutigen Zeit etablieren. Aber Content ist nicht gleich Content und so gibt es bei der Erstellung einiges zu beachten, damit du deine User begeisteren kannst. Mike Murray hat auf dem Content Marketing Institute eine ausführliche Liste an Tipps und Tricks erstellt, von denen wir die elementarsten zusammengefasst haben.

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Grundlegendes zur Erhöhung des User Engagements

Die Formulierung

Schon kleine Dinge können Großes bewirken und die Wahl der richtigen Wörter übt einen enormen Einfluss auf die Wahrnehmung und infolgedessen auf die zu erwartenden Reaktionen aus. So ist zwar die Semantik hinter „Ich bin blind. Bitten spenden Sie“ und „Es ist solch ein wunderschöner Tag und ich kann ihn nicht sehen“ die gleiche. Die Rezeption jedoch ist eine völlig andere und so führt letzteres Zitat mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem stärkeren Engagement. Auch knackige Überschriften und überraschende Wendungen führen zu einem hohen User Engagement.

Mike Murray führt auf dem Content Marketing Institute als Beispiel die Kampagne der  ANLCI, der französischen Organisation zur Förderung der Alphabetisierung, an, die wie eine Autowerbung aufgemacht ist, aber einen völlig anderen Hintergrund hat. Sie soll mit der Irreführung auf den noch immer weit verbreiteten Analphabetismus aufmerksam machen und aufzeigen, welche Bedeutung es hat, Lesen zu können.

ANLCI_France

Um deine User dazu zu bewegen, in Aktion zu treten – sei es das Lesen eines Blogposts, die Anmeldung zum Newsletter, andere Call to Actions oder ähnliches – sollte die Formulierung fesselnd und exklusiv sein. Auf dem Buffer Blog findest du 189 Wörter, die du zum Steigern der Conversion Rate verwenden kannst. Der Artikel und die vorgeschlagenen Wörter sind zwar auf englisch, lassen sich jedoch teils auch ins deutsche adaptieren. Clickbait-Überschriften solltest du allerdings vermeiden, da sie keinen guten Ruf haben, ausschließlich auf Klicks abzielen (dabei aber häufig keine relevanten Inhalte bereitstellen) und im schlechtesten Falle mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Die Visualisierung

Die Einbindung von visuellem Content hat viele Vorteile. Nicht nur, dass sie lange Texte auflockern, aufgrund ihrer Übersichtlichkeit und der bildlichen Darstellung von Inhalten, die auf zuviele Worte verzichten und stattdessen auf Bildsprache setzen, werden sie auch häufiger geteilt. Visuelle Elemente sind demnach ein Reichweitengarant. Infografiken beispielsweise erfreuen sich höchster Beliebtheit und liefern gleichzeitig Fakten, die anstelle eines Fließtextes überschaubar aber gleichermaßen gehaltvoll dargestellt werden können. Eine Infografik kannst du schon in fünf Schritten erstellen und publizieren. Wie sie aussehen sollte, erfährst du in unten stehender Infografik zur Gestaltung von Infografiken.

© Hubspot.com

© Hubspot.com

Die Zielgruppe 

Nicht nur die Zielgruppe, sondern auch die von ihr präferierte Umgangsprache solltest du kennen, jedoch nicht in Slang verfallen. Umgekehrt ist es ebenso fatal, insbesondere bei B2B-Unternehmen, ein zu technischen Fachjargon zu wählen. Beide Alternativen schrecken potentielle Kundschaft eher ab, weshalb sie in jedem Fall zu vernachlässigen sind. Die Wahl sollte bei der Kundenansprache daher auf eine formlose und leicht verständliche Ausdrucksweise fallen. Denn auch wenn deine Zielgruppe überschaubar ist und sich überwiegend aus Professionals zusammensetzt, die mit der Materie und Fachausdrücken vertraut sind, willst du sicher vermeiden, dass fachfremde User deine Webseite stehenden Fußes verlassen. Auch das kann zu Umsatzeinbußen führen, denn vielleicht wissen sie ja noch gar nicht, dass sie deine Produkte benötigen könnten? Mit einer einfacheren Sprache machst du dein Unternehmen und deine Produkte für eine breitere Masse verständlich.

© longrangesystems.de

© longrangesystems.de

Am obenstehenden Beispiel von LRS, einem Hersteller von Pager-Systemen, zeigt sich, dass auch im B2B-Bereich eine verständliche und eingängige Sprache gesprochen werden kann, die die Produkte auch für Laien zugänglich macht. Der Text ist einfach und vor allem knapp und pointiert gehalten, so dass er in aller Kürze für jedermann wiedergeben kann, worum es bei dem Unternehmen geht und um wen es sich handelt. Sogar die Unternehmensgeschichte findet in den wenigen Sätzen Platz.

Im Grunde genommen gehen die genannten Tipps selbst von der Hand, wenn du dir nur vor Augen hältst, dass deine Inhalte für dein Publikum bestimmt sind. Interessanter, überraschender und auflockernder Content ist zielführender und bei Usern inzwischen sehr viel beliebter und erfolgversprechender als klassische Werbung, deren einziges und offensichtliches Ziel der Umsatz ist.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit Ende 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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