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Unternehmensrichtlinien
Neue Richtlinien für Google Play Store: Keine Emoticons, Caps Lock oder Ranking-Hinweise in App-Darstellung

Neue Richtlinien für Google Play Store: Keine Emoticons, Caps Lock oder Ranking-Hinweise in App-Darstellung

Niklas Lewanczik | 03.05.21

Ein Update der Richtlinien für die App-Metadaten in Googles Play Store verbietet irreführende Elemente. Dabei müssen Apps künftig sachlich und möglichst wenig werblich dargestellt werden.

Für alle Android User ist der Google Play Store eine relevante Größe im Mobile-Bereich. Hier finden sie Apps zum Download und können sich vorab über diese informieren. Nun hat Google für den Play Store allerdings neue Richtlinien bekanntgegeben. Diese sollen dazu beitragen, die Qualität der App-Darstellung zu erhöhen und die Auswahl für User zu optimieren. Zentrale Bestandteile der neuen Vorgaben sind die Limitierung der Länge von App-Namen, das Verbot von Keywords, die als Promotion dienen sowie von Emoticons in den Metadaten.

Play Store: Neue Richtlinien werden in der zweiten Jahreshälfte 2021 umgesetzt

Auf dem Android Developers Blog erklären Bert de Weerd und Tingmui Li, dass Google für den Play Store zwei grundlegende Veränderungen für die App-Darstellung einführen wird. Diese sind ab der zweiten Jahreshälfte verbindlich, doch schon jetzt werden Entwickler:innen darüber informiert. Zum einen gibt es neue Vorgaben hinsichtlich der Metadaten für eine App im Play Store, die sich insbesondere auf den Namen beziehen. Zum anderen gibt es neue Guidelines für die Vorschauelemente, die eine App Preview ermöglichen (hierfür gilt schon jetzt, dass sie einzuhalten sind).

Neuerungen für die App-Metadaten

Google möchte Apps sachlich und schnell erkennbar im Play Store dargestellt wissen. Daher zielen die neuen Richtlinien für die App-Metadaten auf drei konkrete Neuerungen ab:

  • eine Limitierung des App-Namens auf 30 Zeichen
  • ein Verbot von Keywords, die entweder die Performance der App im Play Store abbilden sollen oder eine Promotion im Titel, Icon oder Entwickler:innennamen widerspiegeln
  • ein Verbot von graphischen Elementen im App Icon, die als irreführend eingestuft werden könnten

Vorab wird im Blog gewarnt, dass Apps, die den Richtlinien nicht gerecht werden, im Play Store künftig nicht mehr erlaubt sind. Um es Entwickler:innen einfacher zu machen, sich an die Vorgaben zu halten, hat Google konkrete Beispiele gegeben. So müssen die Apps einen möglichst kurzen und einfachen App-Namen aufweisen.

Ein simpler App-Name wird gewünscht, © Google

Verboten sind hingegen Elemente, die auf ein Ranking hinweisen – etwa ein Goldpokal-Emoticon- oder auch Textbausteine mit dem gleichen Ziel: „#1 App“.

Beispiel für untersagte Elemente in den App-Metadaten
Beispiel für untersagte Elemente in den App-Metadaten, © Google

Des Weiteren dürfen in der App-Darstellung keine Deals promotet werden, indem etwa ein „Sale“ im App Icon auftaucht oder ein „No Ads“ im Untertitel der App. Auch Installationsaufrufe wie „Download now“ verbietet Google. Darüber hinaus wird auch eine Schreibung von Text in Großbuchstaben verboten (es sei denn, der Unternehmensname ist in Großbuchstaben geschrieben). Und Emoticons dürfen ebenfalls nicht eingesetzt werden. Das gilt auch für Zeichensequenzen – etwa „!!“ –, die keine Relevanz für die Darstellung der App haben.

© Google
© Google
Verbotene Elemente in den App-Metadaten im Play Store
Verbotene Elemente in den App-Metadaten im Play Store, © Google

Auch für die Elemente zur App-Vorschau gibt es neue Regeln

Für die Videos, Screenshots, Bilder oder Kurzbeschreibungen, die einen ersten Einblick in eine App vermitteln sollen, werden im Play Store ebenfalls neue Richtlinien eingeführt. Und Google warnt bereits:

 Assets that don’t meet our guidelines may be ineligible for promotion and recommendation on major Google Play surfaces like Apps and Games home.

Die Prinzipien dieser Richtlinien für von Entwickler:innen bereitgestellte Assets beziehen sich auf folgende Punkte:

  • Bilden die Vorschau-Assets die App (oder das Game) sachlich und genau ab?
  • Bieten die Vorschau-Assets genügend Informationen, um Nutzer:innen bei der Entscheidung zu helfen, ob sie diese App (oder dieses Game) installieren möchten?
  • Sind die Vorschau-Assets frei von Schlagworten wie „kostenlos“ oder „beste“ und liefern stattdessen aussagekräftige Informationen über die einzigartigen Aspekte der App (oder des Games)?
  • Sind die Vorschau-Assets korrekt lokalisiert und leicht zu lesen?

Die konkreten Guidelines können Entwickler:innen im Dokument der Play-Console-Hilfe nachlesen. Mit der Ankündigung der Änderungen für den Play Store möchte Google den Entwickler:innen und App-Anbieter:innen einen wichtigen Ansatz für ihre Jahresplanung mit auf den Weg geben.

Weitere Veränderungen im App-Kosmos könnten allerdings auf die gesamte Digitalbranche zukommen, wenn im aktuellen Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games entschieden wird, dass Apple mit seinem App Store eine monopolistische Struktur geschaffen hat. Das würde schließlich auch Auswirkungen auf Googles Play Store haben, auf den sich der Vorwurf in gewissem Maße übertragen lassen könnte.

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