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Apple: Volle Transparenz über den Datenzugriff von Apps
© Xavier Wendling - Unsplash

Apple: Volle Transparenz über den Datenzugriff von Apps

Aniko Milz | 15.12.20

Datenschutz-Label sollen User vor dem Download einer App darüber informieren, auf welche Daten diese Zugriff verlangt. Die neue Anzeige kommt mit dem neuesten iOS 14.3 Update.

Mit dem neuesten Update des iOS 14 Betriebssystems kommen neue Label für Apps. Diese zeigen Usern beim Download einer Anwendung an, auf welche Daten die App Zugriff verlangen wird. Am Montag launchte Apple die sogenannten Nutrition Label. Diese werden im App Store auf der Seite einer Anwendung angezeigt, wo auch Ratings, Preise, Screenshots und allgemeine Informationen zu einer App zu finden sind. Mit dem iOS Update 14.3 werden die Label angezeigt.

Auf den Labels werden zwei verschiedene Datenkategorien aufgelistet. Zum einen die Daten, die die App sammelt und mit den Accounts, Geräten oder der Identität einer Person verbindet. Dazu gehören zum Beispiel Kontakte, der Standort oder der Browserverlauf. Zum anderen listet das Label auf, welche Daten zum Tracking einer Person genutzt werden. Das können Kontaktinformationen, der Standort oder sogenannter Identifiers sein.

© Apple

Apple war zuvor bereits in die Kritik geraten. WhatsApp bezeichnete die Label als wettbewerbsfeindlich. Schließlich würde Apple diese Offenlegung der Datenzugriffe von allen Entwicklern verlangen, nur die eigenen Dienste lässt Apple dabei außen vor. So prangerte WhatsApp an, dass für den Apple-eigenen Messenger-Dienst iMessage kein Label veröffentlicht werden soll.

Die Apple-Label müssen die App-Entwickler selbst ausfüllen und angeben, auf welche Daten sie zugreifen. Auch der Datenzugriff von Drittanbietern, deren Code in der App verarbeitet ist, muss angegeben werden. Das lässt theoretisch Raum für Betrug, doch gegenüber Cnet gab Apple an, dass dieser Self-Reporting-Prozess schon seit Jahren gut läuft. Schließlich funktioniert so auch das Reporting der Altersbeschränkungen für Apps. Zudem wird man die Label regelmäßig kontrollieren und eng mit den Entwicklern zusammenarbeiten, um Fehler zu vermeiden. Seit dem achten Dezember müssen Entwickler, die neue Apps einreichen oder Updates planen, die Datenschutz-Label ausfüllen.

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