Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Unternehmensrichtlinien
Googles Ads Safety Report 2020: 3,1 Milliarden Ads blockiert oder entfernt
© Dylan Carr - Unsplash

Googles Ads Safety Report 2020: 3,1 Milliarden Ads blockiert oder entfernt

Niklas Lewanczik | 17.03.21

Aus Googles jährlichem Bericht zu Verstößen gegen die Werberichtlinien geht auch hervor, dass 1,3 Milliarden Publisher-Seiten entfernt und 1,7 Millionen Werbekonten deaktiviert wurden.

Einmal pro Jahr veröffentlicht Google seinen „Ads Safety Report“. Darin werden Verstöße gegen die Google-Werberichtlinien aufgezeigt und zusammenfasst. Google möchte die Verbreitung von Bad Ads und unangemessenen oder schädlichen Online-Inhalten reduzieren, die Werbeerfahrung der User verbessern und ein sicheres Ökosystem für Online Advertising schaffen. Deshalb werden die Richtlinien konsequent durchgesetzt. Das führte 2020 zu zahlreichen blockierten und entfernten Ads sowie deaktivierten Werbekonten. Auch im Kontext von Covid-19-Anzeigen kam es zu Blockierungen.

Über 40 neue oder aktualisierte Richtlinien, fast zehn Milliarden betroffene Ads

Auf dem Think With Google Blog erklärt Scott Spencer, Vice President für Ads Privacy & Safety bei Google, dass in der zehnten Ausgabe von Googles Ads Safety Report mehr Daten als je zuvor geteilt werden. Der Report zeigt, dass Google seit Jahresbeginn 2020 mehr als 40 Richtlinien für Werbetreibende und Publisher entweder neu hinzugefügt oder aktualisiert hat. Gegen derlei Richtlinien haben allerdings enorm viele Ads verstoßen. 2020 wurden 3,1 Milliarden Anzeigen blockiert oder entfernt, weil sie gegen Googles Richtlinien verstoßen haben.

3,1 Milliarden Ads wurden 2020 bei Google blockiert oder entfernt
3,1 Milliarden Ads wurden 2020 bei Google blockiert oder entfernt, © Google

Weitere 6,4 Milliarden Ads wurden aus dem gleichen Grund eingeschränkt. Eingeschränkte Anzeigen bedeuten, dass Google nach lokalen Gegebenheiten, Gesetzen und den Zertifizierungsprogrammen differenziert. Scott Spencer erklärt:

Unsre Durchführung folgt nicht dem one-size-fits-all-Prinzip. In diesem Jahr geben wir zum ersten Mal Informationen über eingeschränkte Anzeigen weiter – ein zentraler Bestandteil unserer Gesamtstrategie. Die Einschränkung von Anzeigen ermöglicht es uns, unseren Ansatz auf der Grundlage geografischer Gegebenheiten, lokaler Gesetze und unserer Zertifizierungsprogramme anzupassen. So werden zugelassene Anzeigen nur dort angezeigt, wo sie angemessen, reguliert und legal sind. Beispielsweise verlangen wir von Online-Apotheken, dass sie ein Zertifizierungsprogramm absolvieren. Sobald sie zertifiziert sind, zeigen wir ihre Anzeigen nur in bestimmten Ländern, in denen der Online-Verkauf von verschreibungspflichtigen Medikamenten erlaubt ist. In den letzten Jahren haben wir eine Zunahme der länderspezifischen Anzeigen-Vorschriften beobachtet. Durch die Einschränkung der Anzeigen können wir Werbetreibenden helfen, diese Anforderungen regional mit minimalen Auswirkungen auf ihre breiteren Kampagnen einzuhalten.

Insgesamt sind also 9,5 Milliarden Ads betroffen. Im Detail haben hiervon 867 Millionen Anzeigen mit Methoden wie Cloaking versucht, Googles Erkennungssysteme zu umgehen. Sie wurden ebenso blockiert oder entfernt wie 101 Millionen Ads, die gegen Googles Richtlinien für Falschdarstellungen verstoßen haben. Zudem wurden über 99 Millionen Covid-19-bezogene Anzeigen blockiert. Diese Ads warben unter anderem für „Wundermittel, N95-Masken […] und gefälschte Impfstoffdosen“.

1,7 Millionen Werbekonten allein 2020 deaktiviert

Doch nicht nur um die Anzeigen wurde sich gekümmert. Google entfernte auch 1,6 Milliarden Publisher-Seiten, während auf über 1,6 Millionen Publisher-Seiten mit schwerwiegenden Verstößen die Anzeigenschaltung gestoppt wurde. Darüber hinaus wurden 1,7 Millionen Werbekonten wegen Richtlinienverstößen deaktiviert. Letztlich möchte Google auch zur „Demonetarisierung von Hass und Gewalt“ beitragen.

Laut Spencer haben im vergangenen Jahr Nachrichtenverlage eine wichtige Rolle dabei gespielt, Menschen zu informieren und zu schützen. Indem Google Hassrede und Falschinformationen zu reduzieren sucht, derlei Content scannt und aussortiert, soll die Monetarisierung in diesem Kontext eingeschränkt werden.

Wenn du erfahren möchtest, wie Google im Detail dafür gesorgt hat, die Bedrohungen 2020 einzudämmen und wie 2021 ein sicheres digitales Ökosystem auf Googles Properties gefördert werden soll, kannst du den ausführlichen Blogpost von Scott Spencer lesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*