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Unternehmensrichtlinien
YouTube aktualisiert Nutzungsbedingungen: Keine Einnahmen trotz Ads und Steuern für Creator

YouTube aktualisiert Nutzungsbedingungen: Keine Einnahmen trotz Ads und Steuern für Creator

Caroline Immer | 19.05.21

YouTube hat seine Nutzungsbedingungen überarbeitet. Damit kommen zwei unerfreuliche Änderungen auf bestimmte YouTuber zu: Ads ohne Einnahmen für die Creator und Steuerzahlungen.

YouTube hat in einem Update der Nutzungsbedingungen mehrere schon länger befürchtete Änderungen offiziell gemacht. Zum einen wird die Videoplattform künftig auch bei Videos von Creatorn, welche nicht Teil des YouTube-Partnerprogramms sind, Ads schalten können. Die YouTuber erhalten für diese jedoch keine Einnahmen. Außerdem müssen alle Creator, die aufgrund von US-amerikanischen Zuschauer:innen in den USA Geld verdienen, künftig Steuern zahlen.

Ads für Creator, die nicht Teil des YouTube-Partnerprogramms sind

Bereits seit November 2020 müssen sich kleine Creator in den USA damit abfinden, dass YouTube bei ihren Videos Ads ausspielt – ohne dass sie dabei etwas verdienen. Nun kommt das Update ab dem ersten Juni 2021 auch für den Rest der Welt. Um durch Anzeigen Einnahmen zu generieren, müssen sich die Creator für das YouTube-Partnerprogramm bewerben, wie die Plattform erklärt:

Wir beginnen nach und nach damit, in einer begrenzten Anzahl an markensicheren Videos auf Kanälen, die nicht am YouTube-Partnerprogramm teilnehmen bzw. keine Monetarisierungsvereinbarung mit YouTube haben, Anzeigen einzublenden. Diese Creator erhalten zwar keinen Anteil an den Einnahmen aus diesen Anzeigen, sie können sich aber weiterhin für das YouTube-Partnerprogramm bewerben, sobald sie die Teilnahmevoraussetzungen erfüllen, an denen sich nichts ändert.

Steuern für YouTuber mit US-amerikanischen Zuschauer:innen

Aufgrund einer neuen US-Abgabenordnung müssen zukünftig alle YouTuber, welche durch US-amerikanische Zuschauer:innen Geld verdienen, Steuern zahlen. Alle Zahlungen von YouTube an Creator, die im YouTube-Partnerprogramm sind, werden demnach ab dem ersten Juni 2021 als Tantieme behandelt. YouTube-Partner müssen ihre Steuerinformationen an Google senden, damit geprüft werden kann, ob Steuern anfallen. Werden die Informationen nicht hinterlegt, könnte ein deutlich höherer Betrag fällig werden.


Beide Updates wurden bereits bei erster Bekanntmachung mit viel Kritik entgegengenommen. Viele Creator dürften wenig erfreut darüber sein, dass YouTube die Änderungen nun offiziell in den Nutzungsbedingungen vermerkt hat, und diese ab dem ersten Juni auch für Creator in Deutschland in Kraft treten.

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