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Projekt „Clean Network“: USA ziehen Verbot für chinesische Apps in Betracht
© History In - Unsplash

Projekt „Clean Network“: USA ziehen Verbot für chinesische Apps in Betracht

Nadine von Piechowski | 06.08.20

Die Regierung um US-Präsident Donald Trump denkt laut über einen landesweiten Bann von Apps nach, die aus China stammen. Im Fokus steht neben TikTok nun auch der Messenger-Dienst WeChat.

US-Außenminister und Staatssekretär Mike Pompeo verkündete, dass die Regierung momentan an dem Projekt „Clean Network” arbeite. Innerhalb dieser Taskforce würde man sich darauf spezialisieren, Apps und Firmen aus den USA zu verbannen, die Zugang zu sensiblen Daten von US-Amerikanern haben könnten. Die Ankündigung Pompeos kommt, nachdem US-Präsident Donald Trump ein Verbot der Kurzvideo-App TikTok in die Bahnen geleitet hatte, sollte diese nicht an ein amerikanisches Unternehmen verkaufen. Momentan steht Microsoft in Verhandlungen mit Byedance, dem Konzern hinter TikTok. Als Grund für die geplanten Maßnahmen gegen chinesische Apps gab Pompeo an:

With parent companies based in China, apps like TikTok, WeChat and others are significant threats to personal data of American citizens, not to mention tools for CCP (Chinese Communist Party) content censorship.

China zeigt sich derweil empört über das Projekt „Clean Network” und das geplante Verbot der TikTok App. Es handle sich hierbei um reine Schikane. In der China Daily verkündete die Regierung, dass sie viele Wege in petto habe, gegen die Maßnahmen der USA vorzugehen.

Die US-Regierung will Daten von Mitbürgern schützen 

Pompeo gab weiter an, dass es bei den Verboten darum ging, sensible Daten von US-amerikanischen Mitbürgern zu schützen, die ansonsten in die Hände von chinesischen Unternehmen fallen würden. Daher soll Cloud-basierten Unternehmen wie Alibaba, Baidu, China Mobile, China Telecom und Tencent der Zugang zum amerikanischen Markt abgeschnitten werden. Die USA sind nicht die ersten, die über einen Bann von chinesischen Apps nachdenken. In Indien wurden zahlreiche aus China stammende Apps gesperrt – darunter auch TikTok. Die Kurzvideo-App steht in den Vereinigten Staaten bereits kurz vor dem Aus. Bis zum 15. September hat Bytedance noch Zeit, TikTok zu verkaufen, ansonsten droht ein endgültiges Verbot.

USA denkt über Verbot für chinesische Apps nach