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US-Staaten untersuchen, wie Instagram Kinder auf der Plattform hält

US-Staaten untersuchen, wie Instagram Kinder auf der Plattform hält

Niklas Lewanczik | 22.11.21

Verschiedene US-Generalstaatswanwält:innen prüfen, inwieweit Instagram junge User zu mehr Engagement animiert und wie schädlich solche Praktiken für diese sind.

Eine Gruppe von US-Generalstaatsanwält:innen aus den Staaten Kalifornien, Florida, Kentucky, Massachusetts, Nebraska, New Jersey, New York, Tennessee und Vermont untersucht nun Metas Praktiken, um das Instagram Engagement insbesondere bei jungen Menschen zu fördern. Der Social-Konzern könnte sich bewusst darauf fokussieren, junge Menschen an die eigenen Dienste zu binden – obwohl sogar interne Studien die toxischen Folgen der exzessiven Nutzung von beispielsweise Instagram zeigten. Das ging aus den Facebook Files hervor, die Meta viel Kritik einbrachten. In der Folge erklärte der Konzern, die Plattformen seien nicht toxisch für Teens.

Das umstrittene Projekt Instagram for Kids – Kinder bis 13 Jahre dürfen offiziell keinen der Meta-Dienste nutzen – wurde jüngst zunächst pausiert. Instagram-Chef Adam Mosseri hält es aber weiterhin für „the right thing to do“. Inwieweit Meta und Instagram tatsächlich aktiv daran arbeiten, Jugendliche und Kinder an die Social-Plattform zu binden, soll eine neue Untersuchungen in den USA nun ergründen. Maura Healey, Generalstaatsanwältin in Massachusetts und Co-Leiterin der Untersuchung, erklärt:

Facebook, now Meta, has failed to protect young people on its platforms and instead chose to ignore or, in some cases, double down on known manipulations that pose a real threat to physical and mental health – exploiting children in the interest of profit. As Attorney General it is my job to protect young people from these online harms. Today I am co-leading a nationwide coalition to get to the bottom of this company’s engagement with young users, identify any unlawful practices, and end these abuses for good. Meta can no longer ignore the threat that social media can pose to children for the benefit of their bottom line.

Der Meta-Konzern sieht sich – wie andere soziale Medien wie TikTok oder YouTube auch – scharfer Kritik im Kontext des Kinderschutzes gegenüber. Auch der Generalstaatsanwalt von Ohio, Dave Yost, geht aktiv gegen Meta vor und verklagt den Konzern aufgrund von Irreführung hinsichtlich der Maßnahmen zum Schutz junger Menschen. Yost erklärte:

Facebook said it was looking out for our children and weeding out online trolls, but in reality was creating misery and divisiveness for profit.

Im jüngsten Earnings Call zu den Quartalszahlen von Meta hatte CEO Mark Zuckerberg erklärt, dass die Teams des Konzerns als Hauptziel haben sollten, jungen Erwachsenen möglichst die besten Services zu bieten; dabei ist die Gruppe von 18- bis 29-Jähirgen gemeint. Von Teenagern und Kindern wurde dabei offiziell nicht gesprochen. Viele Aktivitäten im Meta-Konzern erwecken jedoch den Anschein, dass auch diese Zielgruppe von großem Interesse bleibt.

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